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Steuerberater

Haushaltsnahe Dienstleistung

Versorgt in der Urlaubszeit ein Dienstleister das Haustier, könnten Halter die Kosten steuerlich geltend machen.
Wer seine Katze während seines Urlaubs zu Hause betreuen lässt, kann die Kosten beim Finanzamt geltend machen. Denn auch die Fellpflege des Tieres gehört zu den haushaltsnahen Dienstleistungen.  Foto: Mascha Brichta
 
von PR-REDAKTION
Versorgt und füttert etwa in der Urlaubszeit ein Dienstleister das Haustier - können die Halter unter Umständen einen Teil der Kosten steuerlich geltend machen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) hervor. Nach Ansicht der obersten Finanzrichter gehört die Pflege von Haustieren grundsätzlich auch zu haushaltsnahen Dienstleistungen. Voraussetzung für die steuerliche Begünstigung: Das Tier wurde im Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommen (Az.: VI R 13/15).
Im konkreten Fall ging es um eine Katzenbesitzerin. Sie fuhr in den Urlaub und ließ ihre Katze währenddessen von einem Tierpflegedienst in ihrer Wohnung betreuen. Die Kosten, die bei rund 302,90 Euro lagen, gab die Klägerin in ihrer Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen an. Dies lehnte das Finanzamt ab und berief sich auf eine Anweisung des Bundesfinanzministeriums vom Januar 2014. Demnach muss die Behörde für die Aufwendungen einer Tierbetreuung keine Steuerermäßigung gewähren.
Die BFH-Richter widersprachen: Wenn die Tätigkeit im Zusammenhang mit der Haushaltsführung stehe, sei die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen zu gewähren. Das sei bei der Pflege von Haustieren der Fall - denn Aufgaben wie Füttern, Fellpflege oder Gassi gehen fielen regelmäßig an und in der Regel übernimmt sie der Steuerpflichtige selbst oder andere Haushaltsangehörige. dpa-mag


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