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Steuerberater

Einkommenssteuer ab 8652 Euro im Jahr

Was Steuerpflichtige, Eltern und Anleger 2016 beachten müssen
Mehr Geld für den Nachwuchs: Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen. Foto: Andrea Warnecke
 
von PR-REDAKTION
Zum Jahreswechsel gab es eine Reihe von neuen Regelungen sowie Erhöhungen für Verbraucher. Wer davon profitiert und was sich im Bereich Steuern und Finanzen änderte, zeigt folgender Überblick.

Lohnsteuer-Freibeträge gelten länger.
Steuerpflichtige mussten bislang ihre Freibeträge für den Lohnsteuerabzug jedes Jahr neu beantragen. Ab 2016 gelten Freibeträge zwei Jahre lang. Wer also einen Freibetrag ab dem 1. Januar eingetragen hat, kann laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen davon bis Ende 2017 profitieren.

IBAN verwenden.
Privatpersonen müssen seit 1. Februar für Überweisungen die IBAN (International Bank Account Number) benutzen. Darauf weist der Bundesverband deutscher Banken hin. Indirekt bleiben Bankleitzahl und Kontonummer den Kunden aber erhalten - als Teil der 22-stelligen IBAN-Nummer.

Altersvorsorge absetzen.
Der Fiskus erkennt bisher 80 Prozent der Aufwendungen für die Altersvorsorge an - seit 2016 wirken sich bis zu 82 Prozent steuermindernd aus. Das heißt: Steuerpflichtige können bis zu 18 669 Euro im Jahr geltend machen. Bei Ehepaaren werden sogar Aufwendungen von bis zu 37 338 Euro berücksichtigt.

Änderung der Rentenbesteuerung.
Der steuerpflichtige Anteil steigt für Neurentner von 70 auf 72 Prozent. Damit sind für sie nur noch 28 Prozent der Rente steuerfrei.

Grundfreibetrag steigt.
Seit dem 1. Januar müssen Ledige ihr Einkommen erst ab 8652 Euro im Jahr versteuern. "Der Grundfreibetrag steigt um 180 Euro", erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Gemeinsam veranlagte Ehepaare müssen erst ab 17 304 Euro Einkommensteuer zahlen.

Mehr Kindergeld.
Das Kindergeld steigt um zwei Euro. Wer es beziehen will, muss ab 2016 aber eindeutig identifizierbar sein - die Familienkassen brauchen dafür die Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) des Kindergeldbeziehers sowie die des Kindes. Liegen die Angaben nicht vor, werden Eltern im Laufe des Jahres angeschrieben. "Sie müssen also erst tätig werden, wenn sie eine entsprechende Aufforderung von der Familienkasse erhalten haben", sagt Frauke Wille von der Bundesagentur für Arbeit. Das Kindergeld zahlen die Familienkassen weiterhin aus, auch wenn Eltern die Daten erst im Laufe des Jahres nachreichen. dpa-mag
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