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Einfach tierisch

Auf Flugreisen besser verzichten

Mit Katze und Hund auf Reisen: Erfahren Sie, was Sie beim Urlaub mit dem vierbeinigen Familienmitglied beachten sollten.
Wenn es mit dem Liebling auf Reisen geht, sollte vorgesorgt sein. Fotolia
 
von PR-REDAKTION
Wenn die Familie in den Urlaub fährt, sollen oft auch die vierbeinigen Familienmitglieder dabei sein. Damit die Reise für Hund oder Katze nicht zur Qual wird, muss vorher allerdings einiges bedacht werden. Es fängt direkt mit der Anreise an.
Die Tierschutzorganisation Peta rät generell davon ab, Tieren Flüge zuzumuten, sofern das Tier nicht in der Passagierkabine mitreisen kann - und das dürfen nur kleine Hunde oder Katzen. Als "klein" gelten sie, je nach Fluggesellschaft, mit einem Gewicht von fünf bis acht Kilogramm. Reisen im Frachtraum können für Vierbeiner eine erhebliche Belastung sein. Laut Peta kann es dort zu starkem Temperaturabfall kommen. Manchmal würde die Ladung auch mit Pestiziden begast. Die lauten Geräusche und die Trennung vom "Rudel" bedeuten für Tiere eine erhebliche nervliche Belastung.
Besser verträglich ist die Anreise mit dem Auto. Für die Fahrt sollten Tierhalter Wasser für den Vierbeiner sowie ein Trinkschälchen mitnehmen. Futter hingegen gehört nicht in den Reiseproviant, denn Hunde und Katzen sollten während der Fahrt und etwa zwei Stunden vorher nichts fressen. Auch ihnen kann auf Autoreisen übel werden, vor allem, wenn der Magen voll ist.


Vor Überhitzung schützen

Fahrten bei hohen Temperaturen belasten Tiere sehr. Das gilt nicht nur für lange Strecken oder in südlichen Ländern, sondern auch für kurze Autofahrten zu Hause. Am besten ist es daher, in den kühleren Morgen- oder Abendstunden zu fahren oder aber in der Nacht, empfiehlt das Deutsche Grüne Kreuz. Falls sich eine Fahrt in den heißen Tagen nicht vermeiden lässt, muss man vorsorgen: Sonnenblenden an den Fenstern des Wagens und ausreichend Wasser sollten selbstverständlich sein. Ein Tier darf bei Hitze niemals allein im Auto gelassen werden, denn es kann innerhalb kürzester Zeit zu einem Backofen werden - und das auch im Schatten oder bei geöffnetem Fenster. Im Gegensatz zu Menschen können Hund und Katzen ihre überschüssige Wärme nicht durch Schwitzen abgeben, denn sie besitzen Schweißdrüsen nur an den Pfoten und am Nasenspiegel. Diese Besonderheit macht sie stark hitzeempfindlich.
Symptome von Überhitzung bei Hunden sind u. a. starkes Hecheln, schnelle flache Atmung, tiefrote Zunge und Erschöpfung. Bei Katzen zeigt sich u. a. Unruhe, Atemnot, Hecheln und schließlich Apathie. Bei den ersten Anzeichen einer eintretenden Überhitzung müssen sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Dazu gehört: das Tier in einen kühlen Ort bringen, Wasser anbieten sowie feuchte Tücher auflegen und die Pfoten mit Wasser benetzen.


Sicherheit im Auto

Katzen sollten grundsätzlich in Transportboxen mitfahren. Hunde sollten ebenfalls in einer Box mit fahren oder auf dem Rücksitz mit einem im Fachhandel erhältlichen "Gurt" angeleint werden. Für das Benutzen von Gurten sollte man dem Hund ein Brustgeschirr anlegen.


Papiere und Einreisebestimmungen

Auch Tiere brauchen Papiere. Bei Reisen innerhalb der EU müssen Tierhalter den erforderlichen EU-Heimtierausweis für Hunde, Katzen und Frettchen dabei haben. Sie sollten prüfen, ob die allgemeinen und länderspezifischen Schutzimpfungen noch gültig sind und fehlende Impfungen rechtzeitig nachholen. Damit es kein böses Erwachen gibt, sollten zudem vorab Informationen über die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und länderspezifische Vorschriften für bestimmte Hunderassen eingeholt werden.
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