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Aktiv im Alter

Vorzeitiger Ruhestand

Wer vorzeitig in Rente gehen möchte, muss oft mit Abschlägen rechnen. Unter Umständen lässt sich dies aber ausgleichen.
Gemeinsam die Sonne genießen und nicht mehr an die Arbeit denken. Wer vorzeitig in den Ruhestand gehen will, muss diesen Schritt gut durchrechnen. Foto: Westend61/Roger Richter
 
von PR-REDAKTION
Nicht jeder möchte bis zum Ende arbeiten. Viele erwägen, vorzeitig in Rente zu gehen. Oft ist dieser Schritt aber mit Abschlägen verbunden. "Bei einem vorzeitigen Ruhestand muss in aller Regel pro vorgezogenem Monat ein Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf genommen werden", sagt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Das lässt sich unter Umständen ausgleichen.


Frührente nach 45 Versicherungsjahren

Die Regelaltersgrenze steigt seit 2012 stufenweise an. Zurzeit liegt sie zwischen 65 Jahren und fünf Monaten und 67 Jahren. Ab 55 Jahren erhält jeder alle drei Jahre eine Rentenauskunft, sagt Theo Pischke von der Stiftung Warentest. Daraus geht hervor, ob die Voraussetzungen für eine Frührente erfüllt werden.
Eine vorzeitige Rente ohne Abschläge ist möglich, wenn man 45 Versicherungsjahre vorweisen kann. Dann können Personen, die vor 1953 geboren wurden, mit 63 Jahren in Rente gehen. "Für die Jahrgänge 1953 bis 1963 erhöht sich der frühestmögliche Rentenbeginn in Zwei-Monats-Schritten", erläutert Pischke. Wer beispielsweise 1964 geboren wurde, kann erst mit 65 Jahren in Rente gehen.


Staffelung der Abschläge

Kommt der Versicherte auf eine Mindestversicherungszeit von 35 Jahren, kann er im Alter von 63 Jahren in Rente gehen. Dann muss er aber mit Abschlägen rechnen. Deren genaue Höhe ist abhängig vom Geburtsjahr. "Den Geburtsjahrgang 1952 kostet die Rente mit 63 einen Abschlag von 9 Prozent, der Geburtsjahrgang 1963 hat einen Abschlag von 13,8 Prozent", erklärt Pischke.
Interessierte sollten sich mit etwa 55 Jahren beim zuständigen Rentenversicherungsträger melden. Er kann individuell die voraussichtliche Höhe der Rente errechnen. Dadurch lässt sich ermitteln, wie viel man als Ausgleich dazu freiwillig einzahlen sollte. "Der Beitrag selbst errechnet sich nach einer gesetzlich festgelegten Formel", erläutert von der Heide. Den Ausgleich kann man bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze zahlen.
"Unabhängig davon sollte jeder seine finanzielle Situation für den Lebensabend genau prüfen, damit es im Rentenalter keine böse Überraschung gibt", sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn später sind Korrekturen kaum noch möglich. Wichtig dabei: Auf eine geminderte Rente fallen noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. Und unter Berücksichtigung aller Einkünfte müssen Rentner gegebenenfalls noch Steuern zahlen. dpa-mag
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