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Kinderfreude - Lebensfreude

Es muss spielerisch zugehen

Beim Schwimmenlernen hat jedes Kind sein eigenes Tempo. Eltern sollten darauf achten, dass der Unterricht spielerisch zugeht.
Sicher ohne Schwimmflügel schwimmen? Mit fünf bis sechs Jahren sind die meisten Kinder im besten Alter, es zu lernen.  Foto: Florian Schuh/dpa-mag
 
von PR-REDAKTION
Mit fünf oder sechs Jahren haben Kinder das perfekte Alter, um schwimmen zu lernen. Vorher könnten sie nur schwer konzentriert für einen längeren Zeitraum zuhören, erklärt Beate Ludewig. Sie ist die Bundesjugendtrainerin beim Deutschen Schwimm-Verband.
Bei der Wahl des richtigen Schwimmkurses sollten Eltern darauf achten, dass es spielerisch zugeht. Skeptisch sollten Mütter oder Väter bei Angeboten sein, die mit Versprechen wie "In zehn Stunden kann Ihr Kind schwimmen" werben. "Das ist Quatsch", sagt Ludewig. Denn eine Garantie lässt sich nicht geben, dafür sind die Kinder zu verschieden. Manche seien mutiger, andere ängstlicher in Berührung mit Wasser. Letztere brauchen entsprechend länger.


Nicht mehr als acht Kinder

Im Kurs sollten nicht mehr als acht Kinder auf einmal sein und von mindestens zwei Schwimmlehrern beaufsichtigt werden. Die Gruppendynamik könne viel bewirken: "Gerade bei den Kindern, die keine Wasserratten sind."
Doch was, wenn das Kind nach fünf Stunden immer noch vom Beckenrand aus zusieht, aber noch keinen Zeh ins Wasser getaucht hat? "Geduld haben, keinen Druck aufbauen", rät Ludewig. Ein guter Schwimmlehrer schaffe es, auch solche Kinder am Ende ins Wasser zu locken. Es dauere nur ein bisschen länger.


Kleine Tricks: So motiviert man Kinder zum Weitergehen

Haben Kinder gerade erst mit dem Laufen begonnen, dauern auch kurze Wege sehr lange. Muss es aber schnell gehen, sollten Eltern auf den  Buggy  oder Fahrradanhänger zurückgreifen. "Bei kleinen Kindern funktioniert es auch noch sehr gut, sie mit interessanten Sachen abzulenken, etwa: ,Schau mal, da hinten ist ein Hund'", sagt Dana Urban von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.
Was Eltern dagegen nicht tun sollten: ohne ihr Kind weitergehen, weil der Nachwuchs sich mal wieder irgendwo versteckt hat oder nicht weiter will. Denn kleine Kinder erleben das Verschwinden von Mutter oder Vater als real, was Angst und Stress auslösen kann.
Grundsätzlich sollten Erwachsene immer wieder daran denken: Laufanfänger haben kleine Beine, die manchmal auch noch unsicher sind. Außerdem ist die Umwelt für Kinder in diesem Entwicklungsalter spannend und aufregend. "Wenn sie die Geduld dazu haben, können Eltern die Gelegenheit sogar nutzen, sich darauf einzulassen und mit ihrem Kind Dinge mitzuentdecken", sagt Urban. dpa-mag
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