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Weihnachtsglückwünsche

Weihnachtsgrüße aus Bad Kissingen

Zum Weihnachtsfest wünschen Ihnen die Geschäftspartner der Region Bad Kissingen frohe und besinnliche Stunden!
 
von PR-REDAKTION


Geheimnisvolle Baumbewohner mit weißen Beeren

Zu den weihnachtlichen Gewächsen, die sich auch in unseren Breiten inzwischen größerer Beliebtheit erfreuen, gehört die Mistel. Die Tatsache, dass die in den Kronen von Wirtsbäumen lebende Pflanze mit den weißen Beeren ein Halbschmarotzer ist, macht sie nicht unsympathischer. Im Gegenteil: Von alters her hielten die Menschen verschiedener Kulturen sie für etwas Besonderes. Aeneas öffnet mit seiner goldenen Zauberrute, einem Mistelzweig, das Tor aus dem Hades, und auch der römische Gott Merkur bedient sich dieses Schlüssels, um die Seelen der Toten in die Unterwelt begleiten zu können. Die Priester der Gallier, die Druiden, hielten die geheimnisvolle Pflanze und die Bäume, in denen sie nistete, für heilig, wobei die Eiche, die von einer Mistel bewachsen war, als besonders heilig galt. Weiß gewandet, stiegen sie mit einer goldenen Sichel in die Bäume, um Mistelzweige zu schneiden, die sie in einem eigenen Ritual in einen Trank mischten, der unfruchtbare Tiere fruchtbar machen und Vergiftungen heilen sollte. So berichtet es Plinius der Ältere im ersten Jahrhundert nach Christus. Die Germanen schnitten Mistelzweige zur Wintersonnenwende als Glücksbringer. Vielleicht ist die immergrüne Pflanze, die, an der Decke oder der Tür aufgehängt, Hexen, böse Geister und Unheil fernhalten sollte, daher auch zum (vor-)weihnachtlichen Pflanzenschmuck geworden, denn das Weihnachtsfest fällt symbolträchtig in diese Zeit. Heilkräfte werden der Mistel heute noch zugeschrieben, wobei ihre therapeutische Wirkung unterschiedlich bewertet wird. Was man wissen sollte, wenn man Mistelzweige zur Weihnachtsdekoration gebraucht, ist, dass die Pflanze für Menschen und Haustiere giftig ist.


Hexenkraut und Kreuzholz

Zu den zahlreichen volkstümlichen Namen der Mistel gehören die Bezeichnungen Hexenkraut, Wintergrün und Kreuzholz. Der letztgenannte Name dürfte von einer Legende herrühren, die erzählt, dass die Mistel vor dem Tod Jesu ein gewöhnlicher Baum gewesen sei. Unglücklicherweise sei aus ihrem Holz das Kreuz gezimmert worden, an dem Christus sterben musste. Der Baum sei traurig geworden und habe nicht mehr auf der Erde leben wollen. Aus Scham soll er sich in ein Gewächs verwandelt haben, das fortan allen, die unter ihm hindurchgehen würden, Gutes bringen würde. Möglicherweise ist hier der Grund dafür zu finden, dass Mistelzweige, mit Schleifen zusammengebunden, vor allem in Großbritannien und in den USA als Glücksbringer gelten. Wer sich unter einem Mistelzweig trifft, der an Tür oder Decke hängt, soll sich küssen; das soll beiden Küssenden Glück bringen. Regional gilt die Regel, dass eine Frau, die unter dem Mistelzweig steht, sich von einem Mann, der vorbeikommt, küssen lassen muss. Es heißt, die beiden würden dann ein glückliches Paar. Auch als Friedens- und Versöhnungssymbol wird die Mistel betrachtet: In skandinavischen Ländern beispielsweise versöhnen sich zerstrittene Paare traditionell mit einem Kuss unter dem Mistelzweig. Christian Dijkstal
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