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Veranstaltung

Kirchweih Lahm

Vom 13. bis 16. Oktober wird in Lahm des Weihetags der katholischen Sankt Antonius Kapelle gedacht.
Blick in die schmucke Antonius-Kapelle in Lahm.  Fotos: Gerd Klemenz
 
von PR-REDAKTION
Er ist Schutzpatron der Armen, der Bergleute, der Reisenden, der Liebenden und Eheleute und der Bäcker - Antonius von Padua, der Franziskaner mit dem Jesuskindlein auf dem Arm. Er wird bei Unfruchtbarkeit, Fieber, Schiffbruch, Kriegsnöten und Viehkrankheiten angerufen. Wer Dinge verlegt hat und verzweifelt sucht, der fleht ihn um Hilfe an. In Lahm auf dem Jura wurde dem Heiligen von 1953 bis 1955 ein Denkmal gesetzt. Am Wochenende vom 13. bis 16. Oktober wird des Weihetags der katholischen Sankt Antonius Kapelle mit einer kirchlichen Feier gedacht. Um 9.45 Uhr hält der Islinger Pfarrre Henryk Chelkowski am Sonntag den Festgottesdienst. Der Neubau einer Kapelle in Lahm hat eine längere Geschichte. Bereits aus dem ersten Weltkrieg war eine Stiftung aus Amerika vorhanden, die aber durch die Inflation verloren ging. Erst im Spätherbst 1952 kam der Kapellenneubau wieder ins Gespräch. Bei einer Bürgerversammlung im Januar 1953 wurde beschlossen, das Gotteshaus in den "Fischer-Garten" zu bauen und einen Kapellenbauverein zu gründen.


Unvergesslichen Tag der Weihe

Bereits im Oktober 1953 konnte mit dem Bau begonnen werden. Unter der tatkräftigen Mithilfe der Dorfgemeinschaft konnte der Bau realisiert werden. Schon am 24. Oktober 1954 feierten die Lahmer den unvergesslichen Tag der Weihe. Der Hauptaltar schuf in kunstvoller Holzschnitzarbeit die Familie Knauer aus Döringstadt, welcher das Schmuckstück des ganzen Kirchleins darstellt. Das Altarbild in der Antonius-Kapelle wurde von Michael Stenglein auf dem Dachboden der Basilika Vierzehnheiligen aufgetrieben. Es stellt das Antoniusbild dar, welches aus dem Jahr 1839 stammt und von August Palmer gemalt wurde. Der Altartisch besteht aus weißem Marmor und kam aus den Dirollschen Steinbrüchen. In den Annalen der Geschichte taucht Lahm erstmals im Jahre 1180 als "Lahme" auf. Um 1818 bildete Lahm zusammen mit Mönchkröttendorf eine eigene politische Gemeinde, ab 1851 war der Ort sogar selbständig.


Lichtenfels' Wintersportzentrum

Lahm gilt als das Wintersportzentrum von Lichtenfels. Wenn im Tal nur ein hauchdünner Schneefilm liegt, ist der 542 Meter hochgelegene Ort meist schon mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen. Dann kommen sowohl die Langlauffreunde auf ihre Kosten, als auch die Anhänger des Alpinsports, die an dem von der Stadt Lichtenfels betriebenen Skilift ihre Schwünge ins Tal ziehen können. Seit 1. Januar 1978 gehört der kleine Juraort zur Deutschen Korbstadt Lichtenfels. Bemerkenswerterweise stellt Lahm mit Otto Dinkel (CSU) und Johannes Oppel (WLJ) zwei Stadträte im aktuellen Lichtenfelser Stadtrat. Kirchlich gehört der Juraort zur Pfarrei Isling. Den Mesnerdienst versieht seit etlichen Jahrzehnten Johann Schütz. In den letzten Jahren wurde er von Martina Fischer unterstützt. Wie man sieht, haben die Lahmer bis zum heutigen Tag ihre Kapelle gehütet und gepflegt und manches Opfer zur Verschönerung gebracht. Am kommenden Wochenende wird in der kleinen Juragemeinde Kirchweih gefeiert. Ein Fest, das bis heute nicht an Bedeutung verloren hat. Während der Feiertage serviert die örtliche Gastronomie eine Vielzahl lukullischer Leckereien.
Gerd Klemenz
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