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Veranstaltung

Oldtimer-Treff Ebern

Altes Blech vor historischer Kulisse - so könnte der Titel des Oldtimer-Treffs auf dem Marktplatz in Ebern am Fronleichnamstag, dem 15. Juni, lauten.
Viele Oldtimer-Fans werden beim Bummel durch Ebern auf ihre Kosten kommen. Fotos: Günther Geiling
 
von PR-REDAKTION
Die idyllische Altstadt von Ebern bietet am Fronleichnamstag nun schon zum dritten Mal den besonderen Rahmen für eines der größten und schönsten Oldtimer-Treffen in Nordbayern. Mit Stolz werden viele Oldtimerbesitzer dort ihre besten Stücke präsentieren und den Zuschauern Einblicke in ihre Autos oder unter die Motorhaube ermöglichen. Gut vorstellbar, dass viele der Besucher ins Schwärmen kommen angesichts der faszinierenden Karossen.
Schon seit Monaten ist der Automobilclub Ebern e.V. mit einen 120 Mitgliedern mit den Vorbereitungen befasst, wobei Oldtimerreferent Gotthard Schleicher dafür verantwortlich zeichnet. Die Anfahrt für die Oldies ist mit roten Hinweisschildern markiert, während die blauen Schilder die Besucher zu den Parkplätzen führen. Die teilnehmenden Fahrzeuge können allerdings erst ab 12.30 Uhr - nach der Fronleichnamsprozession - auf den Marktplatz einfahren. Um 13 Uhr wird das "Automobilmuseum" dann in der guten Stube von Ebern eröffnet. Hierzu werden Hunderte von historischen Fahrzeugen und Oldtimern mit ihren Kapitänen aus der ganzen Region erwartet.
Der Automobilclub wird darüber hinaus für einen schönen Aufenthalt in Ebern sorgen. Historisches hält auch das Heimatmuseum direkt neben dem Grauturm bereit. Rund ums Rathaus und dem Neptunbrunnen werden Kaffee und Kuchen sowie fränkische Spezialitäten angeboten. Der Eintritt in die Altstadt ist frei.


Oldtimer ziehen alle Blicke auf sich

Sie sind alt, nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand und trotzdem der Renner! Für Oldtimer legt so mancher Sammler mehr auf den Tisch als für einen Neuwagen. Was macht den Reiz aus, mit einem Auto aus dem letzten Jahrhundert zu fahren?
Oldtimer haben doch ihre Zeit überlebt und ein solches Fahrzeug kann auch erst klassifiziert werden, wenn es mindestens 30 Jahre auf dem Buckel hat, also vor 1987 gebaut wurde. Viele von ihnen sind natürlich noch viel älter und trotzdem in einem guten Zustand, weil sie von ihren Besitzern aufwändig restauriert wurden.
Was macht aber die Faszination dieser alten Autos aus? Ist es die einfache Technik, an der man ohne Computer oder Spezialwerkzeug herumschrauben kann? Sind es die Formen, geprägt vom Sinn für Ästhetik? Oder sind es die immer wiederkehrenden Herausforderungen an die Besitzer im Kampf um die Macken, verbunden mit dem Reiz, diese auch zu beherrschen? Für jeden gibt es wohl einen anderen Grund, warum er sein altes Blech liebt.
Die Blicke der Menschen an der Straße ziehen die Oldtimer auf jeden Fall auf sich. Sätze wie "weißt du noch, wie ich . . ." fallen. Geschichten vom VW mit der Winkerkelle, dem kleinen Vorschaltheben im "Goggo-Glas", vom Aufklappen des kleinen Seitenfensters werden ausgetauscht. Junge Frauen, alte Männer, selbst Teenager und Kinder umkreisen die buckelige Isetta, den froschäugigen Triumpf oder den chromüberzuckerten Opel Kapitän.
Legendär der 2 CV mit Spitzname "Ente", äußerst beliebtes Modell von Citröen, nicht zuletzt durch seinen niedrigen Anschaffungspreis, der einfachen Technik und den niedrigen Unterhaltungskosten. Das gleiche gilt für den Käfer, gebaut von 1938 bis 2003 und mit 21,5 Millionen Exemplaren das meist verkaufte Auto der Welt, bevor er dann vom Golf abgelöst wurde.
Die Oldtimer sind auch an ihren Kennzeichen zu erkennen. Sie tragen entweder das Wechselkennzeichen "07" oder das "H"-Kennzeichen, das für "Historisches Fahrzeug" steht, aber erst nach einer technischen Untersuchung zugeteilt wird. Werden die Fahrzeuge technisch verbessert oder umgebaut, kann der "H"-Status verweigert werden.


Oldtimer-Land

Insgesamt sind im Jahre 2017 in Deutschland 381 027 Autos mit einem "H"-Kennzeichen unterwegs. Damit stieg die Zahl der Oldies im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent, gegenüber 2007 lässt sich sogar ein Anstieg um 163 Prozent verzeichnen. Nahezu drei Viertel der Oldtimer stammt von deutschen Herstellern; Zuwächse erfahren aber auch Klassiker aus Fernost. An der Spitze der Zulassungen stehen Fahrzeuge von Daimler (92 048), VW (71 210) und Porsche (25 120).
Als beliebtester Oldtimer ist der Käfer mit 34 643 Fahrzeugen angemeldet; dahinter folgen Mercedes W 123 (18 578) und Porsche 911 (14 052). Aber auch die Ente, der frühere Fiat 500 oder der Trabi reihen sich hier ein.
Günther Geiling
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