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Ortsporträt

Vereine vermitteln Werte in Weitramsdorf

Mit insgesamt 49 Vereinen und Verbänden werden in Weitramsdorf Werte und Tugenden wie Zusammenhalt, Kollegialität, Hilfsbereitschaft und Respekt gestärkt.
Das schmucke Rathaus ist ein ehemaliges Schulgebäude.  Foto: Harald Koch
 
von PR-REDAKTION


Grußwort von Bürgermeister Wolfgang Bauersachs

Ein Leben in einer Gemeinschaft, wie es eine Gemeinde ist, ist ohne Vereine nicht möglich. Sie sind der Ursprung, sie sind das, was eine Gemeinschaft erst ausmacht. Gleichgesinnte finden sich, um gleiche Interessen zu verfolgen. Dabei sind die Vereine so vielschichtig, wie es Möglichkeiten der Freizeitgestaltung gibt.
Die Gemeinde Weitramsdorf hat in allen ihren Ortsteilen insgesamt 49 Vereine und Verbände, die allesamt eine hervorragende Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit leisten, unabhängig von der Größe des Vereins. Mehrsparten-Sportvereine, Gesangvereine, Blaskapelle und Karnevalsverein, Obst- und Gartenbauvereine, Schützenverein und Kleintierzuchtvereine, VdK und Backhausfreunde und, neben weiteren Vereinen und Verbänden, die vier Feuerwehren in den Ortsteilen Weidach, Weitramdorf, Altenhof und Neundorf. Dort leisten in den Freiwilligen Feuerwehren Frauen und Männer zu jeder Zeit zuverlässig ihren Dienst zum Schutz und zum Wohl aller. Und die ihnen angeschlossenen Feuerwehrvereine ergänzen den Dienst nicht nur zum Ausgleich der großen physischen und psychischen Belastung bei Einsätzen, sie sind mit ihren vielseitigen Veranstaltungen auch ein Bindeglied zwischen Feuerwehr und Bevölkerung.
Die Verantwortlichen in den Vereinen sorgen mit ihrem unermüdlichen Schaffen dafür, dass die Mitgliederzahlen hoch gehalten werden und sichern somit auch den Bestand des Vereins. Nur durch dieses ehrenamtliche Wirken kann die Vielfältigkeit der Vereinslandschaft, können die Vereine selbst erhalten werden. Keine Kommune könnte diese Arbeit auch nur ansatzweise mit eigenem Personal bewältigen, sie kann nur im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten unterstützend mitwirken.
Und noch etwas zeichnet unsere Vereine sowie viele auch andernorts aus, nämlich die Vermittlung von Werten, wie sie für ein gutes Zusammenleben in einer Gesellschaft unerlässlich sind und zwar Zusammenhalt, Kollegialität, Hilfsbereitschaft, Respekt; Tugenden, die in den Vereinen vorgelebt und praktiziert werden. Auch deshalb sind unsere Vereine so lebenswichtig.
Neben den Vereinen, die vorwiegend Freizeitbeschäftigung anbieten, den Obst- und Gartenbauvereinen, von denen die Allgemeinheit auch durch die Pflege öffentlicher Flächen profitiert, bereichern die Gesangvereine und die Blaskapelle auf angenehmste Weise mit Musik und Gesang das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde. In der Gemeinde sind die schon traditionell gewordenen und fest verankerten Veranstaltungen der beiden Feuerwehrvereine in Weidach und Weitramsdorf sowie der Geranienmarkt in Neundorf am 1. Mai fester Termin im Jahresablauf. Seit über 40 Jahren gibt es jedes Jahr im Sommer am Backhausfest in Altenhof frisch gebackenes Brot und Blechkuchen sowie weitere Schmankerl aus dem durch den Verein restaurierten Backofen. Das ist, neben den Kirchweihen der einzelnen Ortsteile, das am längsten noch immer bestehende Fest in Weitramsdorf.
Als Bürgermeister der Gemeinde Weitramsdorf freue ich mich, dass ich in dieser Ausgabe des Wochenblatts, auch im Namen des Gemeinderates und aller Ortsbürgerinnen und -bürger, der jeweiligen Feuerwehrführung unserer vier Wehren und den vielen Verantwortlichen und Helfern in den Vereinen in unserem Gemeindegebiet für ihren ehrenamtlichen Einsatz, für ihr Engagement danke sagen kann. Ich will damit auch Wertschätzung zum Ausdruck bringen, die gar nicht hoch genug beziffert werden kann.
Mit dieser Berichterstattung will ich aber auch all diejenigen ermutigen, sich für ein Amt im Verein einzubringen, die sich bisher nicht getraut haben. Insbesondere die jüngere Generation mit ihren Ideen, mit ihrem Know-how in der heutigen Technik- und Kommunikationswelt wird dringend gebraucht und findet dort offene Arme.


Feuerwehr Weitramsdorf

Die Feuerwehr Weitramsdorf wurde 1795 gegründet. Der Verein trug sich 1986 in das Vereinsregister ein und trägt seitdem den Zusatz e.V.. Einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte waren das 200-jährige Jubiläum im Jahr 1995 sowie der 1. Platz der Jugendgruppe beim Umweltpreis 2000 von ganz Bayern. Der Umzug in das neue Feuerwehrgerätehaus fand im Oktober 2007 statt. Aufgabe der Feuerwehr ist es, den Brandschutz in der Gemeinde Weitramsdorf und Umgebung sicherzustellen und Jugendliche ab zwölf Jahren an eine sinnvolle Aufgabe heranzuführen. Die Feuerwehr ist bestrebt, neue Mitglieder zu werben, die Aktive Wehr finanziell und tatkräftig zu unterstützen und die Kameradschaft zu fördern. Neben Übungen, Sicherheitswachen und Einsätzen für die aktiven Kameraden und den Feuerwehrfesten finden das Jahr über einige gesellschaftliche Veranstaltungen statt, unter anderem Maibaumfest, Weinfest, Jugendzeltlager, Ausflüge, Kameradschaftsabend und Weihnachtsfeier.
Etwas sicher nicht Alltägliches für die aktive Wehr war die Sprengung des Schlotes in der ehemaligen Firma Albrecht. Die Vorbereitungen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, der Gemeindeverwaltung und der Sprengfirma getroffen. Anschließend wurde von der Feuerwehr Weitramsdorf die Absperrung, die Evakuierung und die Sicherung des Bereiches vorgenommen. Nachdem von allen Sicherungsposten das "ok" kam, wurde vom Sprengmeister die Sprengung durchgeführt. Dieses einmalige Erlebnis wird sicherlich jedem Feuerwehrmann in Erinnerung bleiben. Einige Feuerwehrkameraden, die in der Firma Albrecht arbeiteten, haben mit einiger Wehmut die Sprengung beobachtet. Mit der Sprengung hat Weitramsdorf ein weithin sichtbares "Wahrzeichen" verloren.
Die Feuerwehr Weitramsdorf versucht immer auf dem neuesten Stand zu sein: Hierzu werden zusammen mit der Firma S-Gard Schutzbekleidung, der Firma Weber Hydraulik, am Standort Ausbildungen abgehalten. Mehrere Kameradinnen der Feuerwehren Weitramsdorf und Seßlach nahmen außerdem an der Safety-Tour 2010 in Weitramsdorf teil, Thema war die patientenorientierte Rettung. Diese sinnvolle Ausbildung wird in regelmäßigen Abständen mit der Firma S-Gard durchgeführt.
Zudem wird ab sofort das neue Löschmittel F 500 in der Feuerwehr Weitramsdorf eingesetzt.
Mehr Infos über die Feuerwehr Weitramsdorf gibt es im Internet unter www.feuerwehr-weitramsdorf.de


Blaskapelle Neundorf 1967

Die Blaskapelle Neundorf wurde, wie bereits die Überschrift zeigt, im Jahr 1967 durch die Initiative des damaligen Pfarrers Johannes Neuner gegründet. Die Begleitung der kirchlichen Prozessionen sollte die Aufgabe der zehn Gründungsmitglieder sein.
Die Musiker hatten aber auch Spaß an der Geselligkeit und der weltlichen Musik. So dauerte es nicht lange bis die ersten Geburtstagsständchen gespielt wurden. Nach kurzer Zeit wurde die Kapelle auch zu größeren Auftritten gebucht. Die Auftrittsorte liegen zum größten Teil in Oberfranken, aber auch im Ausland war die Blaskapelle Neundorf bereits zu hören. Gegenseitige Besuche mit der südmährischen Blaskapelle Borsicanka und die musikalische Umrahmung des Kirchtages von Steinhaus in Südtirol trugen zum höheren Bekanntheitsgrad bei. Hauptsächlich wird zu Vereinsfesten aufgespielt. Es werden aber nach wie vor Auftritte für die Kirche, Firmenjubiläen, Ständchen zu allen möglichen privaten Feierlichkeiten oder für die Gemeinde musikalisch umrahmt.
Momentan besteht die Blaskapelle aus 21 Aktiven, wobei ein Nachwuchsorchester mit weiteren elf Jungmusikern dazu dient neben der Einzelausbildung das Zusammenspiel in der Gruppe zu ermöglichen. Ein Ziel der Blaskapelle Neundorf ist es immer genügend Nachwuchs für den Fortbestand der Kapelle musikalisch auszubilden. Dieses wird auch durch Freizeitgestaltung für die Kinder und Jugendlichen erreicht.
36 passive Mitglieder wirken tatkräftig im Verein mit, um zum Beispiel am Dorffest oder an der Neundorfer Zeltkirchweih zum Gelingen der Veranstaltungen beizutragen.
Seit Januar 2008 wird die Kapelle von der studierten Musikerin Carmen Beck dirigiert. Sie versteht es bestens den Musikern hohe Leistungen abzuverlangen. Das Repertoire beinhaltet überwiegend böhmische Blasmusik. Aber auch konzertante Arrangements und Schlager werden gerne in die Programme eingebaut. Eine Besonderheit sind die Eigenkompositionen des Trompeters und stellvertretenden Dirigenten Sascha Dalke. Er ist seit August 2015 aktueller Dirigent, da Carmen Beck in Mutterschaftsurlaub ist. Noch ausdruckstärker werden die schönen Melodien durch den mehrstimmigen Gesang.
Das Ziel der Musiker ist es nicht nur zum Zuhören zu bewegen, sondern auch die Zuhörer in die passende Stimmung für das stattfindende Fest zu versetzen.


Wir leben gerne in in Neundorf weil...

Günter (54 Jahre) und Georg (20 Jahre) Schuster: ... wir hier in einer sehr idyllischen und ruhigen Umgebung leben. Der vermeintliche Nachteil einer schlechten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist gleichzeitig auch ein Vorteil, weil dieser Mangel unseren dörflichen Zusammenhalt fördert und so auch generationsübergreifend ein reges Vereinsleben fördert.
Besonders die Blaskapelle Neundorf bietet dabei vielen Jugendlichen aus dem gesamten Gemeindegebiet die Möglichkeit, einem gemeinsamen Hobby nachzugehen und somit eine der schönsten Formen des Miteinanders von Jung und Alt zu leben. Die Altersspanne bei den aktiven Musikern reicht von acht Jahren bis hin zu beachtlichen 83 Jahren.
Große Sorge bereitet uns momentan der beschlossene Abriss der Schule, dem wichtigsten Vereinszentrum im Dorf! Wir hoffen sehr, dass die aktive Vereinsarbeit in der Zukunft dadurch nicht zum Erliegen kommt.
Gerne sind wir auch bei den unterschiedlichen Veranstaltungen dabei, die von den Vereinen organisiert werden. Unsere Lieblingsveranstaltungen als Musiker sind da natürlich der "Böhmische Abend" der Blaskapelle Neundorf und die "Neundorfer Zeltkirchweih", die von der Blaskapelle und der Freiwilligen Feuerwehr Neundorf ausgerichtet wird.
Ganz besonders freuen wir uns allerdings auf das Jahr 2017, weil wir da vom 30. Juni bis zum 2.Juli mit dem Kreismusikfest das 50-jährige Bestehen unserer Blaskapelle feiern werden.


Schützenverein "Zimmerstutzen" Weitramsdorf

Kürzlich feierte der Schützenverein "Zimmerstutzen" Weitramsdorf seine 60-jährige Vereinsgründung. Am 25. Juni 1956 wurde der Schützenverein in der Brauereigaststätte Bauersachs in Weitramsdorf gegründet. Die ersten Vorstandsmitglieder waren: Heinz Neupert sen. (Erster Schützenmeister), Albin Förster (Zweiter Schützenmeister), Ernst Fischer (Schriftführer), Ingo Marx (Kassierer), Helmuth Forkel und Heinz Strehler (Beiräte).
Die ersten Schießübungen mit dem Luftgewehr wurden im Tanzsaal Bauersachs durchgeführt. Der Wunsch nach einem eigenen Schießstand regte sich bald. Und der noch junge Verein erhielt von der Gemeinde Weitramsdorf eine Blockhütte aus dem Jahr 1938, die auf dem heutigen Gelände des Sportheims stand. Sie wurde auf Rollen gesetzt und mit dem Traktor auf das jetzige Gelände gezogen.
Außerdem wurden zehn Luftgewehrstände im Freien angebaut und zwei vereinseigene Luftgewehre angeschafft. 1968 arbeiteten der damalige Erste Schützenmeister Horst Kunze und Zweiter Schützenmeister Heinz Neupert jun., eine neue Satzung aus und ließen den Verein eintragen. 1969 wurde mit dem Bau einer neuen Anlage begonnen, die über zwölf Luftgewehrstände verfügte. Sie wurde vom 2. bis 5. Juli 1971 mit einem großen Schützenfest eingeweiht. 1972 wurde mit den ortsansässigen Sportvereinen die Volksturntage (später Ortsmeisterschaften) durchgeführt. 1976 wurde ein Erweiterungsbau als Pistolenhalle in Angriff genommen. Im neu renovierten und bewirtschafteten Vereinsheim in der Badstraße 2 können Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkalibergewehr, großkalibrige Pistolen und Revolver geschossen werden. Neu ist das Bogenschießen und für die kleinen Schützen ein Lichtpunktgewehr. Derzeit hat der Verein rund 130 Mitglieder.
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