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Ortsporträt Schney

Naturnah und doch zentral

In Schney lässt es sich gut leben, finden auch die beiden Stadträte Rudi Breuning und Elke Werner.
Blick auf die evangelische Pfarrkirche St. Maria. Fotos: Harald Koch
 
von PR-REDAKTION


Die beiden Schneyer Stadträte Rudi Breuning und Elke Werner im Interview

Wo sehen Sie Schney in 10, 20 in 30 Jahren?
Rudi Breuning: Ich glaube, dass diese Frage nur sehr schwer, vielleicht gar nicht zu beantworten ist. Ein Blick in die Zukunft ist meiner Meinung nach nur für einen begrenzten Zeitraum möglich, weil nicht die Bürger von Schney und Lichtenfels die Entscheidungen für unsere Zukunft treffen, sondern wir leider von den Entscheidungen aus München und Berlin abhängig sind.
Der Spielraum der freien Entscheídungen beziehungsweise die Entfaltung einer Gemeinde hängen sehr von den Vorgaben und den Zuschüssen der Regierungen ab. Natürlich sind die Verwaltung sowie der Stadtrat gefordert, den verbliebenen Spielraum für zukunftsweisende und notwendige Investitionen, wie die Erschließung von Bau- und Gewerbegebieten oder den Bau von Kindertagesstätten, zu nutzen,
nur um einige Bereiche zu nennen.
Wenn wir, die Bevölkerung von Schney, unseren Beitrag dazu leisten, wenn wir uns stark machen, dass unser Ortsteil auch von den Investitionsmaßnahmen profitiert, dann kann und wird sich Schney zu einem starken Wirtschaftsstandort entwickeln. Zum Wohle nicht nur von Schney, sondern für alle Bürger der Stadt. Die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes an der Zeil ist ein wichtiger, zukunftsweisender Faktor für die positive Entwicklung von Schney. Ich hoffe und wünsche mir, dass der positive Trend, die positive Entwicklung unserer Stadt in den letzten Jahren anhält und somit auch Schney und alle Ortsteile gute Voraussetzungen für die Zukunft haben.

Welche großen Pläne stehen in nächsten Jahren für Sie an erster Stelle?
Rudi Breuning: Wie ja den meisten bekannt ist, bin ich der erste Vorsitzende der Turnerschaft Lichtenfels und ich sehe es als eine der wichtigsten Aufgaben an, mich auch in der Zukunft mit Mut und Entschlossenheit zum Wohle unseres Vereins einzusetzen. Unsere Vereine sind doch eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft, ohne sie wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Natürlich werde ich mich als Stadtrat, auch in der näheren Zukunft, weiter zum Wohle meiner Schneyer Bevölkerung und der Stadt Lichtenfels einsetzen Nur zusammen, mit Verwaltung, Stadtrat und Bevölkerung, wird es uns gelingen. Ich hoffe und wünsche mir, dass ich meinen Beitrag dazu leisten kann, zum Wohle aller Bürger von Lichtenfels. Was die Zukunft sonst noch bringt, wer weiß?

Welche Stärken, welche Schwächen hat Schney?
Rudi Breuning:
Stärken:
- alle wichtigen Einrichtungen wie Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule, Arzt und Apotheke
- viele Vereine zur Freizeitgestaltung
- das Bildungszentrum Schloss Schney
- Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbe/Industriebetriebe an der Zeil
- Bauplätze für Familien können geschaffen werden, Flächen sind vorhanden
- Geschäfte für die Versorgung der Bevölkerung
- zentrale Lage, kurze Wege zur Innenstadt
- Busverbindung zur Kernstadt und den anderen Ortsteilen
- für evangelische und katholische Christen sind Kirchen vorhanden
- eine Bahnhaltestelle
- Freizeitgestaltung in verschiedenen Vereinen ist möglich
Schwächen:
- mangelnde Wohnqualität entlang der Hauptstraße durch Schney
- große Belastung der Bevölkerung durch den enormen PKW- und LKW-Verkehr, wird durch den Ausbau der B 173 noch zunehmen
- Verkehr durch Schney, Kreisstraße, müsste dringend reduziert werden
- Tempo 30 Zone müsste ausgeweitet werden, Grundschule und Geschäfte (Aufgabe des Landratsamtes, da Kreisstraße; Antrag schon Anfang 2015 gestellt, bisher keine Reaktion)
- der größte Ortsteil sollte einen Wertstoffhof haben (alle Wertstoffe müssen umständlich und klimaschädlich durch Lichtenfels bis zum Wertstoffhof gefahren werden; auch dafür ist der Landkreis zuständig)
- leider gibt es keine Gastwirtschaft mehr Schney

Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage in Schney? Was müsste getan werden, um Schney weiter voran zu bringen?
Rudi Breuning: Die wirtschaftliche Lage in Schney hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Das Industriegebiet An der Zeil entwickelt sich mit zukunftsträchtigen Firmen immer mehr, was natürlich den Wirtschaftsstandort Schney weiter stärkt. Auch die Stadt Lichtenfels unternimmt alles was möglich ist, um die Entwicklung im Industriegebiet An der Zeil zu fördern, um die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Betriebe zu schaffen. Mit dem Industriegebiet An der Zeil ist die Stadt, sind wir auf dem richtigen Weg für eine gute und erfolgreiche Zukunft.

Was ist Ihrer Meinung nach derzeit das wichtigste Thema in Schney?
Rudi Breuning: Das wichtigste Thema in Schney ist zur Zeit, dass der Verkehr durch den Ort (auch der Schwerlastverkehr) immer mehr zunimmt und wenn der Ausbau der B 173 wie geplant durchgeführt wird (vier Spuren), wird der Verkehr weiter zunehmen und vermutlich zum Verkehrschaos führen. Die ständige Zunahme der Fahrzeuge bei viel zu hoher Geschwindigkeit ist aktuell das aktuell wichtigste und größte Problem.

Was mögen Sie persönlich an Schney am liebsten und warum leben Sie gerne in Schney?
Elke Werner: Es ist schön, dass wir hier in Schney naturnah und doch zentral liegen. Man kann von Schney aus bequem mit Bus und Bahn problemlos überall hinfahren. Wir haben gleich zwei Hallenbäder zur Verfügung, zum einen in Lichtenfels das Merania Hallenbad, das im Winter wie im Sommer gut zu nutzen ist, und auch im Nachbarort Michelau, das auch bequem mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Im Sommer hat man die Gelegenheit, im nahegelegenen Ortswiesensee in Wallenstadt zu schwimmen oder im Flussbad, beide Möglichkeiten sind hervorragend mit Liegewiese und Kinderschwimmbereichen ausgestattet. Wir haben auch viele schöne Möglichkeiten zum Laufen und Radeln, wo selbst der ungeübte Sportler kurze Strecken findet, die ihn durch Wald und Flur führen. Auch haben wir in Schney Läden, in denen wir das Lebensnotwendigste bekommen, dies reicht vom Nahversorger über Metzger, Bäcker, Friseur und einer Postfiliale bis hin zu verschiedenen Handwerksbetrieben.

Was glauben Sie, schätzen die Schneyer am meisten an ihrem Heimatort?
Elke Werner: Schney hat von der Einwohnerzahl und der Fläche eine Größe, bei der man nicht aufeinander sitzt, aber dennoch Anschluss findet, wenn man dies möchte, und dann ein gutes Miteinander pflegt.

Ein junges Ehepaar möchte vielleicht nach Schney ziehen und wendet sich an Sie. Mit welchen Argumenten überzeugen Sie die Interessenten, in den Ort zu ziehen?
Elke Werner: Hier würde ich die Punkte aufführen, die auch mir persönlich gefallen. Auch würde ich noch angeben, dass hier in Schney ein Kindergarten/Kinderkrippe und eine Grundschule vor Ort sind. Wir haben zwei schöne Kinderspielplätze, die gut zu Fuß erreichbar sind und zum Verweilen einladen. Einer davon liegt mitten im Neubaugebiet und einer unterhalb der Kirche, auf der Kirchweiherwiese. Die Schlossgaststätte lädt von Freitag bis Sonntag zum Essen und Trinken ein.

Familienfreundlichkeit ist für viele Bürger sehr wichtig. Wie ist Schney bei diesem Thema aufgestellt? Was wird speziell für Kinder und Jugendliche angeboten?
Elke Werner: Wir haben vor Ort zwölf Vereine, die alle für Kinder und Jugendliche verschiedene Aktionen anbieten - von Sport über Zeltlager bis hin zum Basteln.

Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig an. Was tut Schney für seine Senioren?
Elke Werner: Wie für Kinder und Jugendliche etwas getan wird, so finden auch die Senioren von Schney in der Vereinswelt jede Menge Aktivitäten und Zusammenkünfte, bei denen sie sich austauschen können.

Zum Abschluss: Formulieren Sie in einem Satz, was Schney besonders macht.
Elke Werner: Die "Schneyer" sind und bleiben ein eigenes Volk, und das ist gut so, irgendwas muss uns schließlich von den anderen unterscheiden! Nicht umsonst heißt es: Wir sind in "DER Schney" zuhause!
Rudi Breuning: Wir Schneyer sind offene, ehrliche, hilfsbereite, aber auch kritische Bürger und stolz auf unsere Vergangenheit. Wir sind nicht leicht zu handhaben, aber tolerant und weltoffen.


Ich lebe gerne in Schney, weil ...

Elke Werner, 52 Jahre: "Ich wohne seit 30 Jahren in Schney und habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Wir haben eine gute Anbindung von Bussen und Bahn. Auch an sportlichen Aktivitäten wird in Schney einiges geboten und man hat sogar einen Baggersee in greifbarer Nähe. Als SPD-Ortsvereinsvorsitzende gefällt mir die Herausforderung, gemeinsam mit anderen Vereinen etwas für die Dorfgemeinschaft zu tun, um den Ort auch weiterhin liebens- und lebenswert zu erhalten."

Rudi Breunig, 69 Jahre: "Ich bin ein Ur-Schneyer. Hier bin ich geboren, aufgewachsen, ich kenne die Menschen, die hier leben und ich bin eingebunden in das Vereinsleben. Zwar sind die Menschen nicht ganz einfach zu handhaben, aber wer sich einfügt in die Gemeinschaft, wird auch aufgenommen. Außerdem ist in Schney alles vorhanden: Kindergarten, Grundschule, Metzgereien. Alles was man braucht."
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