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Ortsporträt Grossheirath

Einsatz für die Dorfgemeinschaft

Die über 30 Vereine in Großheirath stärken die Dorfgemeinschaft und richten zahlreiche, schöne Feste aus.
Auch das ehemalige Rathaus in Gossenberg kann sich sehen lassen. Fotos: Harlad Koch
 
von PR-REDAKTION


Grußwort von Bürgermeister Udo Siegel

Was wären unsere Ortschaften ohne Vereine und Verbände? Um sehr vieles ärmer. Das kulturelle und gesellschaftliche Leben unserer Kommunen wird überwiegend durch Veranstaltungen und das Engagement der Vereine geprägt. Die Gemeinde kann im Rahmen der Möglichkeiten nur unterstützend oder ergänzend tätig werden. In Großheirath stehen über 30 Vereine für intakte Dorfgemeinschaften, für kulturelles Leben, vielseitige Feste und Veranstaltungen.
In verschiedenen Ortsteilen werden durch die Vereine auch Stammtische angeboten und mit gutem Besuch durchgeführt. Da es dort keine Gastronomie mehr gibt, sind das wichtige Treffpunkte für die menschliche Kommunikation. Unsere Marienvereine übernehmen einen Großteil der Seniorenarbeit durch ihre Veranstaltungen und Vorträge.
Besondere Verdienste erwarben sich unsere Vereine in der Jugendarbeit. Hier wird nicht nur der eigene Nachwuchs an den Verein herangeführt, sondern auch die Gemeinde in erheblichem Maße unterstützt. Die Vielfalt der Angebote bieten, denke ich, für jeden Jugendlichen etwas. Ein breites Spektrum wird hier angeboten, das von den verschiedensten Sportarten über Feuerwehr, Gesang, bis hin zum Erleben der Natur, wie es beispielsweise unsere Gartenbauvereine bieten, reicht. Ein großer Dank, geht hier an die Betreuerinnen und Betreuer, die Woche für Woche auch einen Erziehungsauftrag für unsere Gesellschaft erfüllen - einen wichtigen Dienst für die Allgemeinheit.
Herausragende Arbeit in den Ortsgemeinschaften leisten unsere örtlichen Feuerwehren, die weit über den Feuerwehrdienst hinausreicht. Die Freiwilligen Feuerwehren sind für mich das Paradebeispiel von gelebtem Ehrenamt. Allzeit bereit, wenn sie zur Hilfe für den Mitmenschen ausrücken müssen - Tag und Nacht, Sonn- und Feiertags, Sommer wie Winter.
Das alles ohne Bezahlung. Wenn die Sirene ertönt, der Funkmeldeempfänger piept oder das Handy einen Alarm sendet, sind sie bereit zur Hilfeleistung. Für unsere Kommunen haben unsere Feuerwehren einen hohen Stellenwert. Müssten die Aufgaben der Feuerwehren, die sich auf die Worte: Retten -Löschen -Bergen - Schützen festmachen lassen, durch berufsmäßige Feuerwehrleute wahrgenommen werden, kämmen Kosten auf die Kommunen und den Staat zu, die nicht zu bezahlen wären.
Die Aufgaben der Feuerwehren sind in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen. In Zukunft kommen noch die neue ICE- Strecke zu dem Aufgabenspektrum hinzu. Mit den sogenannten Tunnelbasiseinheiten steigern sich die Herausforderungen an unsere Wehren weiter. Ich kann nur hoffen, dass es allen Feuerwehren weiterhin gelingt Jugendliche zu begeistern, um den Fortbestand zu gewährleisten.
Abschließend möchte ich allen Vereinen und vor allem den Mitgliedern danken, die sich für ein aktives Vereinsleben einsetzen und mithelfen unsere Orte lebenswert zu erhalten.


Freiwillige Feuerwehr Großheirath

Die Feuerwehr Großheirath besteht aus 43 aktiven Feuerwehrleuten, darunter sind sechs Frauen. Die Kommandanten Andreas Hümmer und Jens Zetzmann organisieren den Dienst in zwei Gruppen. Für den Ernstfall stehen der Feuerwehr 19 Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. In der Atemschutzgruppe engagieren sich auch einige Kameraden der Feuerwehr Buchenrod und Neuses an den Eichen. Als Einsatzfahrzeug verfügt die Wehr seit dem Jahr 2007 über ein TSF-W. Der Einsatzbereich der Großheirather Wehr ist in den vergangenen Jahren durch den Bau des Autobahnzubringers B289 neu, der ICE-Neubaustrecke und dem Gewerbegebiet Großheirath Nord erheblich größer geworden. Im Bereich der Gemeinde Großheirath üben die Ortswehren regelmäßig zusammen, damit im Ernstfall effektiv geholfen werden kann.
Zu den aktiven Feuerwehrleuten kommen noch eine Jugend- und eine Kindergruppe hinzu. Der Jugendwart Sebastian Engel leitet in der Jugendgruppe 17 Jugendliche an, die mit Spaß und Freude bei der Sache sind. Die Kindergruppe gibt es seit 2011. Ihr gehören elf Kinder an und die Kinder werden von Julia Hahn betreut.
Neben der Feuerwehr gibt es den Feuerwehrverein mit über 140 Mitgliedern. Der Verein kümmert sich vor allem um die Kameradschaft. Unter anderem gibt es jährlich einen gemeinsamen Ausflug, in den Wintermonaten Stammtische und etliche weitere Veranstaltungen. Der Feuerwehrverein feierte dieses Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wurde mit einer Tanzveranstaltung, einem Festkommers und einem Tag der offenen Tür gefeiert. Zusätzlich wurde der Bezirkserwachsenenleistungsmarsch in Großheirath ausgerichtet, an dem fast 100 Feuerwehrgruppen aus ganz Oberfranken teilnahmen.


Dorfgemeinschaft Rossach

Die Dorfgemeinschaft Rossach entstand am 14. August 2008 durch die Verschmelzung des Gartenbauvereins und des Bürgervereins. Der Gartenbauverein Rossach wurde im Jahre 1906 erstmals im Mitgliederverzeichnis des damaligen Landesobstbauvereins für das Herzogtum Coburg aufgeführt. Hauptanliegen war die Förderung des Obstbaus und schon im Jahr 1910 schaffte der Verein eine Obstkelter an. Seither verarbeitet man in Rossach das anfallende Obst zu Saft. Die im Jahr 2007 neu angeschafften Keltergeräte bilden die Basis, dass auch in Zukunft in Rossach wertvoller Saft gekeltert werden kann. Die Kelterei liegt in der Ortsmitte und wurde 1999 vom Hirtenberg ins alte Milchhaus verlegt und erneuert, denn in Rossachs Gärten sind circa 68 verschiedene Apfelsorten und circa 25 Birnensorten in diversen Obstbeständen versteckt. Deshalb ist das Kelter auch ein großer Schwerpunkt der Dorfgemeinschaft Rossach. In starken Fruchtjahren wurden bereits bis zu 26873 Liter Saft hergestellt und abgefüllt. Jeder bekommt den Saft aus seinen eigenen Äpfeln. Die Keltermannschaft besteht zurzeit aus zwölf Helfern. Die Keltersaison beginnt Mitte oder Ende September und endet Ende Oktober oder Anfang November, je nach Reifegrad und Ernteaufkommen des Obstes.
Im Jahr 1986 fand erstmals der Rossacher Frühlingsmarkt statt, der seither gemeinsam mit dem Bürgerverein organisiert und veranstaltet wurde und jährlich an Christi Himmelfahrt stattfindet.
Der Bürgerverein Rossach wurde am 15. Februar 1978 gegründet. Die ersten Themen waren der Anschluss an die Fernwasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, die Einführung der Müllabfuhr und die Südzufahrt im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 4. Zunehmend stand auch die Verschönerung des Ortes sowie die Wohn- und Lebensqualität im Mittelpunkt des Vereinslebens.
Die Dorfgemeinschaft Rossach griff die vielfältigen Aktivitäten beider Vereine auf. Insbesondere der Rossacher Frühlingsmarkt und der jährliche Keltereibetrieb bilden noch heute die Schwerpunkte im Vereinsleben. Zweck des Vereins ist die Förderung der Belange von Rossach. Die Mitglieder setzen sich für die Interessen des Ortes Rossach ein, um die Wohn- und Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern. Sie pflegen den Zusammenhalt der Bevölkerung und das Gemeinschaftsgefühl durch eigene Aktivitäten und Veranstaltungen. Zudem setzt sich die Dorfgemeinschaft Rossach im Rahmen der Gartenkultur und der Landespflege für den Erhalt und die Pflege eines schönen Ortsbildes, der Natur und der Umwelt ein. Die Vereinsmitglieder fühlen sich der Geschichte und den Traditionen des Ortes verpflichtet und fördern Kultur und Heimatpflege.
Die Konfirmandenbäume haben eine lange Tradition und der Verein möchte diesen wichtigen Punkt im Leben der jungen Leute von Konfirmation oder Kommunion unterstreichen. Ein Obstbaum soll an diesen Tag erinnern, weshalb sich jeder einen Baum aussuchen darf, der dann gemeinsam gepflanzt wird.
Der Gartenstammtisch ist meist ein kleiner Kreis, kommen kann, wer Zeit und Lust hat, anmelden muss man sich nicht. Besprochen werden Vorträge, die der Landesgartenverband und der Kreisgartenverband anbieten, was in den eigenen Gärten so wächst und es werden Erfahrungen ausgetauscht. Fachvorträge und zum Beispiel Pilzwanderungen, Schnittkurse oder Wildgemüse suchen werden rechtzeitig im Amtsblatt bekannt gegeben und finden dann im Feuerwehrhaus statt.
Auch die Spielplätze liegen der Dorfgemeinschaft am Herzen und es werden Arbeitseinsätze zur Verschönerung durchgeführt. Mit möglichst vielen freiwilligen Helfern aus dem Ort wird den Spielgeräten mit Farbe und Pinsel zu Leibe gerückt und die Kinder dürfen auch selbst mit Hand anlegen.
Seniorennachmittage finden einmal im Monat im Sportheim bei geselligem Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen statt. Auch Fachvorträge zu Themen wie Gesundheit, Schutz vor Einbruch und Diebstahl bis hin zum Brotbacken werden angeboten. Außerdem gibt es Diavorträge über Reiseziele wie die Lüneburger Heide oder das Nordkap. Interessante Ausflüge werden drei Mal im Jahr organisiert und so gestaltet, dass es den Älteren möglich ist, mitzufahren. Gerne bieten die Senioren ihre Mithilfe in den anderen Sparten an und sind auch bei jedem Fest zu finden. Mehr Infos über die Dorfgemeinschaft Rossach gibt es im Internet unter www.rossach.com.


TSV Rossach

Der TSV Rossach setzt sich zurzeit aus folgenden Sparten zusammen: Fußball, Gymnastik, Walken.
Die Walkergruppe unter fachmännischer und geprüfter Leitung von Norbert Müller ist seit 2015 aktiv und läuft regelmäßig Freitagnachmittags. Inzwischen ist die Gruppe auf circa 15 Personen angewachsen. Das Walken soll all diejenigen ansprechen, welche gerne in der Gruppe laufen und sich dabei an frischer Luft ohne Stress bewegen wollen. Besonders gut für "angeschlagene" Fußballer, welche diesem Hobby gesundheitsbedingt nicht mehr frönen können, aber die lange gelebte Gemeinschaft nicht verlieren wollen.
Die Gymnastikabteilung unter der Führung von Ute Antoni und Andrea Siegel ist regelmäßig montags aktiv. Unterstützt wird sie von ausgebildeten Medau-Schülerinnen. Die Teilnahme an den Übungsstunden sind - außer dem reduzierten Mitgliedsbeitrag - kostenlos und finden in der Schulturnhalle in Großheirath statt.
Die größte Abteilung ist die Fußballabteilung. Angefangen von der eigeständigen G-Jugend - das sind Kindergartenkinder - bis zu den Alten Herren, kann hier jeder dem Fußballsport nachgehen. Dem G-Jugend Betreuerteam Jens Eichhorn und Marion Bernhardt gelang es in der vergangenen Saison eine Mannschaft von ursprünglich sieben bis auf mehr als 20 Kids zu begeistern. Olaf Hetz-Heinold übernimmt für diese neue Saison die "kleinsten". Ab der F-Jugend aufwärts wurden Spielgemeinschaften mit den umliegenden Vereinen eingegangen: SV Schottenstein, TSV Gleußen, SV Memmelsdorf und TSV Untermerzbach. Damit soll gewährleistet werden, dass der Fußballsport im Itzgrund und in der näheren Umgebung für die Zukunft dauerhaft überlebt. Die langjährigen Betreuer Timo Amend, Andreas Volk, Stefan Kestel, Oliver Pohl, Dirk Hoffmann sowie Ralf Oberender, Werner Münch, Peter Gerhardt und Frank Strobel sind beziehungsweise standen für diese große Herausforderung zur Verfügung. Ferner sind hier vom TSV Gleußen Oliver Nagl, Rainer Scheler und Markus Schätz als uneigennützige Betreuer zu nennen.
Der Vereinsausschuss hat in den vergangenen Jahren wesentliches erreicht und umgesetzt. Neben der dringend nötigen Grundsanierung des Einser Platzes (Sanden, Bodenbearbeitung) wurde noch mit erheblicher Eigenleistung die Außenanlage angelegt, so dass sich Stand heute ein ansehnliches Gesamtbild ergibt. Die Garagen am oberen Platz erhielten einen neuen Anstrich, ebenso der Wirtschaftsraum mit den gesamten Umkleidekabinen. Es wurde der Bratwurstraum neu gestaltet und die Außenansicht neu verputzt. Im Jahr vorher wurde bereits eine ergänzende Flutlichtanlage mit erheblichen Kosten installiert. Weitere Aktionen der vergangenen Jahre waren: Verlegung des Wasseranschlusses zur Bewässerung des unteren Platzes, Einzäunung des Gastanks, Schutzmaßnahmen gegen Starkregen oberhalb des Sportheimes. Zurzeit wird die Eigenwasserversorgung abgeschlossen. Hier wurde ein 50-Meter-Tiefbohrbrunnen erstellt, damit für die Zukunft die Bewässerung in Eigenregie sichergestellt ist.
Die alljährlichen, regelmäßigen gesellschaftlichen Veranstaltungen setzten sich aus der inzwischen gut angenommenen "Après Ski Party" der Senioren im Frühjahr, dem Sonnwendfeuer im Juni sowie der Kirchweih im Herbst zusammen und werden von der Bevölkerung gerne und rege besucht, zumal es hier an fränkischen Köstlichkeiten nicht fehlt. Die Örtlichkeit ist besonders auch für ältere Senioren gut geeignet, da keine Treppen zu überwinden und alle Räume ebenerdig zu erreichen sind. Auch für Familien ist das Areal bestens prädestiniert, da weit und breit keine Straße verläuft und sich die Kinder austoben können.
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