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Ortsporträt Sonnefeld

Ehrenamt macht die Gesellschaft reicher

75 Vereine und Verbände in der Gemeinde Sonnefeld prägen das gesellschaftliche Leben und Miteinander.
Vom Brunnenberg hat man einen schönen Ausblick auf die evangelische Pfarrkirche.  Fotos: Harald Koch
 
von PR-REDAKTION


Grußwort von Bürgermeister Michael Keilich

Tue Gutes und rede nicht darüber - das ist die Haltung der meisten ehrenamtlich Tätigen. Eine noble Einstellung, die auf sympathische Weise anders geartet ist als viele gängige Verhaltensweisen.
Ich möchte das nicht als Kritik, weder an der Gesellschaft noch an den Medien verstanden wissen. Natürlich ist das Sichtbare, das Spektakuläre, das Aktuelle interessanter. Die Gesellschaft und die Medien gehen zu den Veranstaltungen, zu den Jubiläen, zu Richtfesten und Einweihungen. Verborgen bleibt dabei oft die Arbeit, die dahinter steckt, ein solches Ereignis vorzubereiten.
Selbst die Engagierten wenden sich etwas ab vom traditionellen Ehrenamt in Form einer auf Dauer verpflichtenden Funktion. Bei aller Not, Menschen zu finden, die sich in die Strukturen und Aufgaben der Vereine und Organisationen einbinden lassen - es gibt immer wieder genügend Menschen, die sich für eine vorübergehende Zeitspanne durchaus bereit erklären, an einem Projekt mitzuarbeiten. Das geht vom Wände streichen im Kindergarten über den Elternbeirat in der Schule, dem Müll sammeln im Park oder am Fluss bis zum Protest gegen Bahnhöfe, Startbahnen oder Hochspannungsleitungen.
Und doch sind da Menschen, die auch Daueraufgaben in den 75 Vereinen und Verbänden in der Gemeinde Sonnefeld übernehmen, und somit unser gesellschaftliches Leben prägen. Denken wir uns all die Veranstaltungen einmal weg, die von Ehrenamtlichen übers Jahr organisiert werden, denken wir uns die Hilfe und Unterstützung durch Freiwillige weg - unser Leben in der Gemeinde wäre einerseits recht langweilig und trist; andererseits stünden wir in vielen Fällen ohne dringend notwendige Hilfe und Unterstützung da. Durch das ehrenamtliche Engagement wird unsere Gesellschaft menschlicher und reicher und es macht sie leistungsfähiger.
Auch die Kommunalpolitik ist ehrenamtlich strukturiert. Die Parteien und Gruppierungen haben es gerade auf Gemeindeebene nicht leicht, die nötige Zahl an qualifizierten Bewerbern aufzustellen. Zu viele geeignete Mitbürgerinnen und Mitbürger wollen sich das nicht antun. Wie viele andere ist auch dieses Ehrenamt eben nicht vergnügungssteuerpflichtig.
Ein Ehrenamt zu übernehmen ist selbstverständlich eine Frage der Ehre, aber es ist auch eine Frage der Wertschätzung und Anerkennung durch unsere Gesellschaft. Dem ehrenamtlich Tätigen muss deutlich gemacht werden, wie sehr man seinen freiwilligen Einsatz anerkennt.
Wir tun das, indem wir Auszeichnungen verleihen, die ihre oftmals im Stillen und Verborgenen erbrachten selbstlosen Aktivitäten für die Allgemeinheit sichtbar machen sollen. Damit wollen wir in zweifacher Hinsicht ein Zeichen setzen: Wir wollen ihnen zeigen, welch großes Maß an Hochachtung wir ihrem Engagement entgegenbringen. Und wir wollen alle anderen damit zum Nachdenken und möglichst auch zum Nachmachen anregen.
Unsere freiwilligen Feuerwehren übernehmen eine der wichtigsten Aufgaben in einer Gemeinde. Feuerschutz ist kommunale Pflichtaufgabe und zum Schutz der Bevölkerung und deren Hab und Gut unerlässlich. Die Feuerwehren der Gemeinde Sonnefeld wurden in den letzten Jahren mit neuen Fahrzeugen ausgerüstet und auch Neubauten und Anbauten von Feuerwehrhäusern sind geschaffen worden.
Zusammen mit der BRK-Bereitschaft und der Wasserwacht konnte in Sonnefeld eine First Responder Gruppe ins Leben gerufen werden. Ehrenamtlich wird hier schnelle und professionelle Erste-Hilfe geleistet, die vielen Bürgerinnen und Bürgern in manchen, zum Teil lebensbedrohlichen, Situationen, geholfen hat.
Als Bürgermeister der Gemeinde Sonnefeld ist es mir sehr wichtig, weiterhin aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Dienst zu leisten. Mit dieser Verpflichtung möchte ich unseren Mitbürgern zeigen, dass ehrenamtlicher Dienst auch trotz eines übervollen Terminkalenders machbar ist.
Mein herzlicher Dank gilt Ihnen allen ebenso wie mein Respekt. Ich bin stolz, dass unsere Gemeinde solche Bürger hat! Ich möchte am Ende die Gelegenheit nutzen, um den Menschen zu danken, die sich ehrenamtlich engagieren und die Verantwortung übernehmen, Menschen, die unser dörfliches Leben am Laufen halten und unsere Gemeinde liebens- und lebenswert machen.


Schützenverein Steinachtal Hassenberg

Gegründet im Jahr 1955, hat der Schützenverein Steinachtal Hassenberg heute 105 Mitglieder. Der Vorstand besteht aus dem Ersten Vorsitzenden Matthias Jäkel, dem Zweiten Vorsitzenden Klaus Müller, Schießleiter Erwin Müller, Kassier Erwin Reichstätter und Jugendleiter Simone Jäkel. Amtierender Schützenkönig ist Uwe Boratt, den Titel des Jungschützenkönig trägt derzeit Konrad Hofmann.
Die aktiven Schützen teilen sich in zwei Luftgewehrmannschaften, eine Luftpistolenmannschaft, eine Sportpistolenmannschaft und acht aktive Jungschützen auf. Im abgelaufenen Wettkampfjahr schaffte die 1. Luftgewehrmannschaft den Aufstieg von der Gauklasse in die Gauliga. Zum neuen Wettkampfjahr wird die Mannschaft mit drei Jungschützen starten. Die 2. Luftgewehrmannschaft steigt ebenfalls auf und zwar von der B-Klasse in die A-Klasse.
Zu den größten Erfolgen des Vereins zählt die Teilnahme von Alexander Langbein bei der Deutschen Meisterschaft zur Jugendzeit in den 1990er-Jahren sowie der 5. Platz von Daniela Jäkel bei den Deutschen Meisterschaften 2007 mit dem Luftgewehr im Schülerbereich. Im Jahr 2016 wurde der Jungschütze Tobias Geiger 1. Bezirksjugendritter. Die Jungschützen trainieren immer freitags ab 17.30 Uhr. Um auch jüngere Kinder, also unter zehn Jahren, an den Schießsport heranzuführen, hat der Schützenverein in diesem Jahr ein Lichtpunktgewehr angeschafft. Highlight des Jahres ist das Schützenfest im Juni. Zwei Tage lang wird auf dem Schützengelände mit Festgottesdienst und Kaffeenachmittag gefeiert. Am Samstag ist immer die Preisverteilung des Jedermannschießens, heuer mit 116 Hobbyschützen und 38 Mannschaften. Außerdem wird für die Kinder unter 14 Jahren der Vogelkönig mit dem Lichtpunktgewehr ausgeschossen.


Feuerwehr Sonnefeld

Die Feuerwehr Sonnefeld setzt sich aus dem Löschzug Zentrum und den Ortsteilen Bieberbach, Oberwasungen, Weischau und Zedersdorf zusammen. Die Ortsteile verfügen jeweils über einen Tragkraftspritzenanhänger. Das Einsatzspektrum der Feuerwehr Sonnefeld ist breit gestreut. Von einfachen technischen Aufgaben - zum Beispiel dem Beseitigen einer Ölspur oder Sicherheitswachen - bis zur umfangreichen technischen Hilfe bei Verkehrsunfällen, Bränden, Unwettern oder überörtlichen Löschhilfen ist alles dabei. Weiterhin unterhält die Feuerwehr eine First Responder Gruppe. Diese Gruppe setzt sich aus Kameraden der Feuerwehr Sonnefeld, BRK-Bereitschaft Sonnefeld und der Wasserwacht Sonnefeld zusammen. Die Gesamteinsatzzahl der Feuerwehr Sonnefeld pendelt zwischen 250 bis 300 Einsätzen pro Jahr.
Viele Orts- und Kreisstraßen, die Bundesstraße 303 und die A 73 gehören zum Einsatzgebiet der Wehr. Neben den aktiven Feuerwehrdienstleistenden gibt es in der Feuerwehr Sonnefeld auch passive und fördernde Mitglieder, die dem Feuerwehrverein angehören. Passive Mitglieder kommen aus der ehemaligen aktiven Wehr. Die fördernden Mitglieder unterstützen den Feuerwehrverein finanziell.
Die Jugendarbeit ist für uns eine der wichtigsten Aufgaben, um die Mannschaftsstärke im aktiven Dienst sicherzustellen. Der Nachwuchs in Sonnefeld und den Ortsteilen ist im Moment noch zufriedenstellend. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.feuerwehr-sonnefeld.de.


Ich lebe gerne in Sonnefeld, weil...

Holger Grundmann, Feuerwehr Sonnfeld: Ich wohne sehr gerne in Sonnefeld, da hier seit 19 Jahren mein Lebensmittelpunkt ist. Trotz der Größe ist Sonnefeld ein Dorf geblieben, wo man sich kennt und grüßt und immer Zeit für ein nettes Gespräch hat. Besonders liebe ich im Sommer die baumbestandene Ortsdurchfahrt im Dämmerlicht, wenn Domäne und Klosterkirche leuchtend erstrahlen. Ich bin Feuerwehrler mit Leib und Seele und auf die Truppe hier in Sonnefeld kann die Gemeinde stolz sein. Und mal am Rande: Welche Gemeinde in dieser Größe hat einen Bürgermeister, der auch noch während der Arbeitszeit Einsätze mitfährt? Wir schon, gelebte Kameradschaft eben. Für mich ist es eine Freude dazu zu gehören.

Lukas Tenschert, Atemschutzgerätewart: Mir gefällt die Gemeinde Sonnefeld, weil ich hier aufgewachsen und seit meiner Kindheit in verschiedenen Vereinen tätig bin. Auch die ländliche Lage und dass man sich hier noch grüßt finde ich gut. Die Feuerwehr ist in meinen Augen der Verein mit den wichtigsten Aufgaben und einer super Kameradschaft. Die vielseitige Technik und das breit gefächerte Aufgabenfeld sind sehr interessant. Auch die Feste der Feuerwehren am 1. Mai sind jedes Jahr ein Highlight und immer gut besucht.
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