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Neubau

Neues Rettungszentrum in Wiesentheid

Alle unter einem Dach: Das neue Rettungszentrum bietet viele Vorteile für die BRK-Einsatzkräfte im Markt Wiesentheid.
Sie freuen über einen modernen Arbeitsplatz (von links): Stellvertretender Bereitschaftsleiter, Florian Heseding, Bereitschaftsleiter Christian Sturm, Bürgermeister Dr. Werner Knaier und der Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes Harald Erhard.  Foto: Ralf Dieter
 
von PR-REDAKTION
Frisch sieht es aus, das neue Rettungszentrum, das der Markt Wiesentheid in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz errichtet hat, ist ein kleines Schmuckstück - und dennoch funktional. Mit einem Festakt wurde es offiziell seiner Bestimmung übergeben. Seit Ende Mai sind die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte bereits in dem rund 700 Quadratmeter großen Bau in der Korbacher Straße untergebracht. "Es hat sich alles wunderbar eingespielt", sagt Christian Sturm. Etliche Einsätze sind schon gefahren worden. "Der erste ausgerechnet am Tag des Umzuges", erinnert sich der Bereitschaftsleiter des BRK in Wiesentheid. Die rund 60 Mitglieder der Bereitschaft seien jedenfalls begeistert von den neuen Räumlichkeiten.


Kürzere Wege

"Hier sind drei Standbeine unter einem Dach untergebracht", freut sich der Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, Harald Erhard. Die Folge: Synergieeffekte, die jetzt deutlich besser genutzt werden, weil die Wege viel kürzer geworden sind.
Bis zum Umzug war der Rettungsdienst auf dem Gelände des Blutspendedienstes untergebracht. Die Kapazitäten reichten allerdings nicht mehr aus. Gleiches galt für die Bereitschaft, die am Marienplatz, mitten im Ort untergebracht war. 2009 zogen die Fahrzeuge ins ehemalige Feuerwehrhaus in der Frommgasse. "Das war schon nicht ideal", erinnert sich Sturm. Noch schwieriger wurde die Situation, als vor drei Jahren die Decke im Lehrsaal am Marienplatz einbrach. "Eine Sanierung wäre nicht zielführend gewesen", betont Sturm.
Die Gemeinde entschied sich - in enger Abstimmung mit dem BRK vor Ort - für einen Neubau. "Die richtige Entscheidung", sagt Bürgermeister Dr. Werner Knaier und blickt sich um. Jetzt gibt es einen hellen und geräumigen Schulungsraum und eine modern eingerichtete Küche. Der Notarztdienst und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte finden auf dem Gelände ebenfalls ein zweckmäßiges Umfeld. "Die Notärzte haben für ihre Arbeit einfach mehr Platz gebraucht", sagt Knaier und führt in das Zimmer, in dem Bett, Schreibtisch, TV und ein separates WC mit Dusche eingebaut sind. "Ärzteappartement", nennt es Harald Erhard scherzhaft und zählt die Vorteile auf: Nach dem Einsatz kann sich der Notarzt zurückziehen und sich ausruhen. Er kann sogar seine Familie empfangen, wenn der Dienst auf ein Wochenende fällt. Hat er Lust auf Geselligkeit, geht er einfach einen Stock tiefer. Sechs bis zehn haupt- beziehungsweise ehrenamtliche Kräfte verrichten dort über den Tag verteilt ihren Dienst - es sei denn, sie sind zu einem Einsatz gerufen worden. Der findet in einem Radius von rund 20 Kilometern statt. Dank der Lage im Gewerbegebiet in Richtung Rüdenhausen, sind die Einsatzkräfte schneller als früher auf der Autobahn.


Niedriges Durchschnittsalter

Kreisgeschäftsführer Erhard ist stolz auf die Entwicklung in Wiesentheid. Nicht nur wegen des Neubaus, der vom Spatenstich bis zur Fertigstellung weniger als ein Jahr dauerte. Erhard imponiert auch die Altersstruktur der ehrenamtlichen Helfer vor Ort. "Das Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren", informiert Bereitschaftsleiter Christian Sturm, selbst gerade mal 33 Jahre alt.
Rund 8900 Stunden haben die Frauen und Männer im letzten Jahr ehrenamtlich geleistet. 45 Mal sind sie mit dem Rettungswagen ausgerückt. Die hauptamtlichen Kräfte kamen auf etwas mehr als 1500 Einsätze im Rettungswagen. Ehrenamt und Hauptamt sind jedenfalls besser miteinander verzahnt. "Die Absprachen sind einfacher geworden." Nicht nur das. Der Standort im Gewerbegebiet ermöglicht deutlich mehr Stellplätze.
Die Baukosten lagen bei knapp einer Million Euro.
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