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Eröffnung

Klares Bekenntnis zu Untersteinach

Mit einer neuen Halle baut die Stettler Kunststofftechnik GmbH & Co. KG ihren oberfränkischen Standort nachhaltig aus.
Seit rund 35 Jahren ist das Unternehmen Stettler in der Region verwurzelt. Nicht wenige sind seit der Ausbildung hier. Fotos: Stettler Kunststofftechnik GmbH & Co. KG
 
von PR-REDAKTION
Nicht einmal zehn Jahre sind seit der Eröffnung des letzten großen Bauprojektes vergangen. Die damals neue Produktionshalle ist mittlerweile nicht nur mit Leben, sondern auch dicht mit Maschinen gefüllt. Für das Stettler-Team um die beiden Geschäftsführer Matthias Seelmann und Klaus Romeis höchste Zeit, sich abermals um das langfristige Fortbestehen des Unternehmens zu kümmern. Mit einer neuen Halle und weiteren Expansionsflächen machen die Mittelständler ihren Hauptsitz in Burgwindheim/Untersteinach fit für die Zukunft.

Federleicht liegt das kleine Teilchen in der Hand. Trotz seiner auffallend hellroten Farbe könnte es schnell verloren gehen. Wir benutzen es jeden Tag - doch über seine Funktion oder gar Herkunft denkt wohl kaum einer nach... Das Kunststoff-"Innenleben" einer Computertastatur ist den meisten ebenso verborgen wie die vielen anderen, kleinen, aber wichtigen Bestandteile, die in Automotive, Elektrotechnik und Maschinenbau für eine reibungslose Funktion des großen Ganzen sorgen. Im beschaulichen Untersteinach wurde dieser Umstand zuletzt im Sommer 2008 eindeutig demonstriert. Mit dem damaligen Neubau verdoppelte die Stettler Kunststofftechnik GmbH die vorhandene Gebäudefläche des Unternehmens.


Gesundes Wachstum durch Standorterweiterung

Seither hat sich für den Hersteller von technischen Präzisionskunststoffteilen viel getan: "Nach der Krise 2009 hatten wir richtig Platz und konnten durchstarten", erinnert sich Matthias Seelmann zurück. Heute zählt das Traditions-Unternehmen stolze 120 Mitarbeiter - und die haben gut zu tun. Gemeinsam haben sie die internen Arbeitsabläufe sowie den logistischen Fluss derart verbessert, dass der Umsatz des Unternehmens - auch durch neue Kunden - in nicht einmal zehn Jahren verdoppelt werden konnte. Die Grundstücksfläche hat sich sogar gut verfünffacht und umfasst jetzt stolze 61.000 Quadratmeter.

Dass ein weiterer Neubau und der Erwerb zusätzlicher Flächen realisiert wurde, ist Matthias Seelmann zufolge nicht nur die logische Konsequenz gesunden, kontinuierlichen Wachstums. Es sei vor allem auch ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Obschon Stettler auch in Rumänien produziere, liege der Fokus ganz klar auf Untersteinach im westlichen Landkreis. Etliche Millionen Euro wurden zuletzt investiert, um in Rekordzeit von wenigen Monaten einen zweiten, ebenso lichtdurchfluteten Stahl-Glas-Bau zu errichten. Dieser fügt sich nahtlos an die neun Jahre alte Produktionshalle an und ist ebenso als solche ausgelegt. Die Gebäudefläche wächst somit von rund 4300 noch einmal um 1600 Quadratmeter - neben weiteren Büro- und Sozialräumen entfallen davon allein 1100 Quadratmeter auf weitere, potenzielle Produktionsflächen.


Neuer Fokus: Entwicklung

"Mittlerweile konzentrieren wir uns zu 65 Prozent auf den Automotive-Bereich. 30 Prozent entfallen auf Elektro und fünf Prozent auf den Maschinenbau", bilanziert Matthias Seelmann, der selbst schon 20 Jahre an Bord ist. Hier in Untersteinach weitere Wachstumspotenziale auszuschöpfen, sei aufgrund der speziellen Lage nicht ganz einfach und habe einiger Überlegungen bedurft. Fläche sei keine mehr vorhanden gewesen, das Grundstück grenzte zudem an einen Bach. Gemeinsam mit überwiegend heimischen Firmen sei das Projekt dann aber doch zügig umgesetzt worden.

"Im neuen Gebäudeteil wird es auch ein Entwicklungsbüro geben", stellt er eine stärkere Fokussierung auf den Bereich Produktentwicklung in Aussicht. Der Grund sei klar: "Wir wollen früher in die Projekte einsteigen und so eine engere Kundenbindung aufbauen." Natürlich wolle Stettler auch technologisch weiter mithalten. Aktuell sei man hier mit 75 Spritzgussmaschinen gut aufgestellt. Auch technologisch sei man hervorragend aufgestellt. Doch auch hier gilt die Devise: Vorausschau ist alles.


Nachwuchs bleibt dem Unternehmen treu

Nicht nur baulich agiert Stettler zukunftsorientiert. Das Unternehmen ist hinsichtlich Umwelt- und Energiepolitik sowie im Bereich Arbeitsicherheits- und Gesundheitsschutzkompetenz mehrfach zertifiziert. Auch die Personalpolitik zeugt von einer nachhaltigen Herangehensweise. "Wir versuchen kontinuierlich acht bis elf Auszubildende über die verschiedenen Lehrjahre im Unternehmen zu haben", erklärt Seelmann. Vor zwei Jahren habe man sogar die einzige Produktionstechnologin im Landkreis ausgebildet. "Wir haben heute relativ viele Mitarbeiter, die bei uns gelernt und auch weiter qualifiziert haben. Diese Meister und Techniker sind dem Unternehmen und dem Standort treu geblieben. Auch Studienabgänger entscheiden sich für uns", freut sich die Geschäftsführung. Er will die Lage in Untersteinach durchaus als Vorteil für das Einzugsgebiet seiner Mitarbeiter begreifen. Schließlich sei man hier näher an ihren Lebensmittelpunkten, als im 30 Kilometer entfernten Bamberg.

Das Leben vor Ort wird von Stettler überdies regelmäßig unterstützt, etwa durch eine Kooperation mit der Steigerwald-Realschule Ebrach. Das Engagement reicht überdies von Spenden für die Burgebracher Tafel über die Aktion Mensch Soziallotterie bis hin zu internen Bemühungen, die etwa junge Leute für den Umgang mit sozialen Medien oder schlicht ihre Fremdsprachenkenntnisse schärfen sollen.

Die vergangenen Anstrengungen dürfen natürlich auch gefeiert werden. Den jüngsten Neubau beging das Unternehmen am 22. September mit einem Festakt vor 400 geladenen Gästen. Nicole Oppelt
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