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Eröffnung

Neubau Kindergarten St. Elisabeth

Ein Kindergarten der Superlative: Große Eröffnung nach Umbau vom Caritas-Haus für Kinder St. Elisabeth am Jakobsberg 31.
Ein Kindergarten der Superlative ist das Caritas-Haus für Kinder von St. Elisabeth.Fotos: Horst Lange
 
von PR-REDAKTION
Einen Kindergarten der Superlative gibt es nun in Bamberg: Es ist das Caritas-Haus für Kinder St. Elisabeth am Jakobsberg 31. Riesig ist die Freude bei Ursula Nagengast, die die Einrichtung leitet, und Klaus-Stefan Krieger, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, als sie "ihren" neuen Kindergarten vorstellen. "Damit konnten nun endlich die Kinderkrippe und der Kindergarten unter einem Dach vereint werden", blickt Ursula Nagengast mit ihrem Team auf eineinhalb Jahre Bauzeit zurück. Der alte Kindergarten mit dem benachbarten "Turm", in dem 25 Jahre die Kinderkrippe eine Heimat fand, wurde abgerissen und im Frühjahr 2016 begannen die Bauarbeiten zum neuen Kindergarten, die im Juni 2017 abgeschlossen wurden. Seitdem sind Kinderkrippe und Kindergarten im lichtdurchfluteten neuen "Kinderhaus" offensichtlich mehr als glücklich. Im Erdgeschoss befindet sich nun die Kinderkrippe mit insgesamt vier Gruppen und 48 Plätzen für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren, der Kindergarten selbst hat im Obergeschoss eine Heimat gefunden. In vier Gruppen tummeln sich hier die Drei- bis Sechsjährigen, 100 Plätze sind vorhanden und auch voll belegt und die nächsten Anwärter stehen bereits auf der Warteliste.


"Offene Arbeit"

Betreut werden die Kinder von acht Fachkräften in der Kinderkrippe und zehn Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sowie verschiedenen Praktikanten im Kindergarten. Nicht nur der Kindergarten ist nagelneu, sondern das pädagogische Konzept wurde mit einer "offenen Arbeit" erweitert. "Wir haben keine klassischen Gruppenräume mehr", erläutert Ursula Nagengast, "sondern jeder Raum hat eine eigene Funktion." So gibt es ein Atelier, in dem sich die kreativen Talente der Kinder frei entfalten können, angeschlossen ist eine Werkstatt, wo nach Herzenslust gemalt, getöpfert oder gebastelt werden kann. In der Lernwerkstatt kommt der Forscherdrang der Jungen und Mädchen zum Tragen: Hier gibt es ungezählte Lernmaterialien, wo die Kinder naturwissenschaftliche Phänomene, wie Wasser, Licht und Schatten, unterstützt auch von Montessori-Material kindgerecht erfahren werden können. Im Bauraum können die Kinder mit den verschiedensten Materialien ihren Ideen freien Lauf lassen und mit Bauklötzen oder Naturmaterialien umsetzen. Im Rollenspielzimmer gibt es eine richtige Bühne. Hier können die Kleinsten Erlebtes verarbeiten und darstellen, in verschiedene Rollen schlüpfen, Märchen umsetzen oder einfach mal nur "Vater, Mutter, Kind" spielen.


Beliebte Bibliothek

Gut belagert ist auch stets die Bibliothek, wo Erzieherinnen beim Vorlesen ein gespannt lauschendes Publikum in den Bann ziehen oder einfach nur Bilderbücher "verschlungen" werden. Wie die Großen auch, sind auch die Kindergarten- und Krippenkinder gerne Gast im Bistro. Hier wird gemeinsam gefrühstückt und Mittag gegessen und natürlich Gemeinschaft erlebt. Geliefert wird das Essen übrigens von der Caritas-Jugendhilfe aus Pettstadt. Festgeschrieben ist natürlich nichts: Alle Kinder haben die Möglichkeit, alle Räume zu benutzen, wobei natürlich, so bemerkt die Kindergartenleitung schmunzelnd, die Jungs lieber bauen und werken, während die Mädchen sich mehr im Atelier aufhalten. Geradezu futuristisch mutet die große Turnhalle mit einem Flex-Motorik-Zentrum an. Musiktalente werden im neuen Musikraum gefördert, wo die städtische Musikschule musikalische Früherziehung anbietet.


Feste Ansprechpartner

Mit diesen unterschiedlichen "Funktionsräumen" ist St. Elisabeth Vorreiter dieses neuen pädagogischen Konzeptes. Trotz allen Freiraums bleiben die Kinder natürlich nicht sich selbst überlassen, alle Kinder haben ihre Bezugspersonen, können sich in ihrer Bezugsgruppe geborgen fühlen und sowohl Eltern als auch Kinder haben stets feste Ansprechpartner. In der Krippe wird ebenfalls offen und gruppenübergreifend gearbeitet. Hier erleben Erzieherinnen mit ihren Schützlingen "Alltag" mit Essen, Schlafen, Kuscheln und Spielen. Auch die Allerjüngsten können experimentieren, Materialien erkunden, beim Klettern über Netze oder Hindernisse den eigenen Körper erfahren, die Bewegungsmotorik stärken und so das Leben in seiner ganzen bunten Vielfalt genießen. Die Verbundenheit zur Mutter Erde und der Natur erfahren die Kinder alljährlich, wenn im Frühjahr vier Wochen und im Herbst zwei Wochen der Kindergarten verlassen wird und der Michelsberger Wald erforscht und erlebt wird. Nicht selbstverständlich ist auch der integrative Ansatz des Caritas-Hauses am Jakobsberg, denn auch Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Behinderungen werden betreut.


Gut investiert

Gut investiertes Geld ist dieser Vorzeigekindergarten auf jeden Fall, auch wenn die Baukosten rund 4,8 Millionen Euro betrugen, dabei wurden für den innovativen Innenausbau 200 000 Euro investiert. Zuschüsse flossen durch den Freistaat Bayern, die Stadt Bamberg und das Erzbistum Bamberg.
Der Eigenanteil des Diözesan-Caritasverbandes betrug 570 000 Euro. Ein Dank gilt natürlich auch den ungezählten Sponsoren, die mit kleinen und großen Beträgen zum guten Gelingen beitrugen. Offiziell eingeweiht wird das Caritas-Haus für Kinder am Freitag, 29. September, um 10 Uhr mit einem Wortgottesdienst mit Weihbischof Herwig Gössl und der Segnung der Räume.
Horst Lange
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