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Jubiläum

150 Jahre Gasthaus Kramer

Ein Werk von Generationen: Das Gasthaus Kramer in Ketschendorf wird 150 Jahre alt. Gefeiert wird am 30. Juli.
Familie Kramer (vorne) mit ihrem Team, das zum Teil seit Jahrzehnten im Unternehmen mitarbeitet.  Foto: privat
 
von PR-REDAKTION
Andernorts schließen in den Dörfern die Wirtshäuser. Da ist es wohltuend zu erleben, dass eine Traditionsgaststätte im beschaulichen Ketschendorf mit 170 Einwohnern 150-jähriges Bestehen feiern kann. Es feiert die fünfte Generation der Familie Kramer mit Rosi und Georg Kramer. Die sechste Generation steht mit Martina, Maria und Georg bereits in den Startlöchern und hat sicher viele Ideen, wie, bei Bewahren von Bewährtem, das Familienunternehmen fortgeführt werden kann.
Gefeiert wird am Sonntag, 30. Juli, hoffentlich bei Kaiserwetter. Um 9 Uhr wird zum Festgottesdienst, gehalten von Pfarrer Eckert, in den "Kramerstadl" geladen. Ein Weißwurstfrühschoppen, begleitet vom Musikverein Buttenheim, schließt sich an.


Hochlandrind vom Spieß

Ein eigens darauf spezialisierter Metzger serviert ab 12 Uhr schottisches Hochlandrind vom Spieß. Ab 15 Uhr unterhalten "Köner Böhmer" aus Bad Königshofen mit Böhmisch-Egerländer Blasmusik. Sicher einen Blick wert sind die Schautafeln, die die Familie Kramer erarbeitet hat und die das Wirken der Generationen seit 1867 zeigt. Gleichzeitig gefeiert wird 150. Bierbezugs-Jubiläum von der St. Georgen Bräu in Buttenheim. Damit ist das Gasthaus in dem Ortsteil Buttenheims die Lokalität, die das St. Georgen am längsten bezieht. Tradition ist hier eben keine Floskel, worauf Chef Georg Kramer sicher ein bisschen stolz ist.
Tradition ist aber nicht alles. Bewährtes erhalten, Neues gestalten, zu diesem Schluss könnte kommen, wer das Lebenswerk von Rosi und Georg Kramer genauer betrachtet. Das wird anhand der weiteren Besonderheiten deutlich, die das Gasthaus Kramer bietet. Etwa der Ketschendorfer Senf: Das Originalrezept von Georg Kramers Mutter Zita, erdacht vor 50 Jahren, ist bis heute unverändert. Das patentrechtlich geschützte Produkt hat den Siegeszug durch die Regale angetreten und gibt's aktuell nicht nur im Gasthaus, sondern auch im FT-Shop oder in der Rewe-Regionaltheke. Die zotteligen Hochlandrinder, die auf der Wiese hinter dem Gasthaus grasen, gehören neben der Schweinehaltung zur Landwirtschaft, aus der alles entstand.


Ein warmes Gericht

Eigene Landwirtschaft, eigene Produkte und eigene Vermarktung, das sind die Säulen, die letztlich dazu beitragen, dass das, was aus der Küche auf den Wirtshaustischen landet, es so kein zweites Mal gibt: Hausmacher Brotzeiten, selbstgebackenes Brot und Kuchen am Sonntag sowie, ausschließlich am Mittwoch ab 16 Uhr, ein warmes Gericht.
Zu den weiteren Errungenschaften der fünften Generation zählt Georg Kramer Bau von Hackschnitzelheizung und "Kramerstadl", Erweiterung des Biergartens, Gründung eines Lohnunternehmens für die Landwirtschaft und, zuletzt, die Erweiterung der Stellmöglichkeiten um 60 Parkplätze am Gasthaus. Bleibt ihm die Gewissheit, ein gemachtes Nest für die kommende Generation zu hinterlassen, wäre da nicht ein Wermutstropfen: Auflagen wie zum Beispiel Dokumentationspflichten, die in seinen Augen Sand ins Getriebe streuen. "Die dörfliche Wirtshausstruktur darf nicht durch unsinnige Vorschriften in Gefahr gebracht werden", lautet deshalb sein Appell an die Verantwortlichen.


Öffnungszeiten

Zwei Gastzimmer bieten Platz für 120 Personen. Geöffnet ist dienstags, donnerstags und freitags ab 16 Uhr, mittwochs, samstags und sonntags ganztags. Das 1988 errichtete Gasthaus hält vier Gästezimmer bereit sowie drei Ferienwohnungen. Kontakt unter Georg und Roswitha Kramer, Ketschendorf 19, 96155 Buttenheim, Tel. 09545/7432, Fax -70899, info@gasthaus-kramer.de. Weitere Informationen unter www.gasthaus-kramer.de
geb
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