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Wildtierfleisch

Schmackhaft und fettarm

Wildtierfleisch hat wenig Fett, dafür viel Eiweiß und Mineralstoffe. Mit Beeren und Pilzen aus dem Wald kombiniert, erhalten Sie eine leckere Delikatesse.
Besonders schmackhaft ist ein Wachtelfrikassee mit Pilzen und Maronen.  Foto: Jean-Francois Mallet/dpa
 
von PR-REDAKTION
Fleisch von Wildtieren hat viele Vorteile: Es ist fettarm, der Anteil an Eiweiß und Mineralstoffen hoch. Qualitativ gutes Wildbret aus heimischen Revieren bekommt man beim Jäger, Förster, Metzger oder Wildhändler. "Es gibt aber auch Farmwild, das eingezäunt gehalten, gefüttert und geimpft wird", erklärt Stefan Waldbauer aus Haag bei Passau, Jäger und Küchenmeister im familieneigenen Betrieb "Gasthof Waldbauer". Wildfleisch lässt sich küchenfertig kaufen. Es muss nicht mehr ausgenommen und zerlegt werden. Der Hobbykoch kann es sofort weiterverarbeiten, würzen und bei Bedarf füllen.


Je älter umso aromatischer

Grundsätzlich "verstärkt sich mit dem Alter des Tieres das Aroma des Fleisches", schreibt Jean-Francois Mallet in seinem Kochbuch "Rezepte aus dem Wald". Fleisch von jungen Tieren hat eine gesunde rote Farbe
und schmeckt immer zarter als das von älteren. Dunkel darf das Rot sein, aber keinesfalls ins Schwärzliche gehen. Dann ist es nicht mehr ganz frisch.
Aus Fleisch von älteren Tieren bereitet man am besten Schmorgerichte, wie Hirschragout oder Hasenpfeffer, zu. Und "hat eine wilde Sau doch mal einen zu strengen Geschmack - dazu sagt man auch Hautgout - kann man das Fleisch vor der Verarbeitung einlegen", erklärt Isabel Remuß, Küchenchefin auf dem "Landgut Schönwalde" im Havelland. Die Expertin macht das zum Beispiel mit Buttermilch. Da das Fleisch mager ist, nimmt es eine Beize besonders gut auf. Manchmal "neigt wildes Federvieh dazu, trocken zu sein", weiß Remuß.


Mit Beeren oder Kakao kombinieren

Wildfleisch lässt sich hervorragend mit roten Beeren kombinieren. "Klassisch gehören dazu Holunder, Heidelbeeren, Hagebutten und Brombeeren", sagt Remuß. Alles Früchte, die man theoretisch auch in Wald und Flur finden und ernten kann. Süßes passt sowieso sehr gut zu Wild. Mallet stellt in seinem Kochbuch ein Rezept für geschmorten Hasen mit Schokosoße vor. "Ohne zu dominieren, verleiht das Kakaoaroma der Soße eine samtene Raffinesse und schwächt den Wildgeschmack dezent ab", schreibt er.


Kräuter und Pilze aus dem Wald verarbeiten

Auch aus dem Wald - und mit oder ohne Wild schmackhaft - sind Pilze. Ob Pfifferlinge, Steinpilze oder Morcheln - "es sollten nur vom Fachmann begutachtete Sorten verarbeitet werden", rät Christine Spazier von kräuterspatz.at. Während Pilze nur im Herbst Saison haben, wachsen Kräuter und Gräser mitunter das ganze Jahr. Remuß ermuntert zum Waldspaziergang, um "bewusst darauf zu achten, was sich in der gehobenen Gastronomie wiederfindet". Angefangen bei Vogelmiere, Schafgarbe, Gänseblümchen oder Löwenzahn bis hin zu Giersch, Gundelrebe und Knoblauchsrauke. "Sie enthalten deutlich mehr Mineralien, Vitamine und Bitterstoffe als herkömmlicher Salat, der in Monokulturen angebaut wird", weiß Spazier. Die Bloggerin nutzt ihre Kräuterfunde gerne für Suppen, Kräutersalz oder als Salatbeigabe. dpa-mag
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