essen-trinken

Räucherfisch

Leckerer Fisch aus dem Rauch

Geräucherter Fisch schmeckt sehr lecker und passt beispielsweise auch zu Flammkuchen. Auch das Räuchern Zuhause ist gar nicht so schwer!
Geräucherter Fisch ist auch ideal als Topping auf einem Flammkuchen. Foto: Deutsche See GmbH/dpa-mag
 
von PR-REDAKTION
Früher wurden Fische so haltbar gemacht, heute werden sie mit Rauch veredelt. Im Rauch enthaltene Stoffe wie Phenole, Aldehyde oder Essigsäure lassen das Fischeiweiß gerinnen und wirken so konservierend. Außerdem verändert das Räuchern Geruch und Geschmack der Fische. Nicht jeder Fisch eignet sich gleich gut für den Rauch. Am besten seien die mit einem höheren Fettgehalt, sagt Holger Mootz vom Verband der Köche Deutschlands.

Lachs, Forelle, Aal oder andere Meerestiere aus dem Rauch werden klassisch zwar mit Brot gegessen. Aber die geräucherten Delikatessen können auch Blattsalaten, gebundenen Suppen oder der schnellen Pizza aus dem Ofen eine besondere Note verleihen. Hans-Joachim Kunkel vom Unternehmen "Die Räucherei" in Klein Meckelsen arbeitet mit Flüssigrauch, also mit gereinigten Rauchkondensaten, Clean Smoke genannt: "Dabei haben wir nur ein ganz mildes Raucharoma. Wir wollen keinen Rauchfisch essen, sondern Fisch, der leicht aromatisiert ist", sagt er.


Zuhause räuchern

Wer das Abenteuer Räuchern zu Hause ausprobieren will, dem empfiehlt Ingolf Ernst, Produktentwickler für Räucherfisch beim Unternehmen Deutsche See, einen hitzebeständigen Topf mit gut schließbarem Deckel zu nehmen. Und einen Dämpfeinsatz, der frei im Topf stehen kann. Auch sollte die Küche zu lüften oder eine gute Dunstabzugshaube vorhanden sein. Der Experte rät zu etwa 200 Gramm schweren Forellen-, Lachs- oder Saiblingfilets. So wird's gemacht: In den Topf kommen zwei Esslöffel loser schwarzer Tee, Räucherspäne oder unbehandeltes Heu. Dazu kann man auch Wacholderbeeren oder Lorbeerblätter geben. Alles muss kleinstückig sein, damit der Herd es zum Glimmen bringt. Dazu die Herdplatte auf volle Kraft stellen.
Nun kommen der Dämpfeinsatz in den Topf, Backpapier in der Größe des Fisches hinein und der Fisch darauf. Dann den Deckel schließen und circa 15 bis 20 Minuten räuchern. Den Fisch danach mit Salz, Pfeffer oder gewünschten Aromen würzen.


Zu Flammkuchen oder Spaghetti

Küchenchef Holger Mootz schiebt seinen Räucherfisch kurz in den Ofen und isst Pellkartoffeln dazu. Sein Favorit ist aber heißgeräucherter Lachs, auch Stremellachs genannt, den er bei 50 Grad erwärmt und mit Basilikum-Nudeln sowie Orangen-Sirup serviert. Mit einem Stremel kann man auch Pizza oder Flammkuchen Pfiff geben: Dafür das Lachsstück in seine Lamellen aufbrechen und zusammen mit Rucola kurz vor dem Garende auf das Essen geben. Zuletzt Olivenöl darüber träufeln. Oder die Lachsstücke in heiße Spaghetti zupfen und etwas Olivenöl dazu. Das essen auch Kinder gerne. dpa-mag
Newsletter kostenlos abonnieren
Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.