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Tour 2017: Attraktive Rundfahrt für deutsche Radprofis

Einige deutsche Städte hatten auf einen Abstecher der Tour de France gehofft - 2017 wird aber nur Düsseldorf als Startort vom wichtigsten Radrennen der Welt besucht. Der außergewöhnliche Parcours kommt im nächsten Jahr Martin, Greipel, Kittel und Co. entgegen.
Tour-Direktor Christian Prudhomme lässt das Feld in Düsseldorf starten. Foto: Maja Hitij
 

Ein kurzer Deutschland-Auftakt, etliche Flachetappen, knackige Steigungen, zwei kurze Zeitfahren: Die Tour de France stellt für die deutschen Radprofis um Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin im Juli 2017 einen attraktiven wie herausfordernden Kurs bereit.

Im Fokus steht hierzulande der Grand Départ in Düsseldorf. Andere deutsche Städte kamen bei der Verteilung der Etappenorte dagegen nicht zum Zug, wie die Veranstalter der Rundfahrt in Paris bekanntgaben.

Vom 1. bis 23. Juli ist auf 3516 Kilometern für jeden etwas dabei: Martin will beim kurzen Einzelzeitfahren am Düsseldorfer Rheinufer entlang zum zweiten Mal in seiner Karriere ins gelbe Leader-Trikot schlüpfen und hat am vorletzten Tour-Tag in Marseille eine zweite Chance im Kampf gegen die Uhr. Die Sprinter André Greipel und Marcel Kittel setzen auf neun Flachetappen. Für den in Hürth bei Köln wohnenden Greipel sei es, «toll zu wissen, dass ich zum nächsten Tour-Start mit dem Fahrrad fahren könnte. Ich brauche nur Jemanden, der mir den Koffer hinterherbringt.»

Klassiker-Spezialist John Degenkolb kann bei fünf hügeligen Teilstücken attackieren. «Es ist eine Strecke die alles verspricht. Sie bietet Möglichkeiten für alle Fahrertypen inklusive schwerer Sprintetappen, die mir ganz besonders liegen.»

Im Kampf um den Gesamtsieg müssen die Tour-Favoriten fünf Bergetappen meistern. Und auch wenn legendäre Anstiege wie der Mont Ventoux oder L'Alpe d'Huez fehlen, haben es andere Berge in sich. Titelverteidiger Christopher Froome etwa meinte: «Das wird ein Rennen für Kletterer.»

Erstmals seit 25 Jahren werden alle fünf französischen Gebirge - Vogesen, Jura, Pyrenäen, Zentralmassiv und Alpen - durchfahren. Das geht nur, weil vor dem ersten Ruhetag und vor der Schlussetappe auf die Pariser Champs-Élysées zwei lange und aufwendige Flugtransfers anstehen.

Dann wird Düsseldorf seinen Höhepunkt schon hinter sich haben. Mit einer Radsport-Party unter Mitwirken prominenter Düsseldorfer wie der Musik-Pioniere von Kraftwerk und Foto-Künstler Andreas Gursky wollen die Rheinländer begeistern. Das gelang Oberbürgermeister Thomas Geisel schon am Dienstag im riesigen Palais de Congrès von Paris, wo er vor Tausenden Radprofis, Offiziellen, Journalisten und Fans in fließendem Französisch einen tollen Auftakt versprach. Zuvor hatten Schüler in gelben Leibchen den Schriftzug «Düsseldorf» präsentiert.

Der erste Grand Départ in Deutschland seit West-Berlin 1987 sei eine «gigantische logistische Herausforderung», sagte Geisel der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Der SPD-Politiker rechnet bei schönem Wetter mit bis zu zwei Millionen Zuschauern. Wegen der Kosten von etwa elf Millionen Euro macht er sich aber keine Sorgen. «Wir haben noch ein paar Ideen, die wir in den nächsten Tagen präsentieren», sagte er.

Nach der ersten Etappe im Kampf gegen Uhr am Rheinufer entlang führt der Kurs an Tag zwei in einer Schleife über Erkrath, das Neandertal und Mettmann zurück nach Düsseldorf. Von dort geht es durch Jülich, Mönchengladbach und Aachen nach Lüttich, ehe der Tour-Tross am dritten Tag Longwy im Elsass und damit erstmals Frankreich erreicht.

Andere deutsche Bewerber gingen bei der Vergabe der Etappenorte also leer aus. «Schade, dass es nicht geklappt hat», sagte etwa der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe, dem schon am Montag die Absage von Tour-Chef Christian Prudhomme zugestellt worden war. Ralph Denk, Manager des Teams Bora-Argon 18, befand: «Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man noch die ein oder andere Stadt mehr anfährt.»

Dieser setzt große Hoffnungen in den Start in Deutschland, dem erst vierten nach Köln (1965), Frankfurt/Main (1980) und Berlin (1987). Er wertet dies als Zeichen einer Trendwende nach den etlichen Dopingskandalen aus dem vergangenen Jahrzehnt. «Wir sind alle nicht naiv, aber die Zeiten haben sich geändert», betonte Prudhomme.






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