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Bambergs Boss klagt Schiedsrichter an

Nach zehn von 30 Spieltagen belegt Meister Bamberg in der Euroleague den letzten Platz. Grund: Zu viele knappe Niederlagen. Liegt es nur an ärgerlichen Pfiffen - oder auch an einer mangelnden Cleverness?
Michael Stoschek ärgert sich über die Schiedsrichter. Foto: David Ebener
 

Nach der nächsten bitteren Niederlage in der Basketball-Euroleague hat sich die Enttäuschung beim deutschen Meister Brose Bamberg an den Schiedsrichtern entladen.

«Ich habe den Eindruck, dass in der Euroleague nicht die Spieler, sondern die Schiedsrichter das Spiel entscheiden», schimpfte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Stoschek nach dem 88:90 gegen Titelverteidiger ZSKA Moskau.

Bei der achten Niederlage im zehnten Spiel entschied ein Treffer von Witali Fridson in letzter Sekunde. «Wir fühlen uns nun nach mehreren engen Spielen, die wir mit dem letzten Spielzug verloren haben, ungerechtfertigt auf dem letzten Platz der Tabelle», sagte Stoschek. Nach der fünften ganz knappen Niederlage behauptete Bambergs Boss: «Wäre nur eine einzige zweifelhafte Entscheidung nicht zu unseren Ungunsten gefallen, hätten wir diese Spiele gewinnen können.» Er kündigte die Anfertigung einer DVD mit den «auffälligsten Schiedsrichterentscheidungen» gegen den deutschen Meister an.

Gegen Moskau beklagten die Bamberger nach einer furiosen Aufholjagd einige fragwürdige Pfiffe in den letzten zwei Spielminuten. Im Mittelpunkt stand dabei der Serbe Milo? Teodosi?. Moskaus herausragender Akteur (31 Punkte) bekam drei Fouls zugesprochen und verwandelte danach die fälligen sechs Freiwürfe. Dagegen ahndeten die Unparteiischen ein Foulspiel von Teodosi? nicht als unsportliches Foul. Trainer Andrea Trinchieri vermied das Thema Schiedsrichter: «Ich würde die Büchse der Pandora öffnen, wenn ich dieses Thema jetzt anfange», antwortete er auf eine Nachfrage.

Unstrittig war dagegen der entscheidende Wurf von Fridson, der nach einem Einwurf traf, den die Gäste 1,7 Sekunden vor dem Ende ausführen durften. In dieser Szene fehlte den Bambergern am Ende eines großen Kampfes auch einmal mehr die nötige Cleverness.

Nach einem Drittel der Hauptrunde belegt der deutsche Meister mit nur zwei Siegen den letzten Tabellenplatz. Die besten acht der 16 Teams erreichen das Viertelfinale. Gegen Moskau waren vor 6030 Zuschauern Nicolo Melli (26 Punkte) und Nationalspieler Daniel Theis (19) die erfolgreichsten Werfer bei den einmal mehr unglücklichen Franken.






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