Erster Sieg des HSC durch Leistungssteigerung

Am dritten Spieltag einer bis dahin unerfreulichen Saison gelingt den Rot-Weißen der erste Sieg. Diese ersten Punkte sind hart erkämpft.
Die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg, einem 29:23 gegen den TV Gelnhausen, war Trainer Margots Valkovskis und den Spielern des HSC Bad Neustadt deutlich anzumerken.  Foto: Anand Anders
 
von PETER BALTHASAR
HSC Bad Neustadt - TV Gelnhausen 29:23 (13:13).
Großes Aufatmen beim HSC und seinen Fans. Am dritten Spieltag einer bis dahin unerfreulichen Saison gelang den Rot-Weißen der erste Sieg. "Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause, insbesondere im Defensivbereich, haben wir uns die ersten Punkte auch hart erkämpft", konstatierte HSC-Coach Margots Valkovskis. Zähneknirschend musste ihm sein Kollege Andreas Kalman zustimmen, der nach dem Seitenwechsel einen Leistungsabfall seiner Schützlinge sah.
Auf den ersten HSC-Treffer, erzielt von Jan Wicklein per Siebenmeter (1:1), mussten die Fans in einer von beiden Seiten sehr nervös und fehlerhaft geführten Auseinandersetzung fast fünf Minuten warten. Der HSC-Rechtsaußen, "der einen Supertag erwischt hatte und den er gerne wiederholen darf", so sein Trainer in der Pressekonferenz, brachte dann das Kunststück fertig, die jeweiligen Rückstände mit einem Treffer zu beantworten - und zwar mit sechs Toren in Folge. Hin und her ging es bis zur Pausensirene. Bis dahin hatten die Zuschauer 26 gleichverteilte Treffer gesehen.
Kurz nach Wiederanpfiff folgte eine mehrminütige Torflaute. Die Saalestädter schafften in dieser von Hektik geprägten Phase in der 41. Minute durch Vilim Leskovec die erste Zwei-Tore-Führung (17:15), die kurz darauf Benedikt Kleinhenz ausbaute. Zu diesem Zeitpunkt nervte Felix Schmidl schon den TV-Rückraum mit sehenswerten Paraden, mit denen er auch einige Tempogegenstöße einzuleiten vermochte. Auch seine Vorderleute, deren 6:0-Deckung besser funktionierte als das vorherige 5:1-System, agierten zunehmend kompakter und bauten nach dem 19:17 den Vorsprung durch Maxi Schmitt sowie durch drei von Wicklein verwertete Konter auf ein vorentscheidendes 23:17 aus. Die Hessen verkürzten durch ihren Oldie Eryk Kaluzinski (3) zwar auf 24:20, doch Matthias Grünert, Maxi Schmitt sowie Felix Schmidl per Weitwurf ins verwaiste Tor sorgten für das beruhigende 27:20. Der Schmidl-Treffer bestätigte im Übrigen eine Erkenntnis der ersten Spiele, dass die Sache mit dem siebten Feldspieler nicht unbedingt zum erhofften Erfolg führt, sie ist auch riskant. Beide Kontrahenten verhedderten sich in dieser taktischen Überzahl im Spielaufbau, machten sich die Räume selbst eng und brachten ihre beiden Kreisläufer so nicht in Wurfposition. Den Vorsprung schaukelten die Gastgeber jedenfalls über die Zeit, ihre letzten beiden Treffer erzielten der in den Schlussminuten aufs Parkett gebrachte Timo Riesenberger und der fast nur in der Defensive eingesetzte Konstantin Singwald. Schmitt & Co feierten nach dem Abpfiff mit den Fans ausgiebig die zwei Punkte.
Tore für den HSC: Jan Wicklein (11/3), Maximilian Schmitt (4), Vilim Leskovec (4), Gary Hines (3), Benedikt Kleinhenz (2), Matthias Grünert (2), Timo Riesenberger (1), Konstantin Singwald (1), Felix Schmidl (1).





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