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Erkenntnis nach Stuttgart: Zum Spitzenteam fehlt noch was beim Club

Der Club ist erst einmal gestoppt. Das 1:3 beim VfB Stuttgart zeigt, woran Alois Schwartz und sein Team in der 2. Fußball-Bundesliga noch arbeiten müssen.
Mund abputzen, weiter machen: Der 1. FC Nürnberg will am Samstag gegen den SV Sandhausen wieder Punkte einfahren. Für Trainer Alois Schwartz ist das Spiel gegen den Ex-Klub natürlich etwas ganz Besonders. Foto: Deniz Calagan/dpa
 
von DPA
Nach dem Ende der Erfolgsserie suchten die gestoppten Nürnberger die Schuld für die Niederlage gegen den VfB Stuttgart vor allem bei sich selbst. "Man hat gesehen, welche Arbeit da noch auf uns wartet, wenn man vorne mitspielen will", sagte der dieses Mal ohne Treffer gebliebene Torjäger Guido Burgstaller nach dem 1:3 (0:2). "Da brauchen wir noch viel, viel Zeit", sagte der Österreicher, der sein Team erstmals als Kapitän aufs Feld führte.

Nach sieben ungeschlagenen Spielen kassierten die Nürnberger bei ihrer furiosen Aufholjagd in der 2. Fußball-Bundesliga wieder eine Niederlage. Burgstaller blieb erstmals nach fünf Partien mit mindestens einem Treffer ohne eigenes Tor, ist aber weiterhin der beste Torschütze der Liga.

Nicht nur die Hypothek des miserablen Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus sechs Partien lastet noch auf dem Club. Im Vergleich zu Spitzenteams, wie es der schwäbische Bundesliga-Absteiger eines darstellt, fehlt einfach auch noch etwas. "Aus dem Spiel können wir lernen als Mannschaft", sagte der elfmalige Saisontorschütze Burgstaller. "Wir müssen einiges besser machen und dann bin ich positiv gestimmt, dass wir das nächste Spiel wieder mit drei Punkten absolvieren."


Am Samstag gegen Sandhausen

Der nächste Gegner des Tabellenzehnten ist am kommenden Samstag der Tabellennachbar SV Sandhausen, der ehemaligen Club von FCN-Trainer Alois Schwartz. Die erste Niederlage seines aktuellen Teams seit dem 20. September sah Schwartz besonders im unkonzentrierten Start und in der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive begründet. "Wir haben vor dem Spiel noch gewarnt vor einem frühen Gegentor. Doch genau das kriegen wir nach drei Minuten", sagte der 49-Jährige. "Unser Spiel sah ganz ordentlich aus, war im letzten Drittel aber harmlos. Wir haben den Abschluss nicht gefunden."

Da traten die Stuttgarter um Doppeltorschütze Simon Terodde ganz anders auf. "Im Moment werde ich sehr, sehr gut bedient von meinen Mannschaftskollegen", sagte der 28-Jährige nach seinen Saisontoren neun und zehn. "Ich wurde dafür geholt, um Tore zu machen. Ich bin ein Mannschaftsspieler und kein Individualist, der drei Mann aussteigen lässt und den Ball in den Winkel haut. Ich bin von meinen Mitspielern abhängig und am Ende der Verwertungskette." Nur noch einen Treffer liegt er in der Torschützenliste hinter Burgstaller.


Terodde nicht zu stoppen

Von den überrumpelten Franken, die nach den Ausfällen von Tim Leibold (verletzt) und Miso Brecko (gesperrt) auch zwei Umstellungen verkraften mussten, wurde Terodde allerdings auch nicht richtig gehindert. "Die Tore fallen zu einfach", monierte Nürnbergs Torschütze Kevin Möhwald. "Wenn du auswärts drei Tore kassierst, ist es schwer, einen Punkt zu holen oder zu gewinnen." Erstmals seit dem fünften Spieltag kassierten die Nürnberger wieder drei Gegentore, damals waren es gar fünf Gegentreffer beim 4:5 gegen den VfL Bochum.

"Im Endeffekt war es einfach zu wenig heute", sagte Möhwald. "Wenn es am Ende 1:3 steht, dann ist es letztlich aber eine verdiente Niederlage." So sah es auch Schwartz: "Letztlich war es ein verdienter Sieg für den VfB." Erst einmal ist der FCN gestoppt - doch der Rückstand auf Rang drei beträgt weiter nur sechs Punkte.

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