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Start der 2. Bundesliga

1. FC Nürnberg: Hoffnungsträger Köllner will Schwung der Vorbereitung mitnehmen

Der 47-Jährige mit Stallgeruch arbeitet an einer neuen Spielphilosophie für den Club: Zupackend und offensiv soll sie sein. Erste Bewährungsprobe: Lautern!
Wenn er sich freut, dann zeigt er das auch: Trainer Michael Köllner ist beim Club zum Hoffnungsträger geworden. Foto: Daniel Karmann, dpa
 
In der letzten Zweitliga-Saison brauchte der 1. FC Nürnberg sieben Versuche, bis der erste Sieg gelungen war. Davon erholte sich der Club nicht mehr. Die Mannschaft spielte eher schlecht als recht. Irgendwann musste Trainer Alois Schwartz gehen.

Am Ende stand Tabellenrang zwölf zu Buche. Graues Mittelmaß also - und das auch noch hinter dem Lokalrivalen Greuther Fürth. Verständlich deshalb, dass der neue Kapitän Hanno Behrens vor der neuen Runde sagt: "Gut reinstarten - das ist das Allerwichtigste."

Am besten mit einem Sieg am Sonntag (13.30 Uhr) im Auftakt-Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Unter den Club-Anhängern herrscht Hoffnung auf eine deutlich bessere Saison. Das hat vor allem mit Trainer Michael Köllner zu tun. Im März als Interimslösung aus dem eigenen Stall gestartet, setzt der 47-Jährige nach der Beförderung mit festem Vertrag nun seine Ideen von einem zupackenden, offensiv orientierten Fußball um. In der ungeschlagen absolvierten Vorbereitung war das bei den Siegen gegen Inter Mailand und Borussia Mönchengladbach zu sehen.

Spaß sollte der Club also künftig wieder mehr machen. Das offizielle Ziel Aufstieg jedoch gibt es nicht. "Es wäre vermessen zu sagen, wir müssen unter die ersten Drei kommen", sagte Köllner den "Nürnberger Nachrichten". Andere Vereine konnten in der Tat mehr investieren als der finanziell eingeschränkte Club. Andererseits scheint die Liga ausgeglichener zu sein als in der vergangenen Runde. Den Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt und Darmstadt 98 wird nicht die dominante Rolle zugetraut, die letzte Saison nach Anlaufschwierigkeiten der VfB Stuttgart und Hannover 96 hatten.


Umschulung: Löwen als Margreitters neuer Partner

Mit der Zusammensetzung seines Kaders ist Köllner zufrieden: "Wir haben ein stabiles Gerüst und genug Alternativen." Von den Neuzugängen haben zunächst zwei Rückkehrer die besten Aussichten auf einen Platz in der Startelf: Enrico Valentini (Karlsruher SC) als Außenverteidiger und Sebastian Kerk (1. FC Kaiserslautern) im linken Mittelfeld. Dagegen muss Ewerthon (Kaiserslautern) noch warten.

Der erst letzte Woche verpflichtete und allgemein als Königstransfer bewertete Brasilianer brauche noch Zeit, um ihn "in Form zu bringen und ins Team zu integrieren", sagt Köllner. "Mit ihm haben wir einen super Innenverteidiger in der Hinterhand." Vorerst dürfte der vom Trainer umgeschulte Eduard Löwen den Job neben Georg Margreitter erledigen.


Anspruch ist aus Tradition hoch

Ungewöhnlich wird Köllner in der Torwartfrage verfahren. Eine feste Nummer 1 soll es nach dem Karriereende von Raphael Schäfer nicht geben, Thorsten Kirschbaum und der aus Halle gekommene Fabian Bredlow werden in ständigem Konkurrenzkampf sein. "Ein Torwart unterliegt bei mir den gleichen Prinzipien wie ein Feldspieler. Der muss sich auch Woche für Woche beweisen", sagt der Club-Trainer. Beginnen darf vielleicht Kirschbaum, der Erfahrenere der beiden.
Auf der im offenbar bevorzugten 4-1-4-1-System sehr verantwortungsvollen Sechser-Position ist der erfahrene Ondrej Petrak erste Wahl, Patrick Kammerbauer aber wies seine Eignung gegen Gladbach eindrucksvoll nach. "Er ist ein aufmerksamer Schüler", lobte Köllner den 20-Jährigen.

Behrens wurde der neue Kapitän anstelle von Miso Brecko. "Er kann den Verein mit seiner unermüdlichen Art, Fußball zu spielen, und wie er sich anderen Menschen gegenüber benimmt, sehr gut repräsentieren", begründet Köllner die Wahl von Behrens. "Außerdem kann er in der Kabine jeden erreichen." Zusammen mit Behrens soll Kevin Möhwald das Club-Spiel ankurbeln. Von der Verfassung der beiden zentralen Figuren hängt viel ab.
Und natürlich auch davon, wie der Club künftig mit seinen Chancen umgeht. Aus Flügelmann Edgar Salli etwa wird wohl kein Torjäger mehr werden.


Fannähe und Authentizität

Beim zentralen Stürmer hat der Trainer die Wahl zwischen dem Schweden Mikael Ishak, dem bulligen Slowaken Adam Zrelak (FC Jablonec) und Cedric Teuchert. Ishak hat sich in der Vorbereitung stark verbessert, sein Auftritt gegen Gladbach sei "ein Fingerzeig" gewesen, so Köllner.

Der Oberpfälzer ist keiner, der um den heißen Brei herumredet oder versucht, seinen Dialekt zu verbergen. Er ist zugänglich für seine Spieler, auch für die Fans. "Michael, komm' amal her", riefen sie nach dem Spiel gegen Gladbach.

Und er kam.

Mit Köllner könnte es der Club schaffen, sich wieder stärker als Verein zum Anfassen zu etablieren.
Voraussetzung aber ist natürlich Erfolg. Gerade in Nürnberg, wo der Anspruch aus Tradition immer hoch ist.

von Hans Strauss

zum Thema "1. FC Nürnberg"

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