1. FC Nürnberg verliert verrücktes Spiel in Bochum

Was für ein spektakuläres Spiel: Neun Tore, davon zwei Elfmeter. Doch am Ende verliert der 1. FC Nürnberg doch in Bochum.
Foto: Guido Kirchner/dpa
 
von DPA
Gute Moral, aber zu viele Defensivschwächen: Der 1. FC Nürnberg ist in der 2. Fußball-Bundesliga auf den letzten Tabellenrang abgerutscht. Die in dieser Saison noch sieglosen Franken kassierten am Freitag beim mitreißenden 4:5 (3:3) auswärts gegen den VfL Bochum bereits die dritte Niederlage in Serie. Vor 16 050 Zuschauern reichten die Tore von Edgar Salli (18./45.+2, Foulelfmeter), Dave Bulthuis (34.) und Shawn Parker (90.+2) nicht. Zu viele Abwehrschwächen wurden von Kevin Stöger (4. Minute), Felix Bastians (7./Foulelfmeter), Peniel Mlapa (27./55.) und Nils Quaschner (89.) bestraft.

Lange musste der frühere Nürnberger Trainer Gertjan Verbeek als aktueller Bochum-Coach nicht auf die ersten Tore seines Teams warten. Tom Weiland wurde auf dem rechten Flügel nicht beim Flanken gestört, und Stöger ließ in der Mitte Miso Brecko schlecht aussehen. Drei Minuten später verwandelte Bastians einen Strafstoß zum 2:0. FCN-Keeper Thorsten Kirschbaum hatte mit zu viel Einsatz Thomas Eisfeld zu Fall gebracht.

Die ersatzgeschwächten Gäste, bei denen neben den verletzten Willi Evseev, Patrick Erras, Georg Margreitter, Rurik Gislaslon und Torwart Raphael Schäfer noch der gesperrte Guido Burgstaller fehlte, zeigten nach dem Schock Moral. Der Kameruner Salli brachte sein Team wieder zurück in die Partie. Der Neuzugang hielt nach einem Ball von Tim Leibold entschlossen den Kopf hin. Doch das 3:1 der Bochumer unterstrich dann einmal mehr die defensive Anfälligkeit der schlechtesten Hintermannschaft der Liga. Wieder war Weilandt der Vorbereiter, diesmal köpfte Mlapa ein.

Besser machten es die FCN-Abwehrspieler vorne. Bulthuis traf mit einem platzierten Kopfball nach Ecke von Kevin Möhwald - und kurz vor der Pause netzte wieder Salli ein, diesmal per Elfmeter. Anthony Losilla war zuvor ungestüm gegen den für den eingewechselten Cedric Teuchert eingestiegen.
Auch nach dem Seitenwechsel ging es rasant zur Sache, der erste Treffer ging wieder auf das Konto der Bochumer. Wieder agierte die "Club"-Defensive unsicher. Der frühere Nürnberger Mlapa staubte ab und machte seinen Doppelpack perfekt.

Die Nürnberger gaben sich nicht geschlagen, mussten aber durch die Verletzung des starken Möhwald einen weiteren Rückschlag verkraften. Natürlich blieb auch die Schlussphase torreich. Erst machte Quaschner alles klar, dann zeigte Nürnberg durch Parker wieder Moral.

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