Marktzeulnerin Victoria Linz gewinnt WM-Bronze

Victoria Linz hat bei der Kickbox-Weltmeisterschaft der Junioren in der irischen Hauptstadt Dublin die Bronzemedaille gewonnen.
Entschlossen ist die Führhand von Victoria Linz (links) im Ziel, bevor die Spanierin ihrerseits punkten kann.  Foto: pr
 
Die Marktzeulnerin startete in der Altersklasse von 16 bis 18 Jahren in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm im Leichtkontakt . Ein toller Erfolg der jungen Marktzeulnerin. Die 17-Jährige, die im Verein für die SG Rödental startet, hatte in den vergangenen Wochen mit ihrem Heimcoach Jochen Paulfranz fünfmal wöchentlich trainiert, um topvorbereitet in das Turnier zu starten.


Freilos in Runde 1

Als erste Hürde stand in der Sporthalle des Citywest-Resorts in Dublin das Wiegen an. Mit 63,8 Kilo erfüllte "Vicky" das Gewichtslimit ohne Probleme. Elf weitere Mädels waren in dieser Alters- und Gewichtsklasse am Start. Die Marktzeulnerin zog in der ersten Runde ein Freilos, was nicht unbedingt ein Vorteil ist, steigt man doch gegen eine Siegerin, die bereits die erste Aufregung mit dem Achtelfinalerfolg hinter sich gelassen hat, ins Turnier ein. Von Vorteil ist allerdings, dass man die Gegnerin fürs Viertelfinale beobachten kann. Das tat Victoria Linz natürlich von der Tribüne aus gemeinsam mit ihrem Vater Thomas sowie ihrem Heimcoach Paulfranz und dem Bundestrainer Brahim Triqui.
Die Spanierin Ana Munoz Cuenca siegte mit 3:0 gegen die Kroatin Sladana Rajcevic. Gemeinsam wurde anschließend ein Konzept erarbeitet, um die Schwachpunkte der Spanier zum Sieg zu nutzen. Bei den Junioren dauert ein Kampf drei Runden á zwei Minuten.


Gut eingestellt ins Viertelfinale

Nationaltrainer Brahim Triqui und Verbanspräsident Jürgen Schorn stellten Linz hervorragend auf ihre Viertelfinalgegnerin ein. Entsprechend fokussiert ging sie auf die Matte. Von Anfang an war die Marktzeulnerin darauf aus, die Distanz zu verkürzen, um die Kicks der Spanierin zu verhindern und selbst mit den Fäusten zu punkten. Ana Munoz kam überhaupt nicht damit klar, dass ihr die Distanz genommen wurde. Sie drehte sich immer wieder vor den schnellen und harten Faustangriffen ihrer Gegner weg, was sie laut Regelwerk nicht darf. Sie wurde dafür dreimal ermahnt und in der dritten Runde disqualifiziert.
Linz hatte schnell ihre Aufregung abgelegt, die Vorgaben ihrer Coaches umgesetzt und gezeigt, dass sie boxerisch auf einem sehr hohen Niveau agieren kann. Damit stand sie im Halbfinale und hatte die Bronzemedaille schon sicher. Dieser Kampf fand noch am selben Tag statt.


Halbfinale unter Schmerzen

Nach der Behandlung ihrer Schmerzen beim Physiotherapeuten ging es am Abend in die drei Runden gegen die Slowenin Tea Toplak, die vorher die Polin Aleksandra Kucharczyk glatt mit 3:0 Runden besiegt hatte. Linz ging wieder gut eingestellt in das Duell. Doch hatte sie diesmal ihrerseits Probleme, das starke Kickbein der Slowenin in den Griff zu bekommen. Somit erarbeitete sich Toplak einen Vorsprung erarbeiten, bis Linz ihrerseits punktete. Der Kampf verlief über die restliche Zeit recht ausgeglichen. Die "Zeulnerin" versuchte alles, kämpfte wie eine Löwin und gab sich bis zur letzten Sekunde nicht geschlagen. Allerdings reichte es nicht ganz, die Slowenin siegte mit 3:0 Runden.


Stolz auf Bronze

Dennoch waren Victoria selbst, der National- und der Heimtrainer, das gesamte Team und auch der Papa mächtig stolz auf die gezeigte Leistung. Die Physiotherapeuten aus Österreich und Butzbach hatten eine tolle Arbeit geleistet, sonst hätte sie den Halbfinalkampf wahrscheinlich nicht durchgestanden. Weltmeisterin wurde die Italienerin Altea Cadenazzi, die im Finale gegen Toplak knapp mit 2:1 Runden gewann. fg





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