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Ringen

Hadidi wieder Trainer der ACL-Bundesligastaffel

Nach einem Jahr Pause wird der 49-Jährige Ali Hadidi wieder Cheftrainer beim AC Lichtenfels. Mit dem 24-jährigen Benjamin Hofmann kommt ein großes Talent aus Weingarten zum Bundesligisten. Tim Müller bleibt eine weitere Saison beim ACL.
Benjamin Hofmann (Zweiter von links) verstärkt in der neuen Saison den AC Lichtenfels in der 66-Kilo-greco-Klasse. Mannschaftsführer Jürgen Lieb (links) und GmbH-Geschäftsführer Uwe Hetzel (rechts) sind ebenso erfreut darüber, wie er selbst. Foto: Christian Voll
 
Es waren gleich drei gute Nachrichten, die beim Saisonabschlussessen des AC Lichtenfels zu verkünden waren, und alle betrafen Personalentscheidungen von richtungsweisendem Charakter: Zum einen wird Ali Hadidi nach einjähriger Pause erneut Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft, zum anderen wechselt der 24-jährige Sportsoldat Benjamin Hofmann vom SV Weingarten zum ACL und besetzt dort die 66-Kilo-greco-Klasse. Und zu guter Letzt dürfen sich die Fans auf ein weiteres Jahr über Siege von Tim Müller (66 kg, Freistil) freuen.

Kritische Haltung zur Bundesliga

Ein bisschen überraschend ist die schnelle Rückkehr von Trainer Ali Hadidi auf den Posten des Chefcoaches schon, hatte er doch exakt vor Jahresfrist erst bekannt gegeben, nach zuvor 16 Jahren als Verantwortlicher des Seniorenbereichs eine Pause machen zu wollen. Auch seine Skepsis gegenüber dem Projekt 1. Bundesliga mit - notwendigeweise, um konkurrenzfähig zu bleiben - immer mehr ausländischen und auswärtigen und immer weniger einheimischen Ringern führte er ins Feld.

"Skeptisch gegenüber der Bundesliga bin ich noch immer", erklärt Hadidi, "vermutlich ist langfristig die 2. Liga oder auch die Oberliga für einen Verein wie den ACL sogar erstrebenswerter." Aber beim Ringen ist die Klassenzugehörigkeit kein Wunschkonzert, ein freiwilliger Rückzug hätte beim AC eine Herabstufung um drei Klassen zur Folge gehabt; und, auch das war zu bedenken, einen Perspektivverlust für die heimischen Topkräfte unter den Nachwuchstalenten.

Nachwuchs in die Bundesliga begleiten

Also muss der Grund für Hadidis Rückkehr vom Rücktritt woanders liegen. Und tatsächlich: "Das Jugendtraining im letzten Jahr machte mir unglaublich viel Spaß, zu sehen, wie ehrgeizige Burschen besser und besser werden. Bei diesem Experiment haben wir einen guten Weg eingeschlagen. Und da will ich die Jungs einfach weiter begleiten auf ihrem Weg in die zweite und vielleicht einmal auch in die erste Mannschaft."

Damit ist das Stichwort genannt: Die "Zweite", das Bayernligateam, in dem ausschließlich ACL-Eigengewächse zum Einsatz kommen und ihre Erfahrungen sammeln sollen, liegt dem zuverlässigen und auch von anderen Vereinen umworbenen Coach besonders am Herzen. "Es war eine Bedingung für mich, auch die ‚Zweite‘ intensiv betreuen zu können, auch mal bei einem Auswärtskampf, selbst wenn zeitgleich die ‚Erste‘ ringen sollte", sagt Hadidi.
Und das Training mit absoluten Top-Leuten, mit "fertigen" Ringern - hat ihm das nicht auch gefehlt? "Naja, irgendwie schon. So alt bin ich noch nicht, dass ich denen nicht doch noch etwas mitgeben könnte", sagt er mit einem Schmunzeln.

Hadidi im Gespann mit Martin Wegner

So wird das lange Jahre bewährte Trainerteam Ali Hadidi und Martin Wegner künftig wieder in der sportlichen Verantwortung stehen, was gerade auch Martin Wegner offenbar sehr recht ist: "Bis zu dreimal die Woche Training zu halten, war mir eigentlich zu viel. Das eigene Sporttreiben, dazu Berufliches und Privates - da kam so manches ein bisschen zu kurz."

Was die Aufbruchsstimmung noch verstärkt, sind weitere erfreuliche Meldungen hinsichtlich der Kaderplanung. "Schritt für Schritt wollen wir uns da weiterentwickeln", erklärt ACL-GmbH-Geschäftsführer Uwe Hetzel und ist sichtlich stolz, mit Benjamin Hofmann vom SV Weingarten "einen jungen deutschen Ringer verpflichtet zu haben, den auch andere Vereine gerne gehabt hätten." Auch der vom KSV Köllerbach heftig umworbene Tim Müller habe bereits für ein weiteres Jahr unterschrieben mit den Worten: "Ich weiß, was ich am ACL habe."

Lieb: Lichtenfels tut gut

Man kann diese beiden Unterschriften auch als Signal sehen, findet Mannschaftsführer Jürgen Lieb: "Benjamin Hofmann sagt dem letztjährigen deutschen Meister Weingarten ab, Tim Müller sagt dem aktuellen Vizemeister Köllerbach ab, obwohl deren Angebote sicher weit lukrativer waren. Unser Lichtenfelser Umfeld tut also offenbar den jungen Ringern nach wie vor richtig gut."

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