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Für die Staffelsteinerin Carina Neupert war das WM-Silber heuer Gold wert

Nach fast einjähriger Verletzungspause ist Carina Neupert aus Frauendorf (Lkr. Lichtenfels) furios zurückgekehrt. Bei der WM gewann sie Silber.
Die Staffelsteinerin Carina Neupert (rechts) trifft ihre Gegner mit einem Fußtritt.  Foto: pr
 
von UDO SCHILLING
Nach drei Titelgewinnen 2011, 2012 und 2014 hat sich die Staffelsteinerin Carina Neupert bei der Ju-Jutsu-Weltmeisterschaft im polnischen Breslau in diesem Jahr mit der Silbermedaille begnügen müssen.
Für die 31-jährige Physiotherapeutin war jedoch Silber nahezu Gold wert. Nach einer schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss, Außenband und Außenmeniskus) zog sich die Reha bis in den Juni hin, ehe Neupert wieder voll ins Training einsteigen konnte. "Das lief leider nicht optimal, auch wenn ich bei meinem Chef die besten Möglichkeiten hatte. Aber das Knie wollte nicht so wie ich", berichtet die Frauendorferin von ihrer Leidenszeit. "Vor vier Wochen hätten wir nicht gedacht, dass ich noch in WM-Form komme. Doch der Bundestrainer war am Ende sehr zufrieden."


Mit zwei Siegen ins Finale

Vor sieben Wochen ging Neupert bei den German Open wieder auf die Matte und gewann das Turnier. In Polen bei der WM zog sie für Runde 1 ein Freilos, besiegte danach eine Italienerin in einem fast reinen Schlag- und Trittduell mit 10:7 und zog mit einem recht klaren 20:10 gegen eine Montenegrinerin ins Finale ein.
Im Titelkampf traf sie in der 62-Kilo-Klasse im Fighting auf ihre Dauerrivalin Severine Nebie aus Frankreich. Zum dritten Mal hieß das WM-Finalduell Neupert gegen Nebie. Dieses Mal war die Französin zu stark und siegte vorzeitig.


"Sie hat mich zweimal erwischt"

"Sie hat das sehr geschickt gemacht”, gestand Neupert im Gepräch mit dieser Zeitung. "Ich punktete in diesem ausgeglichenen Kampf im Schlag-Tritt-Bereich, sie hat mich dagegen im Boden- und im Wurf-Bereich jeweils mit einer großen Wertung erwischt. Dann musste sie nur noch im Schlag-Tritt punkten, was ihr dann auch gelang." Die Vollblutsportlerin des TSV Staffelstein wäre aber nicht sie selbst, wenn sie die Niederlage nicht als Ansporn für die Zukunft sähe. "Jetzt weiß ich, woran ich bis zu den World-Games im Juli arbeiten kann", schickt Neupert gleich eine Kampfansage Richtung Frankreich. Bis in den Januar ist für die 31-Jährige Pause, ehe die Vorbereitung für die Titelkämpfe der nichtolympischen Sportarten in Breslau beginnt.


Kompletter WM-Medaillensatz

Neupert brachte aber nicht nur Einzelsilber mit aus Polen. Mit der Mannschaft gewann sie noch Gold und Bronze. Im Team-Fighting mit Männern und Frauen ging sie noch dreimal für Deutschland auf die Matte und gewann dreimal. Damit trug sie zum Gewinn der Bronzemedaille bei.
In der Ju-Jutsu-Mixed-Konkurrenz, die aus Fighting, Duo und dem Bodenkampf Newaza besteht, gewann Neupert noch zwei Kämpfe und freute sich mit dem Team über den WM-Titel.
"Nach acht Kämpfen an zwei Tagen war ich auch echt platt", gesteht die Frauendorferin, die so mit dem kompletten Medaillensatz die Heimreise antrat.


TSV-Neuzugang auf Rang 5

Mit Pia van Thurenhout war der TSV Staffelstein in der Fighting-Klasse bis 49 kg mit einer zweiten Kämpferin bei der der WM vertreten. Das neue Vereinsmitglied freute sich am Ende über einen fünften Platz.





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