SSV Kasendorf II schlägt sich fast selbst

Der favorisierte SSV Kasendorf II zittert sich trotz klarer Überlegenheit zum Sieg im Derby gegen den personell arg gebeutelten Nachbarn aus Peesten.
Artistische Ballannahme des Kasendorfers Patrick Eschenbacher (blaues Trikot).  Foto: Monika Limmer
 
Der SSV Kasendorf II hat das Derby gegen den SSV Peesten (8.) knapp, aber hochverdient mit 2:1 gewonnen und ist auf Platz 3 der Fußball-Kreisklasse 4 Kulmbach geklettert.

Der SSV Kasendorf II ging gegen den stark ersatzgeschwächten Gast aus Peesten, bei dem sogar Feldspieler Oliver Popov im Tor stand, als klarer Favorit in dieses Derby.


Popov hält Peesten im Spiel

Wenig überraschend begann die Landesliga-Reserve feldüberlegen und erspielte sich nach rund 15 Minuten zahlreiche Chancen. Doch meistens war SSV-Ersatztorwart Oliver Popov auf dem Posten. Ob es beim Freistoß von Hartmann aus 20 Metern (17.) war oder bei den beiden Torchancen von Niklas Deller (34./40.). Immer wieder parierte Popov die Schüsse der Kasendorfer mit dem Fuß. Beim strammen Schuss von Hofmann in der 18. Minute, der die Kasendorfer Führung bedeutete, sah er zwar nicht unbedingt gut aus, trotzdem war es ihm zu verdanken, dass Peesten nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause ging.


Kasendorf macht es spannend

Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber anfangs wie ausgewechselt. Bereits in der 54. Minute hätten die Kasendorfer die bis dahin harmlosen Peestener fast ins Spiel zurückgebracht. Frank Stübinger spielte einen katastrophalen Rückpass zu seinem Torwart Wagner, der den Ball gerade noch von der Linie kratzte. Doch in der 63. Minute war es soweit. Durch einen kuriosen Treffer kam Peesten zum Ausgleich. Nachdem ihm der Ball beim Abschlag aus der Hand rutschte, nahm der Kasendorfer Torwart Wagner das Spielgerät erneut auf. Schiedsrichter Odenbach entschied auf indirekten Freistoß, den Gästetorjäger Krauß aus acht Metern zum Ausgleich ins Tor schoss.
Kasendorf bangte nun um den sicher geglaubten Derbysieg, doch Hartmann erlöste die Anhänger der Heimelf nach Vorlage von Hofmann in der 78. Minute. Alleine vor Gästetorwart Popov zeigte er keine Nerven und erzielte den 2:1-Siegtreffer.


Freistoß sorgt für Diskussionen

Auch nach dem Spiel war Kasendorfs Trainer Udo Hofknecht trotz des gerade eingefahrenen Derbysiegs mit der Entscheidung des Unparteiischen vor dem Peestener Ausgleich unzufrieden: "Den indirekten Freistoß zu geben, der zum 1:1 geführt hat, war meiner Meinung nach eine Frechheit. Am Ende kann so etwas spielentscheidend sein."
Eine andere Sichtweise hatte da der Peestener Spielertrainer Andreas Dippold, der allerdings auch Verständnis für die Kasendorfer zeigte: "Das 1:1 war aus Kasendorfer Sicht natürlich bitter. Trotzdem denke ich, der Freistoß war regelkonform, auch wenn den nicht jeder Schiedsrichter pfeift."


Beide Trainer zufrieden

Bei der Bewertung der gezeigten Leistung ihrer Teams waren sich beide Trainer allerdings einig: Andreas Dippold war aufgrund der prekären Personalsituation mit der Einstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden: ,,Ich bin stolz auf meine Mannschaft und muss ihr ein Kompliment machen." Die Ausfälle von Abwehr-Routinier Münch, Torjäger Geppert und Torwart Hargens könne seine Mannschaft "natürlich nicht so einfach wegstecken." Dass sein Team sich für den gezeigten Kampfgeist nicht belohnt hat, fand Dippold schade: "Unsere Gegentore waren definitiv vermeidbar, weil sie aus unseren eigenen Fehlern enstanden sind."
Kasendorfs Trainer Udo Hofknecht war nach dem Abpfiff natürlich erleichtert: "Am Ende bin ich froh über die drei Punkte und mit meiner Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden." Den Derbysieg seiner Mannschaft bezeichnete er als "hochverdient". nd



SSV Kasendorf II -
SSV Peesten 2:1 (1:0)
SSV Kasendorf II: Wagner - F. Stübinger, Lauterbach, Lindner, Greitl, Reif, Heller, Eschenbacher, Hofmann, Deller, Hartmann; eingewechselt: Krüger, Wenig, Hugel.
SSV Peesten: Popov - Herold, Ellner, Unruh, Härtel, Rosa, Wolf, Dippold, Netzel, Rauh, Krauß; eingewechselt: Täuber.
Tore: 1:0 Hofmann (18.), 1:1 Krauß (63.), 2:1 Hartmann (78.). - Schiedsrichter: Odenbach (Bayreuth). - Zuschauer: 80.

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