Nadja Lindner ist drittbeste Deutsche bei der WM

Die Willmersreutherin Nadja Lindner (ASV Kulmbach) belegte bei der Triathlon-Mitteldistanz-Weltmeisterschaft in Australien Platz 54 in ihrer Altersklasse.
Die Altersklassen-Weltmeisterschaft in Australien war der bisherige Höhepunkt in der Triathlon-Karriere von Nadja Lindner. Die Willmersreutherin war in der AK 35 drittbeste Deutsche. Foto: privat
 
Riesenerlebnis für die Triathletin Nadja Lindner: Die Sportlerin des ASV Kulmbach startete bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Queensland an der Sunshine Coast in Australien. Auf der Mitteldistanz waren 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Fahrradfahren und 21,5 Kilometer Laufen zu bewältigen.

Nadja Lindner hatte sich 2015 mit dem Sieg in ihrer Altersklasse W 35 beim Ironman 70.3 Pula (Gesamtrang 3) für die WM qualifiziert. Für die Teilnahme an der WM ist eine Qualifikation nötig, dafür wird ein Sieg bei einem Ironman-70.3 Rennen in der Altersklasse gefordert. So stehen bei der WM wirklich nur die Besten aus der ganzen Welt am Start.

Nadja Lindner hat sich auf dieses Rennen die gesamte Saison vorbereitet. Bereits eine Woche vorher reiste sie in Begleitung ihres Mannes nach Australien, um sich zu akklimatisieren und die Strecke zu begutachten. So ging die Willmersreutherin topfit um 6 Uhr an den Start.

Die Altersklasse von Nadja Lindner war mit 141 Frauen eine der stärksten am Strand von Mooloolaba. Außer Nadja Lindner starteten im internationalen Feld in ihrer Altersklasse noch sechs weitere deutsche Triathletinnen.
Der Start fand fast zwei Stunden nach dem der Profis statt. Das Schwimmen im Pazifischen Ozean bei Wind und Wellen lief sehr gut für Lindner. Sie konnte nach 1,9 Kilometern und 31,55 Minuten zufrieden aus dem Ozean steigen und lag in der AK W 35 auf Rang 37.


20 Kilometer im Gegenwind

Beim Radfahren, ihrer Paradedisziplin, wollte die ASV-Athletin richtig aufdrehen und einige Plätze gutmachen. Die ersten 40 Kilometer wurden auf der Autobahn (Motorway) gefahren, wobei Nadja 20 Kilometer lang mit Gegenwind zu kämpfen hatte.
Danach ging es ins Hinterland, wo der schwierigste Teil der Strecke zu absolvieren war. Eine Rampe mit 20-prozentiger Steigung wartete dort auf die Athleten. Viele mussten sogar absteigen und schieben, weil sie den Anstieg unterschätzten. Eine kräftezehrende Strecke.

Für die 90 Kilometer auf dem Rennrad benötigte Nadja Lindner 2:50 Stunden. Damit war sie nicht zufrieden, denn ihre Radleistung ist eigentlich viel besser. So rückten die erhofften 5:00 Stunden Gesamtzeit in weite Ferne.
Der Wechsel zum Lauf klappte gut. Es war mittlerweile richtig heiß geworden. Die Triathleten mussten abschließend zwei zwei Runden an der Promenade laufen und einen Anstieg von jeweils 600 Metern Länge mit 62 Höhenmetern bewältigen. Nadja fand nie einen richtigen guten Laufrhythmus und kam ausgelaugt nach 5:23,38 Stunden als 54. in ihrer Altersklasse (135 im Ziel) und drittbeste Deutsche in die Wertung.

Die Siegerin aus Dänemark, Katrine Amtkjaer Nielsen, benötigte 4:42 Stunden, beste Deutsche war Steffi Steinberg in 5:05 Stunden auf Rang 16. red





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.