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Mountainbike

Souveräner Sieg im Schlamm

Felicitas Geiger aus Marktrodach triumphierte bei den deutschen Meisterschaften in der Nähe von Hannover. Nach einem ruhigen Start gab sie am Berg Vollgas.
Nach 82 Minuten im Matsch durchquerte Felicitas Geiger vor einer stattlichen Zuschauerkulisse die Ziellinie.  Fotos: Armin M. Küstenbrück
 
Alle Jahre wieder trifft sich die nationale Mountainbike-Elite, um die besten Sportler in der olympischen Disziplin MTB-Cross-Country zu ermitteln.

Los ging es im niederbayerischen Böbrach, wo um die Landesmeistertitel gekämpft wurde. Bereits hier präsentierte sich die 20-jährige Marktrodacherin Felicitas Geiger in einer guten Form und sicherte sich bei strahlendem Sonnenschein ihren mittlerweile fünften bayerischen Meistertitel.

Eine Woche später standen dann die deutschen Meisterschaften an, die wie schon 2011 und 2013 in Bad Salzdetfurth (nahe Hannover) ausgetragen wurden. Die dortige tolle Rennstrecke und ein begeisterungsfähiges Publikum versprachen zahlreiche spannende Wettbewerbe um das allseits begehrte Meistertrikot.


Schwierige Bedingungen

Leider wollte das Wetter nicht so recht mitspielen. Immer wieder einsetzender Starkregen und laue Temperaturen sorgten dafür, dass sich der Rundkurs mit seinen 4,4 Kilometern und stolzen 220 Höhenmetern in ein Schlammfeld verwandelte. Neben Kletterqualitäten wurde den Sportlern somit auch ein hohes Maß an technischen Fertigkeiten für die rutschigen Abfahrten abverlangt. Unter diesen Bedingungen stand Felicitas Geiger am Sonntag an der Startlinie für das Rennen der U23 Damen. "Top 5 ist mein Ziel. Wenn es gut läuft, kann ich auch aufs Podest fahren", liebäugelte die Marktrodacherin im Vorfeld.

Nachdem der Startschuss gefallen war, hatte Felicitas gleich zu Beginn des Rennens erst einmal zu kämpfen. In gewohnter Art und Weise verpatzte sie den Start und befand sich zunächst auf der letzten Position. Aber so schlecht ihre Startqualitäten auch sind, so gut sind ihre Kletterkünste. Davon profitierend überholte Geiger am Berg eine Fahrerin nach der anderen und kämpfte sich schnell auf Position 5 nach vorne.

Auch in der darauffolgenden Abfahrt gelang es Geiger, weitere Plätze gutzumachen und schon bald befand sie sich in einer dreiköpfigen Gruppe, die um Platz 2 kämpfte. Die Führende hatte zu diesem frühen Zeitpunkt bereits einen beachtlichen Vorsprung und es schien zunächst so, als ob diese ihrer Favoritenrolle gerecht werden sollte.
Das Blatt wendete sich jedoch, als die dreiköpfige Gruppe in der zweiten von sechs Runden den Rückstand deutlich verkleinerte und bald alle vier erneut vereint waren. Das daraus gewonnene Selbstvertrauen nutzte Geiger in der dritten Runde sofort aus und verschärfte in der nächsten Auffahrt das Tempo.

Lediglich eine Mitstreiterin konnte ihr Paroli bieten und so waren sie schnell nur noch zu zweit. Das letzte Ass, das Geiger aus dem Ärmel schütteln konnte, war ihre technische Überlegenheit. Eine kleine Attacke kurz vor der Abfahrt und die Fertigkeit, das Rad schneller als die Verfolgerin durch den tiefen Matsch zu lenken, brachten sie nach der Hälfte des Rennens in Führung.

In den folgenden 45 Minuten gab es für die Marktrodacherin nur noch einen Gedanken: "Schnell den Berg hoch und ohne Sturz wieder runter!" Und genau das gelang ihr auch und sie baute ihren Vorsprung auf über eine Minute aus.

Nach 82 Minuten im Matsch überquerte Felicitas Geiger vom RV Viktoria Wombach als deutsche Meisterin die Ziellinie. "Ich kann jetzt gerade gar nichts sagen", war der erste Kommentar der Siegerin.
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