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Interview

Andreas Engel vom FC Stockheim: "Fußball ist mehr als 1:0"

Andreas Engel vom FC Stockheim hat als Spieler und Trainer schon einige Auf- und Abstiege miterlebt. Sie sind seiner Überzeugung nach aber nicht der Maßstab für den Erfolg.
Andreas Engel (links vorne) ist mit einer einjährigen Pause seit 2010 Trainer beim FC Stockheim. Foto: Archiv/Weiß
 
von HARTMUT NEUBAUER
Seit 2010 ist Andreas Engel Trainer beim FC Stockheim. Nach dem Kreisliga-Abstieg in der Saison 2012/13 verordnete er sich aber selbst eine einjährige Pause, ehe er ein Jahr später an den Maxschacht zurückkehrte. Im Sommer feierte er mit den "Bergleuten" die Meisterschaft und damit die Rückkehr in die Kreisliga. Auch mit dem TSV Küps hat er als Trainer schon einen Aufstieg (2007) und einen Abstieg (2009) erlebt. Welche Trainer-Philosophie hat der 51-Jährige? Wie ist die Situation beim FC Stockheim? Wir haben nachgefragt.

Lässt sich der Erfolg eines Trainers immer nur an Auf- und Abstiegen messen?
Andreas Engel: Für mich als Trainer ist Erfolg etwas anderes, als es gemeinhin verstanden wird. Normalerweise zählt der Tabellenplatz einer Mannschaft am Ende einer Saison. Das entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ich habe das als Spieler wie auch als Trainer schon oft erlebt: Aufstiege wie Abstiege gehören zu meinem Lebenslauf. Und ich habe festgestellt, dass ein Abstieg nicht immer die totale Katastrophe ist, sondern sehr oft eine große Chance. Ich habe Abstiege erlebt, wo die "Abstiegsfeier" heftiger und schöner war als manche Aufstiegsfeier. Oder wo die Mannschaft trotz des Abstiegs einen riesigen Zusammenhalt bewiesen hat.

Worauf kommt es dann an?
Fußball ist mehr als nur ein 1:0. Entscheidend für mich ist immer das Ganze in einer Saison - wenn es mir gelingt, eine Mannschaft fußballerisch über einen Zeitraum weiterzuentwickeln und ich darüber hinaus ein guter "Coach" für meine Spieler bin - manchmal auch in anderen Dingen als Fußball. Dann erlebe ich meine Tätigkeit als sinnvoll und erfolgreich, ganz unabhängig, was am Ende als Tabellenplatz herauskommt. Und dann kann durchaus auch mal ein "Aufstieg" herausspringen, der aber die logische Folge des oben Genannten ist, gepaart mit etwas Glück und wenig Verletzungspech.

Wie ist die gegenwärtige Lage beim FC Stockheim?
Wir trauern gerade ein bisschen unseren beiden Durchhängern, den Spielen in Marktgraitz und gegen Johannisthal, nach. Das hat uns schon ein Stück zurückgeworfen und zeigt, dass wir insgesamt nicht konstant genug spielen, um auch ganz oben dabei zu sein. Sicherlich liegt das auch daran, dass uns nicht immer alle wichtigen Spieler zur Verfügung stehen und manche "Nachrücker" noch nicht ganz so weit sind, wie ich mir es vorgestellt habe. Das letzte Spiel mit dem 7:0-Kantersieg in Burggrub darf man jedoch nicht zu hoch bewerten, da unser Gegner nicht so schlagkräftig war wie zuvor.

Wie sind die Aussichten am Wochenende?
Die DJK Neufang, ist immer ein sehr unbequemer Gegner. Obwohl er von seiner Defensivstärke einiges eingebüßt hat, ist mit ihm in der Offensive immer zu rechnen. Allerdings wollen wir zu Hause am Maxschacht keinen Punkt verschenken, sondern im letzten Vorrundenspiel für ein gutes Ende sorgen. Dann stehen in den ersten Rückrunden-Begegnungen wieder mit Friesen, Kleintettau, Roth/Main und Ludwigsstadt enorm starke Gegner an, gegen die wir uns besser verkaufen wollen als in der Hinrunde.

Wo siehst Du den FC Stockheim in der Zukunft?
Der FC Stockheim ist in der Kreisliga Kronach gut aufgehoben. Vielleicht könnte es irgendwann einmal wieder zu "höheren Weihen" reichen. Das liegt sicherlich daran, ob es gelingt, in einer Saison alle Spieler auf eine Meisterschaft einzuschwören, das heißt dass dann auch einmal private Belange wie Urlaubsplanungen in den Hintergrund treten müssen. Und das liegt auch an Neuzugängen, die an der einen oder anderen Stelle notwendig sein werden. Der FC Stockheim ist gegenwärtig mit seinem engagierten Vorstand sehr gut aufgestellt. Die Platzverhältnisse am Maxschacht werden sich durch die gerade erfolgte Sanierung enorm verbessern und das Spielerpotenzial ist so stark, dass der FCS für Spieler und Trainer auch in der Zukunft eine Top-Adresse im Landkreis Kronach darstellt.


Zur Person

geboren am: 12. Mai 1964
Wohnort: Küps
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Pfarrer im Schuldienst (KZG Kronach)
Stationen als Spieler: FC Schwarzenbach, TSV Röttenbach, TSV Mönchröden, Adler Weidhausen
Stationen als Trainer: TSV Küps, JFG Rodachgrund, FC Stockheim
Lieblingsverein: gegenwärtig emotional der FC Stockheim


Tipps

SV Friesen - Baiersdorf 3:0
Weißenbrunn - Meeder 1:0
FC Stockheim - Neufang 2:0
FC Kronach - Marktgraitz 3:3
Theisenort - Johannisthal 2:2
Steinberg - Kleintettau 1:3
W/Neuengrün - Roth-Main 2:1
Burgkunstadt - Burggrub 2:1
Marktzeuln - Friesen II 2:3
Ludwigsstadt - Obermain 3:1
FC Michelau - TSV Küps 2:2
*
Natalie Förtschbeck vom SV Reitsch erreichte zuletzt neun Punkte.

Die Fragen stellte Hartmut Neubauer.



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