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Zwei Freunde und ein brisantes Wiedersehen

Marktstefts Trainer Vilo Vitkovic und Rödelsees Coach Radovan Suchy sind beim Derby nicht die einzigen guten Bekannten.
Da waren sie noch Vereinskollegen: Vilo Vitkovic (links), heute beim TV Marktsteft, und Rödelsees Trainer Radovan Suchy.
 
von ANDREAS STÖCKINGER

Wenn an diesem Samstag in der Handball-Bezirksoberliga der TV Marktsteft auf den TSV Rödelsee trifft, ist das aus etlichen Gründen ein besonderes Spiel. „Da steckt sicherlich Brisanz drin. Das wird ein großes Derby, auf das wir uns freuen. Manche meiner Jungs sprechen bereits seit Wochen über das Spiel“, sagt Marktstefts Trainer Vilo, eigentlich Viliam, Vitkovic.

Vitkovic trug beim letzten Mal, als die ersten Mannschaften der beiden Klubs im Dezember 2004 in Marktsteft um Punkte aufeinandertrafen, das Trikot des TSV Rödelsee. Genau wie sein Gegenüber, Rödelsees Spielertrainer Radovan Suchy. Mit 33:26 gewann damals der TSV, der am Ende der Runde im Frühjahr 2005 als Meister in die Landesliga aufstieg. Auf Platz zwei in der Endabrechnung landete übrigens der TV Marktsteft.

Vitkovic war 13 Jahre in Rödelsee

Für Vilo Vitkovic steckt in der Partie eine ganz andere Note. Sein Engagement in Rödelsee war für den Slowaken der Start quasi in ein neues Leben in Deutschland. Auch deswegen verbindet er einige Gefühle mit dem samstäglichen Gegner. „Das ist etwas ganz Besonderes. In Rödelsee habe ich 13 Jahre gespielt, so lange war ich in keinem anderen Verein. Das kannst du nicht einfach wegstreichen.“ Jede Menge Bekannte und Freunde hat der 42-Jährige nach wie vor dort.

Einer davon ist Radovan Suchy. „Wir sind beide aus der Slowakei, haben einst in Rödelsee zusammen gewohnt. Auch wenn wir uns nicht mehr so oft treffen, gibt es immer ein Thema, über das wir uns unterhalten.“ Für die 60 Minuten am Samstag müsse die Freundschaft kurzzeitig mal ruhen, sagt Vitkovic, auch wenn er im Gegensatz zu seinem Kumpan nicht selbst auf dem Spielfeld mitwirken wird.

In seiner aktuellen Mannschaft hat Vitkovic einige Akteure, die bereits das Trikot des Gegners trugen. Erst vor dieser Runde wechselten aus dem sich damals auflösenden Rödelseer Drittliga-Aufgebot Stefan und Michael Bayer, Milan Nekic, Marius Olbrich und Dominik Lenhart zum TV Marktsteft, wo sie mit Gabor Csorba und Franz-Xaver Hetterich zwei weitere Ex-Rödelseer trafen. „Das sind schon viele Spieler, die eine Beziehung zu Rödelsee haben, auch wenn manche dort nur kurz waren“, sagt ihr Trainer.

Auf der Gegenseite hat die Begegnung auch für Radovan Suchy eine spezielle Note. „Es sind viele Spieler, die ich persönlich trainiert habe, denen ich meine Erfahrung und Ratschläge mitgegeben habe“, so der 39-Jährige. Eine volle Halle und viel Stimmung erwartet Suchy. Sicher, „einen Geschmack“ habe das Spiel schon. Man solle es aber nicht zu hochhängen, auf Missmut möchte er nicht treffen.

Beide Kontrahenten kennen sich ob der vielen Berührungspunkte natürlich bestens. Marktsteft ist nicht nur Suchys Ansicht nach der Favorit und hat mehr Ambitionen nach oben als sein Klub, der gut dabei ist, den freien Fall von der Dritten Liga nach unten zu bremsen. „Wenn Marktsteft leugnet, dass sie nicht aufsteigen wollen, dann weiß ich nicht. Unser Ziel war, in erster Linie in dieser Liga Fuß zu fassen. Das schaut ganz gut aus“, bilanziert Radovan Suchy das erste Drittel der Runde und betont: Die momentane Bilanz mit zwei Niederlagen und Platz vier dürfe man nicht überbewerten. Zumal Rödelsee bislang kaum auf die vermeintlich Großen der Liga getroffen sei, so Suchy. Allerdings brauchen sich seine Verbliebenen nicht zu verstecken. Gerade die Abwehr erwies sich bislang als Prunkstück, mit Torhüter Thomas Paul, Christian Häckner und eben Suchy stehen dort drei Säulen aus höherklassigen Zeiten. Probleme bereite eher der Angriff.

Vilo Vitkovic ist nicht vollends zufrieden mit der Marktstefter Zwischenbilanz, weil sich in den ersten acht Partien bereits zwei Unentschieden eingeschlichen haben. Als zwei verlorene Punkte wertet er diese. „Damit müssen wir leben und weiterarbeiten. Aber bei uns sind vor allem spielerisch noch ein paar Prozent Luft nach oben.“ Die werden auch nötig sein, schließlich stehen mit der DJK Rimpar III und dem TSV Lohr II zwei Reservisten unerwartet weit oben.

Was Vilo Vitkovic und Radovan Suchy am Gegner schätzen? Vitkovic nennt die Defensive mit den Torhütern als Rödelsees Plus. Suchy weiß, dass Marktstefts Stärken im Gegenstoß liegen. „Sie haben viele schnelle Leute wie Gabor Csorba oder Stefan Bayer und machen die einfachen Tore. Das ist die Gefahr“, meint Rödelsees Übungsleiter. Was sich beide Trainer vom Duell am Samstagabend erhoffen? „Ein kämpferisch und spielerisch gutes Spiel“, so Vitkovic. „Spannung“, hält sein Freund dagegen.






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