Wiesentheids Kräfte reichen nicht

Mutig und erfolgreich gestartet, verlieren die Wiesentheider gegen den Würzburger FV noch mit 2:4. Es gibt einen Knackpunkt in der Partie.
Vom Regen in die Traufe kamen Jonas Kleedörfer (vorne) und die Wiesentheider gegen Constantin Schmitts WFV.
 
von ANDREAS STÖCKINGER
U19 Bezirksoberliga
 
JFG Kreis Karlstadt – JFG Kr. Würzburg Süd-West 2:2  
(SG) TSV Bergrheinfeld – SV Heidingsfeld 1:5  
TSV/DJK Wiesentheid – Würzburger FV 2:4  
(SG) FC Hösbach – JFG Werntal Kicker 2:2  
Würzburger FV – (SG) TSV Bergrheinfeld 6:2  
SpVgg Hösbach-Bahnhof – JFG Westspessart 3:0  
JFG Hochspessart – Stadtlauringen/Ballingshausen 3:3  
 
1. (1.) SV Heidingsfeld 2 2 0 0 14 : 3 6  
2. (5.) Würzburger FV 2 2 0 0 10 : 4 6  
3. (2.) JFG Hochspessart 2 1 1 0 9 : 5 4  
4. (3.) (SG) FC Hösbach 2 1 1 0 6 : 2 4  
5. (4.) Stadtlauringen/Ballingshausen 2 1 1 0 5 : 4 4  
6. (5.) SpVgg Hösbach-Bahnhof 1 1 0 0 3 : 0 3  
7. (5.) JFG Kreis Würzburg Süd-West 1 0 1 0 2 : 2 1  
8. (10.) JFG Werntal Kicker 2 0 1 1 4 : 8 1  
9. (12.) JFG Kreis Karlstadt 2 0 1 1 4 : 11 1  
10. (9.) TSV/DJK Wiesentheid 2 0 0 2 3 : 6 0  
11. (11.) JFG Westspessart 2 0 0 2 0 : 7 0  
12. (5.) (SG) TSV Bergrheinfeld 2 0 0 2 3 : 11 0  

TSV/DJK Wiesentheid – Würzburger FV 2:4 (1:3). Die frühe Führung, samt eines mutigen Auftakts, nutzte den Wiesentheidern im ersten Heimspiel der Saison wenig. Auch wenn sie dem Favoriten zunächst gleichwertig begegneten, leisteten sie sich zu viele individuelle Fehler. Die Gäste gewannen letztlich verdient, weil sie sich als spielstärker und läuferisch besser präsentierten. „Wir wollten es über den Kampf schaffen“, sagte Wiesentheids Trainer Helmut Helbich. „Unschlagbar waren die Würzburger nicht, aber uns fehlte der ein oder andere wichtige Akteur. Und wir sind von der Kraft her noch nicht so weit, um dem WFV über neunzig Minuten Paroli bieten zu können.“

Bei Dauerregen begannen die Wiesentheider auf dem Sportgelände in Laub selbstbewusst. Mit frühem und mutigem Stören hatten sie ein Rezept gewählt, das den Gästen anfangs gar nicht schmeckte. Es zahlte sich auch gleich aus: Fabian Kehrer traf schon nach sieben Minuten per Flachschuss zum 1:0 für die Gastgeber. Die WFV-Abwehr hatte den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich gebracht, Lukas Huscher eroberte das Leder und legte für Kehrer auf. Die frühe Führung hielt nicht lange, denn Würzburgs Adrian Hatcher überraschte die Wiesentheider nur fünf Minuten später mit seinem Flachschuss von außen ins lange Eck.

Mit dem 1:1 verließ die Gastgeber der Mut, sie zogen sich zurück, anstatt weiterhin früh zu attackieren. Würzburg nutzte den sich bietenden Raum und fand immer besser in die Partie. Ein nicht unhaltbar scheinender Schlenzer von außen lag schon nach achtzehn Minuten zum 2:1 für den WFV im Wiesentheider Netz, erneut hatten die Gastgeber zu lange gezögert.

Wiesentheid suchte sein Heil vermehrt in langen Bällen aus der eigenen Abwehr, die für die Angreifer auf dem nassen Boden schwer zu kontrollieren waren. Kurz vor der Halbzeit gelang dem WFV der dritte Streich: Torwart Kevin Jung hatte nach einem Distanzschuss den Ball nach vorn abgelenkt. Der dort postierte Lukas Behringer mag beim Nachschuss im Abseits gestanden haben, doch Schiedsrichter Ramon Taub ließ das Tor zum 1:3 zählen (44.).

In der zweiten Halbzeit verkürzte die Heimelf den Rückstand zwar erneut (61.), das 3:2 hatte allerdings nicht allzu lange Bestand. Caner Yalcin nutzte einen zu leichten Ballverlust Wiesentheids zum Konter und traf. Das 4:2 ließ sich Würzburg nicht mehr nehmen, auch wenn die Gastgeber nie aufsteckten und noch die eine oder andere Chance hatten. „Mit dem 1:1 haben wir das Heft in die Hand bekommen“, stellte Würzburgs Trainer Maurizio Orofino fest. „Wir haben das ordentlich runter gespielt. Der Sieg war am Ende nicht in Gefahr.“

Tore: 1:0 Fabian Kehrer (7., Flachschuss), 1:1 Adrian Hatcher (12., Flachschuss ins Eck), 1:2 Nico Keidel (18., Schlenzer), 1:3 Lukas Behringer (44., Abstauber), 2:3 Lukas Huscher (61., Kopfball), 2:4 Caner Yalcin (67., Konter).

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