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Segnitz und die Hochkaräter

Auf Angriff setzen die Segnitzerinnen nach ihrer Rückkehr in die erste Liga. Die Mannschaft ist besser besetzt als noch im Winter – und hat sich etwas vorgenommen.
Die einzigen Erstliga-Sportlerinnen im Landkreis Kitzingen sind die Faustballerinnen des TV Segnitz: (von links) Katharina Hörlin, Tatjana Müller, Quendolin Matterne, Helen Gernet, Trainer Uli Lauck, Luisa Kaemmer, Marites Gernet, Selina Hofmann und Sophie Müller.
 

Im Februar mussten die Faustballerinnen des TV Segnitz noch den Abstieg aus der ersten Bundesliga hinnehmen – nun haben sie schon den nächsten Anlauf genommen. Und dies kam so: Im Faustball gibt es getrennte Winter- und Sommerrunden. Deshalb galt der jüngste Abstieg nur für die Hallenrunde. Das gibt den Segnitzerinnen die Gelegenheit, jetzt erneut ihre Erstliga-Reife zu beweisen.

Trainer Uli Lauck sagt: „Wir gehen unter weit besseren Vorzeichen in die Feldrunde als damals in die Winterrunde.“ Denn nominell hat er inzwischen seinen vollen Kader zur Verfügung. Linda Müller wird zwar an einigen Spieltagen fehlen. Aber diesen Ausfall kann die Mannschaft leichter verkraften, da Studentin Luisa Kaemmer von ihrem Auslandssemester zurück ist. Erfreut stellt Lauck fest: „Ich habe diese Saison fast mehr Angreiferinnen als Abwehrspielerinnen.“

Für die Offensive kann der Trainer noch Ursina Sagstetter und Marites Gernet aufbieten. In der Abwehr sind Sophie Müller und Helen Gernet gesetzt. Dazu bietet sich die ehemalige Landshuterin Katharina Dietz an, die es als Freundin von Martin Müller zum TV Segnitz zog. Einzig Katharina Hörlin muss diese Runde wegen einer Verletzung passen.

Laut Trainer haben sich seine weit verstreut arbeitenden und studierenden Schützlinge vorgenommen, zumindest freitags komplett zu trainieren – was ihnen bislang nur bedingt gelungen ist. Bei zwei Vorbereitungswettkämpfen gaben sie eine ordentliche Figur ab: In Veitsbronn schafften sie es bei kalten Temperaturen bis ins Halbfinale – und in Vaihingen schlugen sie sich bestens in einem Feld mit „ein paar Hochkarätern“, wie Lauck mit Blick auf die starke Konkurrenz erklärt.

„Sie haben nie befreit aufgespielt.“
Trainer Uli Lauck zum missglückten Saisonstart

Dem größten „Hochkaräter“ standen die Segnitzerinnen vor zwei Wochen in Obernhausen gegenüber, wo sie auf den amtierenden Feld-Meister und gar Hallen-Weltpokalsieger TSV Dennach trafen. Mit dem 1:3 gab sich Uli Lauck nicht unzufrieden, traten seine Damen doch forsch an, hatten im zweiten Satz 5:1 geführt und dem hohen Favoriten diesen Durchgang mit 11:8 abgenommen. Freilich hatte Dennach wie erwartet eine Antwort parat – und so traten die Segnitzerinnen mit leeren Händen die Heimreise an, weil sie auch gegen Obernhausen den Kürzeren zogen.

Lauck monierte, dass die Seinen zu wenig Mut gezeigt hätten und deshalb nicht wie erhofft ins Spiel gekommen seien. Nach dem 7:11 im ersten Durchgang kämpften sie sich mit 15:14 zum Satzausgleich. „Sie haben nie wirklich befreit aufgespielt“, sagte der Trainer zum Auftritt seiner Mannschaft, die die weiteren zwei Sätze mit 8:11 abgeben musste. Vor zwei Jahren war Segnitz gemeinsam mit Obernhausen aufgestiegen. Die beiden Kontrahenten haben also gleiche Kragenweite. „Wir müssen im Training ergründen, warum es nicht gepasst hat“, erklärte Uli Lauck vielsagend.

Deswegen tut der Faustball-Lehrer gut daran, bei der Zielsetzung für die Saison vorerst bescheiden zu bleiben. „Unser Vorsatz ist der Klassenerhalt“, sagt er. Insgeheim hegt Lauck höhere Ansprüche, aber seine Schützlinge erschienen zum Saisoneinstand nicht so erfolgshungrig wie er.

Am vergangenen Sonntag zeigten sie dann die von ihrem Trainer erhoffte Reaktion: Bei zwei 3:2-Siegen gegen Hirschfelde und Eibach demonstrierten sie Nervenstärke. Mit 4:4 Zählern liegen sie nach vier Spielen nun auf Rang vier. Eine Platzierung, mit der der Trainer sicherlich auch in ein paar Wochen gut leben könnte.

Zum ersten von drei Heimspieltagen erwarten die Segnitzerinnen an diesem Sonntag (ab 11 Uhr) den Tabellenführer Calw und den Fünften Landshut.

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