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Mainfranken mit klarer Ansage

Nur wenig Anlauf brauchen Mainfrankens Frauen, um in Schwung zu kommen. Vor allem eine tritt beim 34:24 gegen Regensburg auf, als wäre sie nie weg gewesen.
Treffliches Triumvirat: Selina Geißler, Selina Golm und Julia Meyer (von links) begehen den Sieg der HSG Mainfranken.
 
von ANDREAS STÖCKINGER

Das sah schon phasenweise gut aus, was die Handballerinnen der HSG Mainfranken beim Saisonauftakt da ablieferten. Mit 34:24 (15:10) bezwangen sie am Samstagabend die zweite Mannschaft des ESV Regensburg. Nur ganz am Anfang hatten es die Gäste geschafft, sich mit 3:2 und 4:3 zweimal eine knappe Führung zu erarbeiten. Ansonsten kontrollierten die Mainfranken, die in dieser Runde der Landesliga wieder ganz vorne mitspielen wollen, die Handlung.

Eine mischte diesmal wieder mit, als wäre sie nie weg gewesen. Carolin Trabold begann nach ihrer Babypause gleich wieder auf der Position der Spielmacherin, von der aus sie von der Jugend an den Aufstieg des TV Etwashausen bis hin zu einigen Jahren in der Frauen-Bayernliga die Geschicke gelenkt hatte. „So ungewohnt war das gar nicht. Ich kenne ja die Achse mit Isa Renner, Melanie und Julia Meyer schon ziemlich lange“, hatte die junge Mutter hinterher gut lachen. Es fehle ihr vielleicht noch ein wenig Fitness, das Ballgefühl bei den Würfen komme langsam wieder.

Mit ihr hat das Spiel der Mainfranken nicht nur eine weitere Alternative, sondern eine Leistungsträgerin zurück. HSG-Trainerin Steffi Placht ist froh, dass sie ihre Denkerin und Lenkerin wieder dabei hat. „Sie ist auch wichtig, weil sie viele Anweisungen gibt, mit den anderen redet.“ Gerade in der Abwehr helfe sie damit den jüngeren Kräften. Doch auch vorne gab Carolin Trabold bisweilen die Richtung an, wie bei ihrem Tor zum 23:17. Sie sah die Lücke, brauste zwischen zwei Gegnerinnen durch, ohne Rücksicht auf Verluste, und netzte sicher ein.

Dennoch brauchten die Kitzingerinnen zunächst etwas, bis sie ihn Fahrt kamen. Zwei zunächst vergebene Siebenmeter der Meyer-Schwestern waren wohl mangelnder Konzentration geschuldet. Doch mit der Zeit erreichten nicht nur die Würfe Melanie Meyers ihr Ziel. Gemeinsam mit den anderen machte sie vorne regen Betrieb. Da gab es schöne Züge über den Kreis und die flinke Isabella Renner. Nachwuchstalent Julia Flohr deutete im Rückraum ihr Potenzial an. Nur über die Außenpositionen fehlte es an Schwung.

Die deutlich jüngeren Gegnerinnen aus Regensburg versuchten es mit Laufstärke und Tempo, hatten in Jasmin Ellwanger ihre gefährlichste Werferin. Insgesamt mangelte es ihnen aber im Abschluss und an der Robustheit. Spätestens zur Halbzeit schien eigentlich klar, dass da für die Mainfranken nichts anbrennen würde.

Daran änderte auch eine kurze Deckung gegen Melanie Meyer wenig, denn das bot mehr Platz für die Mitspielerinnen. Die Mainfranken waren auf diese Variante vorbereitet. Gleich zu beginn der zweiten Halbzeit wischten Julia Meyer mit einem Konter zum 16:10 und ihre Schwester mit den Toren zum 17:11 und 18:12 eventuelle Hoffnungen der Gäste wieder weg. Regensburg konnte den Gegner nicht mehr wirklich gefährden.

Am Ende siegte die HSG mit zehn Treffern Vorsprung. „Wir haben uns zu viele technische Fehler und zu viele Fehlwürfe geleistet, das machte es zu deutlich“, stellte Regensburgs Trainerin Andrea Croitoru fest. Ob die Mainfranken wirklich ein Titelkandidat sind, müsse man abwarten. Deren Trainerin Steffi Placht war mit dem Auftakt zufrieden. „34 Tore, das ist schon eine Ansage. Der Angriff hat gepasst, die Abwehr in der ersten Halbzeit auch. Wir hatten viele gute Aktionen, haben uns viele Chancen herausgearbeitet, in Überzahl gut gespielt.“

Die Statistik des Spiels

HSG Mainfranken – ESV Regensburg II 34:24 (15:10)

Mainfranken: Schuller, Hebling; Selina Geißler, Golm (2), Julia Meyer (4), Petra Geißler (1), Melanie Meyer (13/5), Flohr (6), Trabold (1), Meulenkamp (2), Renner (5), Knauer.

Regensburg: Hecht; Peter (5), Wyrwoll (1), Ohsam (1/1), Tillack (4/2), Poschenrieder, Scheffter, Schürzinger (2), Hagl (1/1), Wörl (1), Ellwanger (9).

Schiedsrichter: Groß/Weiß (Münchberg).

Zuschauer: 40 (geschätzt).

Siebenmeter: 8:5 (6:4 verwandelt).

Zeitstrafen: 2:10 Minuten (Golm; 3x Ohsam, Tillack, Ellwanger).

Rote Karte: Ohsam (52., dritte Zeitstrafe).

Spielfilm: 2:1 (3.), 3:4 (8.), 7:6 (16.), 10:6 (19.), 11:8 (23.), 14:9 (27.), 15:10 (Halbzeit); 16:11 (31.), 19:13 (35.), 22:17 (45.), 27:20 (51.), 29:23 (54.), 34:24.

Landesliga Nord Frauen
 
HC Sulzbach-Rosenberg – TG Landshut 30:21  
HSV Bergtheim II – TSV Winkelhaid 19:29  
MTV Stadeln – TSV Röthenbach 40:18  
HSG Mainfranken – ESV Regensburg II 34:24  
TV Helmbrechts – MHV Schweinfurt 24:19  
SG Kunstadt/Weidhausen – SV Obertraubling 12:19  
 


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