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Der SSV macht ziemlich viel richtig

Die Kitzinger erspielen sich im Derby gute Chancen und lassen nur wenig zu. Ihr 2:0-Sieg wirkt wie Balsam. Aber was ist mit den hochgehandelten Dettelbachern los?
Der Dettelbacher Benedikt Schraud (links) versucht Kitzingens Ballakrobaten Fabian Sillig die Kugel abzujagen.
Dettelbach und Ortsteile - SSV Kitzingen
 

Das ist Balsam auf die in den vergangenen Jahren oftmals geschundene Fußballseele des SSV Kitzingen. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga haben die Siedler einen optimalen Saisonstart hingelegt und am Sonntag auch das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell gegen Dettelbach und Ortsteile mit 2:0 (1:0) gewonnen. Damit erhielten die Aufstiegshoffnungen der Dettelbacher bereits am zweiten Spieltag einen herben Dämpfer. Denn besonders die fehlende Durchschlagskraft war frappierend.


Erfolgreich waren die Landkreisrivalen in die neue Spielzeit gestartet. Hatten sich die Dettelbacher eine Woche zuvor bei Aufsteiger ETSV Würzburg mit 2:0 durchgesetzt, waren die Siedler gegen die dritte Mannschaft der Würzburger Kickers, den ehemaligen Post-SV Sieboldshöhe mit 3:0 erfolgreich geblieben. Die Erwartungen an das direkte Aufeinandertreffen waren denn auch hoch, was die stattliche Zahl von Zuschauern zeigte.

Vor rund 250 Interessierten auf dem Euerfelder Sportgelände übernahmen zunächst die Gastgeber die Initiative, wirklich einfallsreich agierten sie dabei aber nicht. Die seit dieser Saison von Thomas Beer trainierten Kitzinger verschoben immer wieder geschickt und boten ihrem Gegner kaum Räume für gefährliche Kombinationen. So entstand die erste Dettelbacher Chance auch aus einem SSV-Ballverlust. Doch Tom Reiners Abschluss landete sicher in den Armen Michael Kümmels, der in der Folge kaum mehr eingreifen musste.

Beide Teams beharkten sich vornehmlich im Mittelfeld und schenkten keinen Ball verloren. „Es war etwas nicklig, aber bei der Rivalität beider Teams möchte man jeden Zweikampf unbedingt gewinnen“, sagte Kitzingens Felix Scheider hernach. Erst nach einer knappen halben Stunde verzeichneten die Gastgeber zwei weitere gefährliche Aktionen, als erst Fabian Kühnl knapp am Tor vorbeiköpfte und kurz darauf Julian Deinlein in zentraler Position zu überhastet abschloss. Insgesamt war es allerdings zu wenig, was die Hausherren anboten, um das Kitzinger Abwehrbollwerk zu knacken.

So waren es die Gäste, bei denen erst Fabian Sillig den ersten Warnschuss abgab und dioe kurz vor dem Seitenwechsel in Führung gingen. Nach einem unnötigen Foulspiel brachte Marco Müller das Leder an den Elfmeterpunkt, wo Felix Scheider unbedrängt einköpfen konnte. „Standardsituationen hatten wir explizit angesprochen, weil wir um deren Stärke bei ruhenden Bällen wussten“, ärgerte sich Dettelbachs Coach über den Gegentreffer, den Kitzingern in die Karten spielte.

Dettelbach musste im zweiten Durchgang noch offensiver agieren, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen, biss sich aber immer wieder an den diszipliniert spielenden Siedlern die Zähne aus. Mehr als zwei Distanzversuche der Reiner-Brüder sprang bei den Bemühungen nicht heraus. Vielmehr waren es die Gäste, die über Konter mehrmals gefährlich vor dem Dettelbacher Gehäuse auftauchten.

Erst verpasste Steffen Metz eine scharfe Hereingabe Greubels, im Nachschuss scheiterte Christopher Soldner an Bastian Ringelmann. Vincent Held und Leander Greubel jagten das Leder aus aussichtsreicher Position über den Balken. „Wir hatten nach der Pause die besseren Möglichkeiten und müssen eher das zweite Tor erzielen“, meinte SSV-Trainer Thomas Beer, dessen Team beinahe noch den Ausgleich kassierte.

Doch Benedikt Schraud vergab aus sieben Metern. So war es in der Nachspielzeit dem agilen Leander Greubel vorbehalten, alleine vor Ringelmann, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

„Wir wollten unbedingt gewinnen, und die Mannschaft hat ziemlich viel richtig gemacht. Aufgrund des Chancenplus haben wir auch verdient gewonnen“, freute sich Beer über den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Sein Gegenüber Hofmann hingegen haderte mit hohen Fehlerquote seiner Schützlinge und der fehlenden Konsequenz im Angriffsdrittel. Besonders der Spielfluss habe gefehlt.

Die Statistik des Spiels

Dettelbach und Ortsteile – SSV Kitzingen 0:2 (0:1)

Dettelbach: Ringelmann – Kühnl, Graber, Deinlein, Tom Reiner (73. Meyer), Bock (53. Schimmer), Stark, Geitz, Lohr (67. Schraud), Weickert, Tim Reiner.

Kitzingen: Kümmel – Hornung (46. Kuhmann), Soldner, Metz (63. Schmidbauer), Ketturkat, Vincent Held, Marco Müller (89. Karwath), Scheider, Greubel, Sillig, Bartsch.

Schiedsrichter: Tallner (Abtswind).

Zuschauer: 250.

Tore: 0:1 Felix Scheider (43.), 0:2 Leander Greubel (90.+1).

Gelbe Karten: Graber, Geitz, Tim Reiner; Ketturkat, Müller, Scheider.



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