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Sport  // Kitzingen

Dem Meistermacher fällt der Abschied schwer

Nach 19 Jahren ist Schluss: Raimund Wagenhäuser geht als Trainer in Ruhestand. Volkachs Volleyballer verlieren einen Pionier und großen Förderer.
Bald Trainer-Ruheständler: Raimund Wagenhäuser.
 

Noch lange nach Spielende stand Raimund Wagenhäuser am vergangenen Samstag in der Lengfelder Kürnachtalhalle – vielleicht, um den Moment und die Atmosphäre zu genießen. Er ließ den Blick und die Gedanken schweifen, sagte, dass er zum Saisonende als Trainer aufhören werde. So beiläufig, wie er davon sprach, kann er es wohl selbst nicht glauben, dass für ihn nach neunzehn Jahren als Trainer Schluss sein wird. Es gibt Dinge, die einfach untrennbar miteinander verbunden sind. Sonne und Mond, Licht und Schatten, Gott und die Welt.

Volleyball in Volkach – das war seit Urzeiten mit Raimund Wagenhäuser verbunden. Er hat diesen Sport an der Mainschleife groß gemacht, hat Pionierarbeit geleistet, ohne die der Aufbruch von heute nicht denkbar wäre. Den aktuell erfolgreichsten Jahrgang des Klubs, die Männer I, hat er von klein auf begleitet. Die meisten dieser Spieler kamen als Kinder in der F-Jugend zu ihm, und er hat sie groß gemacht und sie bis vor das Tor der Regionalliga geführt. Schafft er in zwei Wochen mit ihnen den Sprung, wäre es die Krönung seines sportlichen Lebenswerks.

All das muss man bedenken, wenn er sagt: „Diese Entscheidung fällt mir extremst schwer.“ Aber heißt es nicht immer, dass man gehen soll, wenn es am schönsten ist? Wagenhäuser sagt, es sei jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Mannschaft ist auf ihrem Zenit, viel weiter wird es nicht mehr nach oben gehen – und Wagenhäuser ist mit 61 an einem Punkt, an dem er loslassen will, auch weil die Belastung im Beruf zu groß geworden ist, wie er sagt. Als Ausbildungsleiter eines deutschlandweit tätigen Sanitärgroßhändlers ist er oft und viel unterwegs, auch diese Woche wieder.

Einen Nachfolger des Trainers hat der VfL offiziell noch nicht benannt. Vielleicht weil es selbst noch keiner glauben kann, dass die Ära Raimund Wagenhäuser in zwei Wochen zu Ende sein wird.

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