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Bayerns Auftritt macht sprachlos

Die Kitzinger loten beim 1:4 neue Leistungstiefen aus und zeigen einmal mehr: Was da auf dem Platz steht, ist keine Einheit, geschweige denn ein Team.
Diese Mienen sprechen Bände: die Kitzinger Trainer Frank Wettengel (li.) und Björn Auer im Angesicht der neuerlichen Niederlage.
 

Sprachlos saßen Frank Wettengel und Björn Auer nebeneinander auf der Bank, ehe sich der Vorsitzende Hans Schardt zu beiden setzte. „Ernüchternd, enttäuschend, deprimierend“ waren Worte, mit denen Wettengel das zuvor gesehene 1:4 (0:2) gegen Kleinrinderfeld ein paar Minuten danach etikettierte.

Versprengt saßen oder standen währenddessen jene Spieler, die zuvor das Trikot Bayern Kitzingens getragen hatten, einzeln oder in kleinen Gruppen auf dem Feld. Mehr Beschreibung brauchte es eigentlich nicht, um zu sehen, dass es hier an der nötigen Einheit mangelt. Wer zudem die neunzig Minuten zuvor gesehen hatte, dem wurde bewusst, dass diese Mannschaft so keine ist. Entsprechend wird dieses Wort im Folgenden fehlen.

Obwohl sich das personelle Rein und Raus bei Bayern Kitzingen auch diesmal fortsetzte, standen Benedikt Jandl als zentraler Verteidiger und Tolga Arayici im offensiven Mittelfeld erstmals in dieser Saison auf dem Feld. „Ich habe mich sehr darauf gefreut“, beschrieb Arayici als Kitzingens Spielführer seine Rückkehr, fügte aber ebenso an: „Leider ist es anders gelaufen, als ich mir es gewünscht hatte.

“ Auch Felix Straßberger stand nach zwei Wochen verletzungsbedingter Pause wieder zur Verfügung. Fehlend, um das an dieser Stelle einmal zu erwähnen: Sebastian Davidson, Marco Endres, Nico Gaubitz, Manuel Kutz, Christopher Lenhart, Philip Schlarb, Maximilian Wunder und der bereits vor drei Wochen aus internen Gründen suspendierte Niko Pfaffendorf. Ferner haben in Johannes Dürr und André Hartmann zwei Stammspieler der vergangenen Runde in dieser Saison noch kein Spiel absolviert.

Von Beginn an liefen die Kitzinger dem Ball und Gegner nach. Als Silas Krebelder einen Freistoß von links an den Fünf-Meter-Raum schlug, düpierte Peter Endres die stehende Abwehr Kitzingens und lenkte den Ball zur frühen Führung ins Tor. Mitte der zweiten Halbzeit verwandelte Krebelder einen zuvor an Benedikt Engert verschuldeten Foulelfmeter und erhöhte den Vorsprung. Zuvor hatten unter anderem die Latte bei Manuel Jägers Kopfball und Florian Gaubitz bei Simon Sommers Nachsetzen auf der Linie gerettet.

Angesichts der Vielzahl sehr guter Chancen ließen die Gäste bei nur zwei Toren in der ersten Halbzeit Gnade vor Recht ergehen. „Wir hätten das eine oder andere Tor mehr schießen müssen“, sagte Kleinrinderfelds Trainer Hans-Jürgen Meyer.

„In der ersten Halbzeit fanden wir überhaupt nicht statt. Dazu fehlen mir die Worte“, bemerkte Wettengel konsterniert. Zwar standen elf Akteure mit schwarzen Trikots auf dem Platz, doch nahmen nicht alle am Spiel Bayern Kitzingens teil. „Eigentlich muss das Spiel in der Halbzeit schon für uns vorbei sein“, wunderte sich Kitzingens Trainer über die Nachlässigkeiten des Gegners im Abschluss. Der Hausherren einzige Torchance resultierte aus einem Strafstoß nach einem Foul gegen Ahmed Bakare, doch Shawn Hilgert scheiterte an Kleinrinderfelds Torhüter Pascal Krämer, Arayici vergab die Gelegenheit beim Nachschuss.

Die zweite Halbzeit brachte zwar keine wesentliche Besserung ins Kitzinger Spiel, aber durch einen Freistoß das unerwartete Anschlusstor. „Wir wollten Standards vor dem Tor vermeiden“, erklärte Meyer. Aus dem Spiel heraus sei Kitzingen ja nicht gefährlich gewesen. Von rechts zirkelte der bis dahin nicht aufgefallene Jannik Feidel den ruhenden Ball an der Abwehrmauer rechts in den Winkel. Er machte sein sehenswertes Tor aber durch das Ausziehen des Trikots selbst wieder zunichte. Die folgende Gelbe Karte war die eine, das darunter getragene und demonstrativ gezeigte Trikot Pfaffendorfs die andere Sache.

Dass Kitzingen über ein paar gute Momente nicht hinauskam, passte ins Bild. Endres behauptete mit aller Routine den Ball im gegnerischen Strafraum, legte zurück auf Tim Schlachter, und der schoss im zweiten Anlauf ins Tor. Nur eine Minute später erhöhte Endres gegen eine aufgelöste Abwehr den Vorsprung erneut. Dieser hätte aufgrund weiterer Chancen in der letzten Viertelstunde wiederum höher ausfallen können. Kleinrinderfeld war Kitzingen in allen Belangen und auf zu vielen Positionen überlegen. Am Abend saßen Verantwortliche, Trainerteam und Spieler im Bayernheim noch länger zusammen – aber nicht wegen der Ebshäuser Kerm.

Die Statistik zum Spiel

Bayern Kitzingen – TSV Kleinrinderfeld 1:4 (0:2)

Kitzingen: Florian Nöth; Benedikt Jandl, Felix Straßberger (75. Sebastian Stumpf), Tolga Arayici, Fabio Feidel, Jannik Feidel, Florian Gaubitz, Mario Schmidt, Ahmed Bakare (80. Tim Pfaffendorf), Levi Wendel, Shawn Hilgert (46. Kastriot Krasniqi).

Kleinrinderfeld: Pascal Krämer; Manuel Jäger, Peter Endres (79. Stephan Spingler), Benedikt Engert, Simon Sommer, Marco Kramosch, Tim Schlachter (86. Lukas Klüpfel), Sandro Kramosch, Magnus Rentzsch, Silas Krebelder (75. Justin Schaub), Joshua Heberlein.

Schiedsrichter: Björn Söllner (Aidhausen).

Gelbe Karten: Straßberger, Jannik Feidel, Gaubitz; Krämer.

Zuschauer: 185.

Tore: 0:1 Peter Endres (8., nach Freistoß von Silas Krebelder), 0:2 Silas Krebelder (27., Foulelfmeter), 1:2 Jannik Feidel (58., direkter Freistoß), 1:3 Tim Schlachter (67., nach Rückpass von Peter Endres), 1:4 Peter Endres (69., nach Vorarbeit von Silas Krebelder).

Besonderheit: Krämer (Kleinrinderfeld) hält Foulelfmeter von Hilgert (30.).

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