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Abtswinder Wirren der Nachspielzeit

Zweimal zieht der Titelanwärter gegen den Aufsteiger in Führung, zweimal wird er noch abgefangen. Die letzte Minute birgt auch für Trainer Skarabela ein Novum.
Frank Hartlehnert (links) und die Abtswinder waren zweimal davongezogen – und wurden von Heimbuchenthal noch eingeholt.
 

Dieses 2:2 (1:0) fühlte sich für den TSV Abtswind wie eine Niederlage an. „Es ist mir zum ersten Mal als Abtswinder Trainer passiert, dass wir in der Nachspielzeit ein Tor bekommen“, sagte Petr Škarabela ernüchtert, „und ich hoffe, es war das letzte Mal.“ In der vierten Minute der Nachspielzeit hatte der TSV Heimbuchenthal am Samstag noch den Ausgleich geschafft.

Alles hatte höchst unverdächtig und fast schon wie immer begonnen. Abtswind übte von Beginn an Druck auf den Gegner aus. Sieben Minuten waren gespielt, als Steffen Barthel mit Abtswinds erster großer Gelegenheit den Ball aus wenigen Metern am rechten Pfosten vorbei ins Aus schob. Nicolas Wirschings Schuss aus kurzer Distanz parierte Heimbuchenthals Torwart Dominik Stürmer, Peter Mrugallas Schuss aus der Drehung krachte knapp neben dem Tor in die Bande. Der einzige Schuss Heimbuchenthals, abgefeuert von Steffen Bachmann, barg keine Gefahr für Abtswinds Torwart Julian Schneider. Adrian Dußler dagegen schob den Ball von links am langen Pfosten vorbei, Jürgen Endres' Schuss im Fallen flog übers Tor, und Verteidiger Philipp Aulbach rettete gegen Wirschings Kopfball gerade noch auf der Linie.

Zumindest brachte die Fülle an Chancen ein Tor hervor: Barthel bugsierte den Ball nach Flanke Hämmerleins von links aus wenigen Metern zum Abtswinder 1:0 über die Linie. Die Gastgeber bestimmten das Spiel, führten verdient, doch angesichts ihrer zahlreichen Chancen zu niedrig. Für Heimbuchenthal lief in der ersten Halbzeit alles etwas zu schnell ab. Vor allem über die linke Seite waren Frank Hartlehnert und der für den verletzten Michael Herrmann nach wenigen Minuten eingewechselte Daniel Hämmerlein nicht zu stoppen. „Wenn wir mit 0:4 in die Halbzeit gehen, brauchen wir uns nicht zu beschweren. Abtswind ist das Stärkste, was wir in dieser Liga gesehen haben“, sagte Heimbuchenthals Spielertrainer Fabian Thiel anerkennend.

Die mutigen Gäste hielten Abtswind in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit aber vom eigenen Tor fern und kamen besser ins Spiel, als sie nicht mehr fortwährend in der Abwehr gebunden waren. „Nach der Pause haben wir zwanzig Minuten sehr passiv gespielt. Das hat den Gegner aufgebaut“, sagte Skarabela. Als Christopher Röth nach einem Laufduell gegen Adrian Graf und einem Zweikampf mit Hämmerlein ins Fallen kam, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, obwohl Graf später den Tatort außerhalb des Strafraums beschrieb.

Steffen Bachmann, Heimbuchenthals erfahrenster Akteur, verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1.

Durch den Ausgleich schienen die Abtswinder aufgewacht. Sie drängten und erzielten nach wenigen Minuten durch Wirsching erneut die Führung. Eine Minute später scheiterte Mrugalla an der Latte. Die Entscheidung hätte ebenso fallen können, als Jürgen Endres den eingewechselten Daniel Endres bediente. Das daraus entstandene Tor gab der Schiedsrichter wegen Abseits nicht. „Das war die Schüsselszene des Spiels“, fand Skarabela.

Gelb und Rot in einer Minute

Nach Gelb und Gelb-Rot binnen einer Minute gegen Wirsching stand Abtswind in der Nachspielzeit zudem in Unterzahl gegen einen Gegner auf dem Platz, der seine allerletzte Chance witterte. Zweimal hatten die Gastgeber bereits geklärt. Dann fiel der Ball nach Christopher Röths Schuss von der Latte auf den Kopf Kevin Bohns – und von dort zum 2:2 ins Tor. „Was sich in der letzten Minute abgespielt hat, sieht man selten. Wir stehen mit einem Punkt da, und wissen nicht warum“, urteilte Skarabela. Das Ergebnis wäre nur eine Frage der Höhe gewesen, wäre Abtswind nicht wiederholt so fahrlässig mit den eigenen Chancen umgegangen.

Doch das Unentschieden gegen den Aufsteiger taugt nicht dazu, das viele Gute in Frage zu stellen. „Vielleicht war es wieder ein Dämpfer zur richtigen Zeit, damit wieder alle fokussiert sind“, meinte Adrian Graf. „Im Prinzip liegt es nur an uns, ob wir gewinnen.“

Die Statistik des Spiels

TSV Abtswind – TSV Heimbuchenthal 2:2 (1:0)

Abtswind: Schneider – Herrmann (11. Hämmerlein), Graf, Brunsch, Wirth – Hartlehnert (61. Daniel Endres), Dußler, Wirsching, Jürgen Endres – Mrugalla, Barthel (90. Riedel).

Heimbuchenthal: Stürmer – Roscher, Thiel, Spatz, Aulbach – Ritter, Grund (79. Heilig) – Röth, Krug (61. Bohn), Schmitt (61. Kunkel) – Bachmann.

Schiedsrichter: Doneff (Weingarts).

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Steffen Barthel (36.)., 1:1 Steffen Bachmann (66., Foulelfmeter), 2:1 Nicolas Wirsching (72.), 2:2 Kevin Bohn (90.+4).

Gelbe Karten: Jürgen Endres, Wirth.

Gelb-Rote Karte: Wirsching (Abtswind, 90.+2, wiederholtes Foul).

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