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Triathlon

Hofheim ist international

Die 28. Auflage zieht so viele Starter an wie bisher noch nicht.
Los geht's: 1900 m Schwimmen im Ellertshäuser See Fotos: Günther Geiling
 
von GÜNTHER GEILING
Benjamin Dicke vom ProEnzymn Tri Team Hamburg heißt der Sieger des 28. Hofheimer Triathlons, der mit 302 Teilnehmern erstmals die 300er-Marke überschritt. Er kam nach 4:26:03 Std. im Ziel an und damit 9:22 Min. vor Andreas Döring vom HVB Club München. Beim Kurz- oder olympischen Triathlon siegte Florian Staudt vom SV 05 Würzburg in 2:14:35 Std. vor Ralf-Paul Hänisch (TG Schweinfurt), der nach 2:19:36 Std. über die Ziellinie ging.
Die langjährige Erfahrung der Organisatoren vom TV Hofheim spürte man an allen Ecken und Enden. Für das Abstellen der wertvollen Fahrräder vor dem ersten Wettbewerb am Ellertshäuser See standen Fahrradständer für die passenden Reifen wie etwa 23-mm-Spalten oder andere Größen bereit. Die Schwimmstrecke war mit Bojen gekennzeichnet. St. Petrus meinte es gut: Die Wassertemperatur betrug zwischen 20,6 und 22 Grad und auf der Straße über 30 Grad. Fast alle Schwimmer gingen in Neoprenanzügen ins Wasser.
Der Triathlon-Abteilungsleiter des TC Hofheim, Michael Greb, freute sich schon bei der Einweisung, dass der Hofheimer Triathlon so gut angenommen werde und man in diesem Jahr die Rekordmarke von 300 Startern überschritten habe. Bürgermeister Wolfgang Borst und Dr. Kurt Vogel schickten die Sportler im See auf die "Reise".
Schon auf den ersten 200 m zog sich das Teilnehmerfeld der 87 Sportler weit auseinander. Borst, der selbst zehn Mal den Hofheimer Triathlon absolviert hat, erklärte: "Oft kommen die Sportler aus Schwimmvereinen. Wenn man in dieser Disziplin fit ist, ist das gut für den Wettbewerb. Laufen und Radfahren kann man sich eher antrainieren als die Schwimmarbeit und das Gleiten im Wasser." Und für das schnelle Gleiten sorgen Neoprenanzüge, die fast alle Schwimmer trugen und die nach Aussagen der Sportler schnellere Zeiten im Wasser bewirken. Immerhin hatte man ja 1900 m zu bewältigen.
Auf dem Rad waren 94,6 km gefordert. Hier machte den Fahrern die Hitze von über 30 Grad schon zu schaffen, auf manchen Streckenteilen aber auch der starke und böige Wind. "Der Wind ist der größte Gegner und oft viel schwieriger als eine leichte Anhöhe. Beim Radfahren kann er ein richtiges Ekel werden, während es beim Laufen ganz anders ist, wenn einem etwas die Luft umweht", meinte ein Teilnehmer. Hier erzielte der spätere Zweitplatzierte Döring mit 2:22:29 Std. und fast zehn Minuten Vorsprung die absolut beste Zeit, während der älteste Teilnehmer, der 73-jährige Gunther Dihsmaier, nur erstaunliche 3:28:47 Std. benötigte. Nur eine Handvoll Fahrer gab auf dieser Langstrecke auf und begründete dies mit dem Wind.
Warum quälen sich Sportler gleich durch diese drei Disziplinen, während Nichtsportler schon beim Schwimmen, Radfahren oder Laufen allein ins Schwitzen kommen? Die unterschiedlich langen Distanzen reichen etwa vom sogenannten "Jedermann-Wettkampf" über 700 m Schwimmen, 20 km Fahrrad und fünf Kilometer Laufen bis hin zur Langdistanz, die beim berüchtigten Ironmann auf Hawaii gelaufen wird. Es geht auch noch länger, Der Reiz liegt für viele Teilnehmer vor allem darin, in allen drei Triathlon-Disziplinen fit zu werden und das Training abwechslungsreich zu halten.
Der Triathlon ist durchaus nicht nur eine Sportart für "harte Männer". Auf der "Mitteldistanz" waren in Hofheim auch elf Damen vertreten. Siegerin wurde Nadja Lindner (ASV Kulmbach) in 5:01:35 Std. vor Astrid Werner (TSV Altenfurt) und Uli Klemm vom ALV Mainz.
Der Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke erfolgte mitten in der guten Stube auf dem Marktplatz von Hofheim. Es wuselte aus allen Richtungen, als die einen schnell vom Rad stiegen und sich aufs Laufen vorbereiteten, während die anderen schon in Richtung Ziellinie liefen.
Die Sportler kamen aus allen Richtungen Deutschlands bis hinauf nach Hamburg oder hinunter nach Bad Tölz, aber auch aus Polen, Holland und sogar Syrien. Für den Sieger in der Mitteldistanz, den 34-jährigen Benjamin Dicke, war dies keine Eintagsfliege. Er kämpft regelmäßig in seinem Verein in Hamburg direkt in Mannschaftswettbewerben in der 2. Liga Nord. Aus seiner Motivation macht er kein Geheimnis: "Eigene sportliche Grenzen ausloten, Fitness erhalten, Spaß am Trainieren, Messen mit anderen Athleten und Ausgleich zum Arbeitsalltag."
Trotzdem erstaunlich, dass er nicht einmal annähernd an die Siegerzeiten der letzten drei Jahre herankam. Die Zeit des Vorjahressiegers Sebastian Neef (Tristar Regensburg) mit 4:06:40 Std. müsse als "außergewöhnliche Leistung" angesehen werden, und auch die Ergebnisse von Peter Strzezyk (TG 48 Schweinfurt) mit 4:16:38 Std. aus dem Jahr 2015 und von Marko Gränitz (SV Würzburg 05) mit 4:14:44 Std. aus dem Jahre 2014 blieben unangefochten.
Die Triathleten aus der Region hatten es gegen solche Konkurrenten natürlich schwer. Johannes Werner (TV Königsberg) erreichte unter den Lokalmatadoren Platz 10 vor Martin Falk (SC Haßberge, 14.) und Stefan Messingschlager (SC Stettfeld, 19.). Im Kurz-Triathlon über die olympische Distanz reihte sich Carolin Hauck (TV Haßfurt) als Gesamt-14. sogar vorne bei den Männern ein.
Anders war es beim Sprinttriathlon, in dem Sebastian Kern (1. FC Haßfurt) den zweiten Platz belegte. Unter den ersten Zehn waren auch Simon Kandler (Team Mainathlon Eltmann, 5.), Jan Ullrich (SG Eltmann, 9.) und Johannes Hey (Brauverein Unfinden, 10.) zu finden. Bei den Damen erreichte Sophia Messingschlager vom SC Stettfeld den sechsten Platz. Beste Sprintstaffel waren die "drei Muskelkater" mit Simon Vollert, Felix Pfuhlmann und Hans Appel in der Zeit von 50:41 Min.
Nach der großen körperlichen Anstrengung sah man auf dem Marktplatz bei der Siegerehrung durchweg strahlende Gesichter. Die Helfer vom TC Hofheim sorgten für einen stimmungsvollen Ausklang dieses großen sportlichen Events.


Ergebnisauszug

Mitteldistanz (1900 m Schwimmen, 94,6 km Radfahren, 20,4 km Laufen): 1. Benjamin Dicke (ProEnzym Tri Team Hamburg) 4:26:03 Std., 2. Andreas Döring (HVB Club München) 4:35:25, 3. Jan Diekow (SV Würzburg 05) 4:37:20, 4. Alexander Nikolopoulos (TV Bad Orb) 4:37:53, 6. Christian Gründel (TSV 1860 Staffelstein) 4:38:12, 10. Johannes Werner (TV Königsberg) 4:49:22, 14. Martin Falk (SC Haßberge) 4:59:39, 19. Stefan Messingschlager (SC Stettfeld) 5:12:19
Kurz-Triathlon (1500 m Schwimmen, 43 km Radfahren, 10,2 km Laufen): 1. Florian Staudt (SV Würzburg 05) 2:14:35 Std., 2. Ralf-Paul Hänisch (TG 48 Schweinfurt) 2:19:36, 3. Martina Novakova (Lawi Sport) 2:20:41, 4. Johannes Edelmann (TG 48 Schweinfurt) 2:23:35, 5. Anna-Lena Klee (TSV Mellrichstadt) 2:23:51, 14. Carolin Hauck (TV Haßfurt/ASC Göttingen) 2:31:29
Sprinttriathlon (700 m Schwimmen, 17,2 km Radfahren, 5,1 km Laufen): 1. Felix Bregenzer (Neckarsulmer Sportunion) 52:43 Min., 2. Sebastian Kern (1. FC Haßfurt) 54:35, 3. Julian Müller (SV Würzburg 05) 54:54, 4. Thomas Tietz (Tria TV Bad Mergentheim) 55:11, 5. Simon Kandler (SG Eltmann Team Mainathlon) 56:55, 9. Jan Ullrich (SG Eltmann) 59:55, 10. Johannes Hey (Brauverein Unfinden) 1:01:03 Std.
Sprintstaffel: 1. "Die drei Muskelkater" (Simon Vollert, Felix Pfuhlmann, Hans Appel) 50:41 Min., 2. Team Bikeword Brand (Nico Bremse, Martin Vogt, Florian Kretschmann) 54:03, 3. LaFaCe Team Weiden (Ralf Rupp, Florian Arnold, Walter Arnold) 59:40
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