Zehn Sander verteidigen 2:1 gegen Großbardorf

Der FC Sand gewann sein Heimspiel gegen den TSV Großbardorf mit 2:1 und setzte sich vorerst im Mittelfeld der Fußball-Bayernliga Nord fest.
Die beiden Sander Andre Schmitt (links) und Daniel Krüger (rechts) stoppen gemeinsam den Großbardorfer Angreifer Kanz (Mitte).
 
von ALFONS BEUERLEIN
Nach seinem zweiten Heimspiel in Folge in der Fußball-Bayernliga Nord verließ der FC Sand den Platz zum zweiten Mal als Sieger. Nach Erlenbach (6:1) schlug er diesmal der TSV Großbardorf im Seestadion mit 2:1. Das Ergebnis stand bereits zur Halbzeit fest. Verdient ist der Erfolg der Sander vor allem deshalb, weil sie ab der 60. Minute nach einer Roten Karte für Florian Gundelsheimer ihren knappen Vorsprung in Unterzahl verteidigten.

Das Derby begann schleppend, denn bei den hohen Temperaturen spielten beide Mannschaft zunächst nur sehr verhalten nach vorne. Es dauerte es bis zur 14. Minute, bis sich dem Großbardorfer Pascal Stahl eine erste Möglichkeit bot. Nur eine Minute später kam der FC Sand aber schon zur 1:0-Führung. Sebastian Wagner zog im Fallen von der Strafraumgrenze aus ab. Sein Schuss wurde von der Gästeabwehr zu Florian Gundelsheimer abgelenkt, der das Leder volley aus etwa sieben Metern unter die Latte hämmerte. Gästetorhüter Voll war machtlos.


Leim erhöht auf 2:0

In den nächsten Minuten bemühte sich der TSV Großbardorf, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Da Sand mit guter Einstellung kämpferisch dagegen hielt, gelang das jedoch nicht. Obwohl die Gästen durch den Ex-Sander Pascal Stahl zwei, drei weitere Kopfballmöglichkeiten hatten, war die Begegnung weitgehend ausgeglichen. In der 24. Minute erhöhten die Gastgeber etwas überraschend auf 2:0. Nach einem Freistoß von Danny Schlereth schoss Sebastian Wagner zunächst seinen Mitspieler Thorsten Schlereth an. Dominic Leim reagierte am schnellsten und bugsierte den Abpraller im Fallen über die Torlinie. Durch die frühzeitige 2:0-Führung waren die Hausherren in der Folge einen Tick agiler. Das gestiegene Selbstvertrauen zeigte sich auch bei einem 35-Meter-Schuss von Daniel Krüger, auch wenn aus dieser Entfernung für das TSV-Tor keine Gefahr bestand. Auf der Gegenseite musste der FCler Manuel Müller höchsten Einsatz riskieren, um im Strafraum Rugovaj noch vom Ball zu trennen (30. Minute).

Seine beste Phase hatte der TSV Großbardorf, von dem sich sein eigener Anhang wohl etwas mehr erwartet hatte, in den Minuten danach. Die Sander ließen den Gästen vorübergehend zu viel Spielraum, so dass Rugovaj quer durch den FC-Strafraum passen konnte. Schönwiesner brauchte am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten, um in der 32. Minute zum 2:1-Anschlusstreffer "einzulochen". Kurz vor der Pause wäre dem stark spielenden Manuel Leicht fast der Ausgleich gelungen, doch der Sander Torwart Simon Mai lenkte den Flachschuss noch zur Ecke.


Sander Vorteile nach der Pause

Die erste Viertelstunde nach der Pause gehörte eindeutig dem gut spielenden FC Sand, der in dieser Zeit zwei gute Möglichkeiten durch Andre Karmann und eine weitere durch den für den verletzten Thorsten Schlereth eingewechselten Lucas Wirth hatte. Ihre Schüsse wurden jedoch jeweils abgeblockt. Als in der 60. Minute nach einem Foul an ihm der am Boden liegende Sander Florian Gundelsheimer von seinen Gegenspieler weiter attackiert wurde und dabei das Bein nach oben zog, wurde er nach Intervention des Linienrichters vom Schiedsrichter Brütting sehr hart mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen. Zwei Minuten später blieb die Rote Karte für Schönwiesner jedoch stecken, als dieser Daniel Krüger von hinten in die Beine trat. Insgesamt wurde die Begegnung von beiden Seiten jedoch sehr fair geführt.

In Überzahl startete der TSV Großbardorf einen Sturmlauf auf das Sander Tor. Außer bei gelegentlichen Konterattacken kam der FC kaum aus seiner eigenen Spielhälfte heraus. Zwar boten sich Leicht und dem eingewechselten Makengo gelegentliche Schusschancen, doch hielten die Hausherren mit vereinten Kräften dem Druck stand.

Der Sander Trainer Uwe Ernst sagte: "Das Wichtigste ist, dass wir uns erneut drei Punkte holten, denn die tun uns sehr gut. Unsere Mannschaft hat sich den Sieg redlich verdient, denn sie hat von der ersten bis zur letzten Minute hochkonzentriert gearbeitet und gekämpft. Aus meiner Sicht war die Rote Karte gegen Gundelsheimer überzogen. Doch auch in Unterzahl haben wir nur sehr wenige Chancen der Gäste zugelassen."

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