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Sport  // Haßberge

2. Volleyball-Liga Süd

Eltmanner Debakel im Spitzenspiel in Schwaig

Der Spitzenreiter kassiert bei den entfesselt aufspielenden Schwaigern eine 0:3-Niederlage, bleibt aber weiter auf Platz 1.
Sven Kellermanns (r.) Angriffsschlag bleibt an der Netzkante hängen. Foto: Frank Heumann
 
Alle Spitzenteams, ausgenommen die Schwaiger, mussten in der 2. Volleyball-Liga Süd Federn lassen - die unerwartete 0:3-Niederlage des VC Oshino Eltmann in Schwaig war nur der Höhepunkt im Festival der Überraschungen. Vor einer Rekordkulisse von mehr als 700 Fans, die "Gelbe Hölle" platzte aus allen Nähten, machten die Schwaiger die Ankündigung in der Spieltagszeitung wahr, dass die Spieler und Trainer Jozef Janosik, im Vorjahr noch in Diensten des VC Eltmann, den Gästen einen "unvergesslich gelben Tanz" präsentieren wollten.
Milan Maric, angesichts der Katastrophe fast sprachlos, konstatierte: "Wir haben heute keinen einzigen Dankeschön-Ball untergebracht." Doch nicht nur das, auch eine überdurchschnittlich hohe Fehlerquote bei den Aufschlägen war für die empfindliche Niederlage im "Gigantentreffen" der Staffel Süd eine Erklärung. In zwei der drei Sätze besorgten die Eltmanner durch Aufschlagfehler selbst ihren Untergang.


Janosik stellt Team gut ein

Im ersten Satz lag Schwaig über die Stationen 8:5, 13:8 und 14:10 ständig vorn. Aber der Tabellenführer aus Eltmann meldete sich zurück und ging nach einem Nowak-Aufsteiger mit 18:17 erstmals in Front. Doch Schwaig, besonders im Block optimal von Janosik auf Eltmann eingestellt, schlug sofort zurück. Welter konnte zwar nochmal auf 21:22 verkürzen, doch als Kapitän Sebastian Richter beim Stand von 23:21 für Schwaig den Ball voll in den sehr starken Schwaiger Block hämmerte, war der Satz gelaufen. Sven Kellermann patzte beim Aufschlag, die Gastgeber hatten den ersten Satz mit 25:22 im Sack.
Im zweiten Satz wollten die Eltmanner den Spieß umdrehen und gingen durch Welter, Kellermann und Nürnberger mit 10:8 in Front. Doch plötzlich stotterte der Motor der Eltmanner Flugkünstler wieder. Ein Schwaiger Zwischenspurt mit fünf Zählern in Folge kippte das Geschehen. Nach dem 16:20 reichte das Aufbäumen von Nürnberger und dem ins Spiel gekommenen Youngster Timon Schippmann nicht aus, den Satz (20:25) noch offen zu halten. Die Halle explodierte, die knapp 100 Eltmanner Fans hatten keine Chance.
Mit viel Einsatz wollten Youngster Schippmann, Routinier Enrico Quero und Nicola Poluga, der erstmals wieder auf dem Feld stand, das Match noch herumreißen. Eltmann führte nach einer Quero-Rakete mit 12:10, doch wieder war es der Mittelteil des Satzes, in dem die zu großer Form auflaufenden Schwaiger das Blatt wendeten. Neben Kapitän Florian Tafelmayer, mit Hansi Nürnberger eng befreundet, waren es vor allem der Pole Wacek im Block sowie die Diagonalspieler Perica Stanic und Michal Dzierwa, die Jozef Janosik den Jahresauftakt versüßten.
Der VC Eltmann, diesmal überraschenderweise ohne erkennbaren Führungsspieler, kämpfte sich nach der 22:20-Führung des SVS durch Quero und den Block nochmals zum 22:22-Gleichstand. Doch dann fehlte Schippmann wiederum das Quäntchen Glück und der Satz und damit das Match endete unter lautstarkem Jubel des Schwaiger Anhangs mit 25:23.
Sven Kellermann, der neben Kapitän Florian Tafelmayer auf Schwaiger Seite zu MVP-Ehren kam, brachte es nach Spielende auf den Punkt: "Die Silbermedaille war nicht das Erhoffte für mich, aber Gold hat sich heute leider keiner von uns verdient."
Nun gilt es, schnell die "Schmach der Gelben Hölle" aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten, wenn kommenden Samstag die Stuttgarter, lange Zeit schon als potenzieller Absteiger gehandelt, doch mit einem beachtenswerten 3:1-Sieg in Grafing im Gepäck, im Eltmanner Hangar zum Nachholspiel anreisen.
Die Niederlage in Schwaig, auch wenn es weder Punkt noch Gewinnsatz gab, sollte kein unüberwindliches Hindernis sein für den weiteren Saisonverlauf. Obwohl Schwaig in der oberen Tabellenhälfte einziger Profiteur des ersten Spieltages 2017 war, Eltmann bleibt in der Pole Position. Es wird aber knapper - und das Debakel im Nürnberger Süden darf keine Negativserie einleiten, denn nach den Stuttgartern kommt Vorjahresmeister Fellbach.
Eltmanns Vorstand Rolf Werner hüllte sich weitgehend in Schweigen, doch der Vulkanausbruch dieses außergewöhnlichen Spieltages dürfte auch in ihm nachwirken. Der Marketingverantwortliche der Eltmanner, Frank Heumann, dürfte sicherlich Hunderte von interessanten Bildern geschossen haben, aber der "Glückstreffer" war diesmal nicht dabei. Dennoch gilt weiterhin: Take off! rom
VC Oshino Eltmann: Nowak, Engel, Richter, Kolbe, Krüger, Nürnberger, Kellermann, Welter, Poluga, Schippmann, Werner, Quero, Bitsch
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