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Kunstrad

Weltmeister wartet auf seine Jäger

Lukas Kohl hat sich für die nächste WM qualifiziert - und geht vorher als Favorit in die deutschen Titelkämpfe.
 
Die Weltspitze des Kunstradsports mit vier amtierenden Weltmeistern war zu Gast im Schwarzwald. In Gutach fand das Finale der dreiteiligen German-Masters-Serie statt, also die deutsche Quali zur Hallenradsport-WM im November im österreichischen Dornbirn. Dort wird auch Lukas Kohl teilnehmen. Der Weltmeister im 1er schnappte sich am Wochenende vorzeitig eines der begehrten Tickets.

Nachdem Kohl schon in Weil und in Öhringen gewann, konnte er sich nun als German-Masters-Gesamtsieger feiern lassen. Um das WM-Ticket vorzeitig zu gewinnen, musste der Sportler des RMSV Concordia Kirchehrenbach noch die fünfte Quali gewinnen. Seine härtesten Widersacher Marcel Jüngling (Dornheim/189,13), Martin Fürsattel (Vach/187,58) sowie Moritz Herbst (Wendlingen/198,08) hatten vorgelegt. Doch davon ließ sich der Weltmeister nicht beirren. Gewohnt konzentriert begann er seine Übungen und meisterte den Maute-Sprung in seiner lässigen Art. Beim zweifachen Drehsprung berührte er kurz den Boden, doch unbeeindruckt fuhr er fort. Die Frontlenkerstanddrehung erweiterte er von zwei- auf vierfach, was hier Zusatzpunkte brachte.
Mit 203,95 Punkten und erstmals Schweißtropfen auf der Nase verließ er als Sieger die Fläche. "Beim Wettkampf bin ich angespannt und atme zu wenig, da laufen auch mir Schweißtropfen über die Nase. Auch für mich ist das anstrengend", sagte der Weltmeister mit einem Lächeln im Gesicht, am schwer laufenden Boden habe es aber nicht gelegen: "Da jeder Boden etwas anders ist, nutze ich jedes Wochenende für einen Start, um mich an die verschiedenen Beläge zu gewöhnen."

Im Finale sollte es für alle drei Sportler nicht mehr so gut laufen. Sowohl Jüngling als auch Herbst ließen einige Punkte liegen. Kohl schloss sich den beiden an und patzte beim Damensitz-Steiger rückwärts. "Das ist mir zuletzt 2016 bei der Deutschen Meisterschaft passiert", so der Weltmeister zu seinem Absteiger. "In der schwierigen Steigerrückwärtsserie kann das immer passieren. Da ist eine kleine Bodenwelle gewesen, die hat mich etwas ausgehebelt, weshalb ich das Rad nicht mehr halten konnte. Es war zwar ärgerlich, ich habe rund neun Punkte liegengelassen, trotzdem bin ich zufrieden. Nach dem Patzer bin ich ohne Probleme zu Ende gefahren." 194,83 Punkte waren es schließlich, und damit ein weiterer Sieg für den "Lukinator".


Demut statt großer Worte

Für die DM am 20. und 21. Oktober in Hamburg ist er der Titelfavorit Nummer 1. Das Wort Titelverteidigung hört er jedoch nicht gern. "Für mich heißt es seit der WM, nicht den Titel zu verteidigen, sondern erneut den DM-Titel zu erringen. Ich habe das von Michael Niedermeier abgeschaut, als er bei seiner WM-Niederlage gesagt hatte: Ich habe nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Dieser Satz hat mich sehr geprägt."
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