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InFranken-Kick

Schönheitspreis wird nicht vergeben

Punkte, Punkte, Punkte - nur darum geht es, wenn der SV Gloria Weilersbach die SpVgg Dürrbrunn in der Kreisklasse 2 empfängt.
Schmerzhafter als das Foul von Oliver Farr (grün, Schlaifhausen), der dem Weilersbacher Dominic Amon (l.) die Harmlosigkeit seines Tacklings zu erklären versucht, war für Gloria-Spielertrainer Simon Dimter vor zwei Wochen die knappe 1:2-Niederlage  in Schlaifhausen.   Am Sonntag geht es nun gegen Dürrbrunn. Leo Hühnlein
 
von LEO HÜHNLEIN
Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der InFranken-Kick in Weilersbach, wo die Gloria zum Kellerduell der Kreisklasse 2 die SpVgg aus Dürrbrunn-Unterleinleiter erwartet. Vermutlich können sich die Zuschauer auf einen bis zuletzt mit allen Mitteln ausgefochtenen Überlebenskampf einstellen, denn beide Reihen sind seit sechs Spieltagen sieglos und brauchen jeden Zähler, um nicht vorschnell hinten festgenagelt zu werden. Deshalb wird es in diesem stilisierten Sechs-Punkte-Spiel auch nicht um den Schönheitspreis gehen. Am Ende zählt nur das nackte Resultat.


Kreisklasse 2

SV Gloria Weilersbach (13.) - SpVgg Dürrbrunn (15.)
Die Gemeinsamkeiten der zwei Rivalen sind schnell erzählt. Beide fangen sich fast doppelt so viele Tore ein, wie sie selbst erzielen und errangen in den bisherigen elf Partien nur einen Dreier - jeweils im fünften Spiel. Zuvor und danach wurde der Anhang beider Lager aber kaum mit Erfolgserlebnissen verwöhnt. Zwar holte die Gloria zumindest vier Remis und steht dadurch um einen Punkt besser als "Lada", aber dafür gingen auch die letzten vier Partien punktlos mit 3:12 Toren in die Hose. Die Gäste verloren im Vergleich nur die letzten drei Spiele, dafür ähnlich sparsam summiert mit 3:10 Toren. Trotzdem gehen beide Trainer mit Hoffnungen in dieses Match, auch wenn in beiden Mannschaften nach einer breiten Brust oder der sogenannten "Portion Selbstbewusstsein" zu suchen sein wird - zumindest zunächst.

Simon Dimter beerbte Michael Rödl auf dem Cheftrainer-Posten des SV und ist seitdem ein knappes Jahr als spielender Coach im Amt - seine erste Station als hauptamtlicher Trainer. Der 30-jährige Mittelfeldstratege, ein Weilersbacher Eigengewächs, kickte nach den Anfangsjahren bei der Gloria zunächst in der BOL in Hirschaid und in Buckenhofen (mit dem SV stieg er 2011 in die Landesliga auf), bevor er über Weingarts zu seinem Heimatverein zurückberufen wurde. Er hatte sich nach dem durchwachsenen Vorjahr in dieser Saison ein ruhigeres Fahrwasser gewünscht: "Es bringt nichts, über verletzte Spieler zu jammern, die haben andere auch. Aber mit Markus Trautner, Jens Erlwein und Dominik Seidel erlitten gleich drei Spieler in diesem Jahr Kreuzbandrisse. Guiliano Moscati ist seit Ende August erkrankt, Philipp Langmar laboriert am Sprunggelenk und hat noch überhaupt keine Partie bestreiten können."

Dazwischen pausierten angeschlagene Eckpfeiler wie Dominic Amon und Co-Trainer Sebastian Vollmeier. Personalbedingt wurden wechselnde Aufstellungen nötig: "Unser Stammkader könnte sicher mithalten, nur müssen wir zu oft umorganisieren. Trotzdem haben wir zu viele Punkte durch eigene Fehler wie gegen Schlaifhausen oder Hetzles hergeschenkt und unser Potenzial zu selten abgerufen. An der Moral liegt es sicher nicht, wir sind nach Rückständen schon häufig zurückgekommen, haben uns dann aber doch nicht belohnt."

Dem höherklassig erfahrenen "Sechser" ist klar, dass sein Team nur über Erfolgserlebnisse in die Spur zurückfinden kann. Nach seiner Einschätzung sind alle Mannschaften, abgesehen vom Führungsquartett, schlagbar. "Wir werden am Sonntag zeigen, dass wir die Qualität für die Kreisklasse haben und uns den Dreier holen", so Dimter.


Dürrbrunn belohnt sich nicht

Den gleichen Plan hat Michael Taschner, in seiner vierten Saison in "Lada", im Hinterkopf. Nicht nur durch seinen Beruf als Lehrer, sondern auch über den sportlichen Weg bei der SpVgg Bayreuth - oder beim ASV Hollfeld, als ein Landesliga-Durchmarsch gelang - weiß der 38-Jährige, wie wichtig die Psyche in solchen Situationen wirkt und versucht mit Didaktik entgegenzuwirken: "Fußball ist gewissermaßen immer mit einem Lernprozess verbunden. Insgesamt können wir nicht unzufrieden sein, wir haben oft mehr als mitgehalten und bisher fast jedem die Stirn geboten. Aber wenn am Ende nichts Zählbares übrig bleibt, hilft es einem nicht weiter."

Damit spielt Taschner auf die äußerst knappen Resultate an. Einzig ein 0:4 gegen Baiersdorf II ragt heraus ("Da haben Mitfavoriten schon höher verloren"), demgegenüber stehen neben einen Sieg und drei Unentschieden dreimal nur ein 2:3, zweimal ein 1:3 und ein 2:4 zu Buche. Für den erfahrenen Spielertrainer, der zuletzt ein paar Spiele angeschlagen pausierte, ist es ein nächster Schritt seiner Truppe in die richtige Richtung: "Manchmal sind es Kleinigkeiten von Einzelnen, die dem Kollektiv letztlich das Erfolgserlebnis kosten. Beim 0:0 im Auftaktspiel in Ebermannstadt haben wir gesehen, zu welchen Leistungen ein hochkonzentrierter Einsatz über volle 90 Minuten führen kann. Leider haben wir in anderen Partien zu naiv und mit kindlichen Fehlern die Punkte liegen lassen."

Taschner ist es zudem sehr wichtig, seinen Spielern den Spaß zu vermitteln und über diesen Weg die Erfolgserlebnisse zu haben: "Wenn man etwas mit Freude macht und in einer Mannschaft aus Überzeugung für seine Mitspieler kämpft, stellt sich der sportliche Erfolg des Kollektivs auch ein."

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