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Karate

Forchheim: Lowry-Schwestern kämpfen wie Löwen

Sowohl Nova als auch Livia Lowry holten bei der bayerischen Meisterschaft in Forchheim überraschend eine Medaille - genauso wie Simona Kindler.
Simona Kindler (links beim Fauststoß) gewann im Freikampf Silber. Fotos: Hans Rosemann
 
Ein langes, arbeitsreiches und intensives Wochenende liegt hinter den Athleten und Helfern des Shotokan-Karate-Zentrums Forchheim. Mit einem Paukenschlag aus Sicht der Gastgeber endeten die bayerischen Meisterschaften in der Sporthalle des Ehrenbürg-Gymnasiums. Nachdem sich am Samstag bereits Nova Lowry den Vizemeistertitel im Freikampf gesichert hatte, setzte ihre Schwester Livia am Sonntag einen drauf und erkämpfte sich in einem dramatischen Finale, ebenfalls im Freikampf, die Goldmedaille. Simona Kindler machte das Glück der Forchheimer mit der Freikampf-Vizemeisterschaft perfekt.

Als die Wettkämpfe begannen, lagen die Hoffnungen bei Rosen Stefanov, der als Kaderathlet schon mehrfach bei hochrangigen Meisterschaften an den Start gegangen war. Er entschied den ersten Kampf recht sicher. Im zweiten Duell lag er wenige Sekunden vor Schluss in Führung, als es zu einem Zusammenprall der Kontrahenten mit den Knien kam. Rosens Gegner ging mit offenkundig großen Schmerzen zu Boden und konnte den Kampf nicht fortsetzen. Nach eingehender Beratung disqualifizierten die Kampfrichter den Forchheimer. Drei der fünf Juroren hatten eine unfaire Attacke von Rosen gesehen.


Lächelndes Heißblut Lowry

Höhepunkt am ersten Tag war das Finale von Nova Lowry. Wer das freundlich lächelnde Mädchen außerhalb der Matte sieht, kann sich nicht vorstellen, in welch heißblütige Kämpferin sie sich schlagartig verwandelt, sobald sie die Kampffläche betritt. Ihre Gegnerin aus Waldkraiburg setzte Lowry von Anfang an massiv zu und holte Punkt für Punkt. Die Forchheimerin ließ sich davon aber nicht beirren und suchte mutig ihre Chance. Am Ende hatte ihre Gegnerin aber die Nase vorn, Lowry blieb der zweite Platz, mit dem keiner gerechnet hatte. Die weiteren Forchheimer Athleten kämpften mit großem Einsatz und verkauften sich so teuer wie möglich. Der eine oder andere Vorkampf wurde gewonnen, in die Medaillenvergabe griffen sie aber nicht ein.

Am Sonntag setzte Livia Lowry ein gewaltiges Ausrufezeichen. Souverän und mit dem gleichen Kampfgeist wie ihre Schwester gewann sie alle Vorkämpfe. Im Finale bekam sie es mit einer erfahrenen Athletin aus Hersbruck zu tun. Es ging hin und her, Lowry machte zwar den ersten Punkt, musste danach jedoch zwei Treffer hinnehmen. Anschließend zeigte das zierliche Mädchen Nervenstärke: Mit großer Übersicht und einem mutigen, aber kontrollierten Vorangehen setzte sie schnelle Fauststöße und holte unter lautstarkem Jubel der Forchheimer den Titel.

Simona Kindler krönte den Tag, indem sie in einem ebenfalls packenden Finale zwar eine knappe Niederlage hinnehmen musste, aber überraschend Silber gewann. Obgleich ihre Gegnerin ihr zusetzte, suchte Kindler immer wieder die Chance, einen Treffer zu landen und zeigte sich des Endkampfs würdig.


Behinderte beeindrucken

Ein Wettkampf der außergewöhnlichen Art war am Samstagnachmittag geboten: die bayerischen Meisterschaften der Behinderten mit internationaler Beteiligung. Die Teilnehmer zeigten, wozu im Rollstuhl sitzende oder mit Beinprothesen ausgestattete Menschen in der Lage sind. Auch eine Delegation aus Russland war am Start. Die deutschen Karateka hielten international gut mit.

Der Behindertensport wird im deutschen Karateverband seit Langem betrieben und ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Integration in den normalen Sportbetrieb. Genauso wie die Titelkämpfe in der EGF-Halle ein Beleg dafür waren, dass die Forchheimer Karatekas eine solche anspruchsvolle Veranstaltung auf die Beine stellen können.
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