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Moggast braucht Tritt in Hintern

Nachdem Spielertrainer Alexander Roth in der Halbzeitpause klare Worte findet, holt der in Unterzahl spielende SV noch einen Punkt beim TSC Pottenstein.
Zwei Pechvögel des Derbys unter sich: Der Moggaster Kevin Fuhrmann (grün) scheiterte vier Minuten vor Abpfiff mit einer Großchance an seinen Nerven und der Kopfballtreffer von TSC-Jungstürmer Sascha Bauernschmidt wurde von Schiri Doneff wegen Foulspiels aberkannt.  Foto: Leo Hühnlein
 
von LEO HÜHNLEIN
Trotz langer Unterzahl zog der SV Moggast beim InFranken-Kick den Kopf noch aus der Schlinge und konnte durch das 1:1-Remis beim TSC Pottenstein zumindest mit einem Zähler zum "Bölwiesen Oktoberfest" heimreisen.

TSC Pottenstein - SV Moggast 1:1
Durch eine Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt war der SV paradoxerweise stärker als davor, als der TSC direkt nach der Ampelkarte für Sebastian Walter (24.) zunächst das Kommando übernahm. Mit dem 1:1-Remis können beide Reihen leben, bei den Gästen bedurfte es durch Spielertrainer Alexander Roth - ansonsten eher ruhigerer Natur - in der Halbzeitpause allerdings erst den berühmten Tritt in den Hintern, ehe der SV Moggast in Gang kam.

Zuschauer, die sich zum Derby eine Viertelstunde verspäteten, verpassten gar nichts. Gästeverteidiger Sebastian Walter holte sich relativ früh (8.) eine Verwarnungskarte für Trikotziehen an der Seitenlinie ab, die noch folgenschwer sein sollte. Mit zunehmender Spieldauer kam der TSC, angetrieben durch Hannes Dippold und Sebastian Haas, besser ins Spiel, das ballsichere Kurzpassspiel mit variantenreicher Seitenverlagerung war bis zum Strafraum des SV gut anzusehen. Aber dort war zunächst auch Schluss mit lustig, weil die Bölwiesener gut von Jonathan Gebhard organisiert in der Defensive standen. Der erste gefährliche Ball in den Strafraum überhaupt brachte die vermeintliche Führung für Pottenstein, als Tobias Brütting einen Freistoß in den Strafraum hob. In einem Knäuel stieg der gefällige Sascha Bauernschmitt am höchsten und köpfte über SV-Keeer Maximilian Renken, der noch mit den Fingerspitzen dran war, ins Gästetor (17.). Doch Referee Karlheinz Doneff, dessen jüngster Spross Daniel ihn erstmals an der Linie begleitete, sah zuvor ein Schieben mit dem Ellenbogen gegen Walter und nahm den Treffer zurück. Doneff verdrehte sich kurz darauf im Rasen das Knie, biss aber sozusagen mit den Zähnen auf die Pfeife und hielt bis zum Ende durch. Für den verwarnten Walter hatte das die Konsequenz, dass er nach dem zweiten Foul (rohes Spiel) mit der Ampelkarte vom Platz flog (24.). Die Gäste waren also 66 Minuten in Unterzahl. Und schon die nächste Szene, Benjamin Dutz traf ans Außennetz, deutete einen Umschwung an. Bis zur Pause verlagerte es sich meist in die Gästehälfte, Torchancen blieben aber Mangelware. Die Gäste fanden vorn überhaupt nicht statt, lediglich beim Freistoß von Julian Striegel, der aus 22 Metern in die Wolken drosch, hätte Gefahr entstehen können.

Es muss also ein großes Donnerwetter des ansonsten eher zurückhaltenden Roth gewesen sein, denn Moggast übernahm nach dem Kabinengang in Unterzahl die Initiative und nutzte die komplette Spielfeldbreite mit gesteigerter Laufarbeit. Aussichtsreich stehend rutschte Christian Häfner am Sechzehner weg (48.), Kevin Fuhrmanns Kopfball gegen die Laufrichtung von TSC-Keeper Thorsten Mager verfehlte knapp das Ziel (51.). Demgegenüber meldeten sich die Püttlacher mit einem Lattentreffer nach Freistoß von Brütting zurück (58.). Der gleiche Akteur bereitete schließlich die 1:0-Führung vor. Zwar verpasste Bauernschmidt noch die Freistoßflanke, aber dahinter netzte Patrick Schrödl ein (67.). Die gute Laune für das abendliche Vereinsfest stand auf der Kippe, doch Roth selbst sorgte nur eine Minute später für den Ausgleichstreffer. Im Zentrum nur kurz unbeaufsichtigt, visierte er nach perfektem Zuspiel an und traf trocken per Aufsetzer ins Eck zum 1:1 (68.), wobei Keeper Mager die Sicht durch viele Beine versperrt schien. Fabian Haas hätte den TSC beinahe wieder in Front gebracht, sein Freistoß strich, von irgend einem Scheitel abgelenkt, nur haarscharf neben dem Pfosten vorbei (75.). Fast hätte Kevin Fuhrmann noch den Lucky Punch gesetzt. Er schien aber zu überrascht, als er aus sieben Metern völlig frei zum Abschluss kam und Mager parierte (86.).

TSC-Trainer Thomas Spethling war nicht unzufrieden, doch voller Fragezeichen: "Warum wir so schwer ins Spiel fanden, weiß ich nicht, das Remis geht aber in Ordnung und ist ein weiterer Punkt für unser Ziel Klassenerhalt. Man merkte, dass Moggast höherklassig ausgebildete Spieler in den Reihen hat. Für meine grünen Jungs war vor allem deren Trainer kaum zu stoppen."

Moggasts Spielertrainer Alexander Roth zeigte sich versöhnlich: "In solchen Spielen merkst du halt, dass vor allem die jungen Spieler noch nicht wissen, wie sie auftreten müssen. Nachdem ich in der Kabine etwas lauter geworden bin, klappte es besser. Die Gelb-Rote war einfach dumm. Am Ende muss man mit einem Punkt in Unterzahl auch mal zufrieden sein."


Die Statistik zum Spiel

TSC Pottenstein: Mager - Bauer, Dippold, Sebastian Haas, Bauernschmidt, Sven Brendel, Brütting, Dutz, Schrödl, Körber, Schmitt, (Jonas Brendel, Fabian Haas, Trenz).

SV Moggast: Renken - Gebhard, Hamzecebioglu, Walter, Fuhrmann, Striegel, Vogler, Hofbauer, Reichold, Häfner, Roth.

Schiedsrichter: Karl Heinz Doneff (DJK Weingarts). Zuschauer: 215. Tore: 1:0 Schrödl (68.), 1:1 Roth (69.). Gelb-Rot: Walter (23/SV Moggast)

zum Thema "inFranken-Kick"






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