Jahn Forchheim besiegt Buckenhofen

Die SpVgg Jahn Forchheim bleibt durch ein 3:1 im Derby der Fußball-Landesliga Mitte gegen dem Buckenhofen weiterhin die Nummer 1 im Forchheimer Fußball.
Der Buckenhofner Tom Jäckel (rotes Trikot, am Boden) sowie der Jahn-Schlussmann Marc Schiffer und Verteidiger Georg Neudecker verfolgen gebannt, wie der Ball aufs Tor fliegt. Aber die Kugel landet nicht im  Kasten der SpVgg Jahn. Fotos: herzopress
 
Die SpVgg Jahn Forchheim ist weiterhin die Nummer 1 im Fußball im Landkreis Forchheim, denn die Jahnler besiegten im Derby den Stadtrivalen und konnten den Vorsprung in der Tabelle auf die Buckenhofner auf vier Punkte ausbauen. Die über 800 Zuschauer sahen bei herrlichem Wetter auf dem Jahn-Gelände eine interessante Partie, die vor allem sehr fair verlief und bei der sich der Jahn letztendlich nicht unverdient durchsetzte.

Obwohl die Partie mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen wurde - die Schiedsrichter aus dem Raum Memmingen standen lange im Stau - war Forchheim bei diesem Derby sofort hellwach und bestimmte in den ersten 30 Minuten deutlich das Geschehen und sorgte mehrmals für Gefahr vor dem Gehäuse des Aufsteigers.

Das Eckenverhältnis von 5:0 im ersten Durchgang belegt hierbei die Offensivbemühungen der Hausherren.
Bereits in der 4. Minute setzte sich der Ex-Buckenhofener Nuhi Sylejmani auf links durch, scheiterte aber am SV-Keeper und zwei Minuten später prüfte Florian Clausnitzer den Buckenhofener Tobias Haller mit einem Weitschuss. In der 10. Minute war dann erstmals für Gefahr vor dem Forchheimer Tor angesagt, denn Tom Jäckel verlud seinen Gegenspieler, konnte aber aus spitzem Winkel Forchheims Torhüter MarcSchiffer nicht überwinden.

Zwei Minuten später ließ der SV-Keeper Haller eine Freistoß von Christoph Saffra durch die Hände gleiten, doch ein Abwehrspieler klärte in letzter Sekunde auf der Linie. Wiederum zwei Minuten danach verpassten zwei Forchheimer eine scharfe Hereingabe kurz vor dem Buckenhofner Tor. Clausnitzer verfehlte in der 25. Minute per Linksschuss das Tor und in der 28. Minute ging ein Weitschuss von Manuel Menges am Gästegehäuse vorbei.
Nach einer halben Stunde ging der Jahn durch ein sehenswertes Tor in Führung: Heiko Schaup zog aus über 20 Metern ab und der Ball schlug unhaltbar im Gehäuse ein.

Zwei Minuten danach konnte Buckenhofen jedoch ausgleichen. Nach einem Einwurf stand Moritz Fath im Strafraum völlig frei und war per Linksschuss erfolgreich. Die Forchheimer schienen kurz geschockt, denn bereits eine Minute danach kam der SV erneut zu einer Großchance. Thomas Roas überlief nach einem Pass in die Tiefe seinen Gegenspieler schoss aber links am Tor vorbei. Die letzte Möglichkeit in der ersten Halbzeit hatte in der 42. Minute Sylejmani, als er sich auf der linken Seite durchsetzte, doch der SV-Keeper konnte hervorragend klären.

In der zweiten Halbzeit kam Oliver Skuza für den verletzten Menges und Saffra spielte in der Jahn-Defensive, was sich nicht als Nachteil herausstellen sollte. Zunächst klärte in der 53. Minute der Gästetorhüter gegen Clausnitzer, der in aussichtsreicher Position den Ball nicht unter Kontrolle brachte. In der 57. Minute brannte es lichterloh im Buckenhofner Strafraum, als nach einer Ecke der Ball quer durch den Strafraum segelte und Freund und Feind verpassten.
Die größte Chance hatte Buckenhofen in der 62. Minute, als nach einem Konter Jäckel zunächst den Keeper nicht überwinden konnte und Michael Grosch den abgewehrten Ball aus kurzer Distanz den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Nach einer weiteren Buckenhofener Chance durch Florian Poesdorf in der 71. Minute nahm der Jahn das Heft wieder in die Hand.

Die Vorentscheidung fiel in der 73. Minute, als nach einem schnell ausgeführten Freistoß Ferdinand List im Laufduell mit Poesdorf zu Fall kam und der Schiri sofort auf Strafstoß entschied. Sylejmani verwandelte den Elfmeter unhaltbar zum 2:1. Sieben Minuten später war das Derby entschieden, denn es gab erneut Strafstoß für den Jahn, den Sylejmani wieder unhaltbar verwertete. Vorausgegangen war erneut ein schnell ausgeführter Freistoß und ein herrlicher Pass von Saffra auf List, der dann vom Keeper von den Beinen geholt wurde.
In der Schlussphase wurde der Forchheimer Maximilian Bauernschmitt in der 85. Minute, nachdem er zunächst ein Foul beging und dann den Ball wegschlug, per Ampelkarte vom Platz gestellt.

Die letzte Großchance für Buckenhofen vergab in der 89. Minute Jäckel, der einige Male für Gefahr vor dem Forchheimer Tor sorgte, doch sein Schuss aus kurzer Entfernung war zu schwach und Torhüter Schiffer hatte keine Mühe.

Statistik:

SpVgg Jahn Forchheim - SV Buckenhofen 3:1


SpVgg Jahn Forchheim: Schiffer - Schmidt, Neudecker, Hassa, Bauernschmitt, Saffra, Sylejmani (90. Bajric), Clausnitzer, Schaup, Menges (46. Skuza), List (84. Michl)

SV Buckenhofen: Haller - Özdemir, Viereckl, Loos, Poesdorf (85. Müller), Fath, Grosch, Roas (70. Selmani) Jäckel, Dimter (80. Ogunjimi), Mellinghoff

SR: Sven Engel (RSV Ittling)

Zuschauer: 800

Tore: 1:0 Schaup (30.), 1:1 Fath (32.), 2:1 Sylejmani (73., Foulelfmeter), 3:1 Sylejmani (80., Foulelfmeter).

Gelb-Rote Karte: Bauernschmitt (SpVgg Jahn Forchheim, 86., Unsportlichkeit)

Stimmen zum Spiel:

Michael Hutzler (Trainer SpVgg Jahn Forchheim):

Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich voll und ganz zufrieden. In der ersten Halbzeit waren wir spielerisch die bessere Mannschaft und auch nach einigen Problemen wurden wir in der zweiten Halbzeit, je länger das Spiel lief stärker, Die beiden Elfmeter waren berechtigt und wir haben verdient gewonnen. Wir hatten in der Partie jedenfalls die klareren Chancen spielten mit mehr Herz, mehr Tempo und zeigten auch mehr Siegeswillen. Die Zuschauer haben jedenfalls gesehen, dass in den letzten Wochen beim Jahn eine Mannschaft herangewachsen ist. Seit Saisonbeginn haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert und haben ein System gefunden, dass zu unseren Akteuren passt und jeder macht einen guten Job.

Rainer Gerlitz (Trainer SV Buckenhofen):

Ich glaube, für die Stadt Forchheim war es ein Fußballfest, denn wir haben ein schönes Fußballspiel gesehen, in beiden Lagern war Stimmung und die Partie verlief sehr fair. Es ist natürlich nicht befriedigend, wenn man 3:1 verliert, wir hätten das 2:1 erzielen können, dann wäre es sicher anders gelaufen. Eigentlich war es ein typisches Unentschieden-Spiel und ein Punkt wäre für uns sicher auch verdient gewesen. Den ersten Elfmeter muss man nicht unbedingt geben, doch hier hätten wir uns auch cleverer verhalten müssen. Nach dem zweiten Strafstoß war die Partie dann gelaufen. Dass wir in der Liga mithalten können, haben wir auch heute gezeigt. Ich hoffe, dass auch beim Rückspiel so viele Zuschauer kommen.

Nuhi Sylejmani (zweifacher Torschütze der SpVgg Jahn Forchheim):


Ich freue mich natürlich für meine Mannschaft, dass wir das Derby gewinnen konnten. Es war eine tolle Kulisse, man ist doppelt motiviert, wenn man gegen seinen früheren Verein spielt und der Sieg war verdient, denn wir hatten mehr Chancen als Buckenhofen. Der Jubel nach meinem ersten Tor war nicht gegen die Buckenhofner Fans gerichtet. Es lief eine Wette mit einem, und dieser stand beim 2:1 in zufällig in der Nähe der Buckenhofner Fans.

zum Thema "Landesliga Mitte"

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