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Im Süden viel Neues für Forchheimer Tischtennisspieler

Wenn die Basis zustimmt und der Verband eine Satzungsänderung beschließt, könnte Forchheim bald in Mittelfranken liegen.
Obwohl die Tischtennisspieler gerade eine kurze Weihnachtspause einlegen, bewegt sich im Kreis Forchheim einiges. Im Gespräch ist eine Reform der Einteilung der Bezirke.  Foto: Daniel Ruppert
 
von DANIEL RUPPERT
Was für die Forchheimer Fußballer längst Realität ist, könnte bald auch für die Tischtennisspieler des Landkreises gelten: die Zugehörigkeit zum Bezirk Mittelfranken. "Schon vor einigen Jahren wurde im Präsidium und im Verbandsausschuss der Plan gefasst, auf den Rückgang der Mitgliederzahlen im Bayerischen Tischtennis-Verband zu reagieren", schreibt der Bezirksvorsitzende Wolfgang Popp auf der Homepage des BTTV. Weniger Spieler und Mannschaften bedeuteten nämlich geringere Einnahmen für den Verband, den Ausfall einzelner Klassen bei Meisterschaften sowie Schwierigkeiten bei der Ligenzusammenstellung.


Erster Versuch ist gescheitert

"Ein erster, recht einfach gestrickter Versuch, jeweils zwei benachbarte Kreise zu einem Groß-Kreis zusammenzufassen, stieß bei der Basis auf wenig Gegenliebe", erklärt Popp in dem Schreiben. Forchheim wäre demnach mit Bamberg oder Bayreuth fusioniert. Also wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern aller Ebenen eingesetzt, die einen neuen Vorschlag erarbeiten sollte. Das Ergebnis ist eigentlich noch geheim, ist aber bereits durchgesickert: Frei von allen politischen Zwängen wurden 16 neue Gebiete, sogenannte Halbbezirke zusammengestellt, die jeweils etwa 100 Vereine betreuen. Die bayernweit 63 Tischtennis-Kreise würden abgeschafft.

"Natürlich wurde ein Augenmerk auf eine möglichst gleichmäßige Flächenverteilung gelegt, so dass kein Verein unverhältnismäßig weit zu Auswärtsspielen fahren muss", schreibt Popp. Laut dieser Lösung würde der Bezirk Mittelfranken in eine Süd- sowie eine Nordschiene mit den Kreisen Nürnberg, Erlangen, Hersbruck und Forchheim aufgeteilt. Letzterer gehört momentan zu Oberfranken.

Voraussetzung für die Strukturreform ist eine Satzungsänderung, die von den Delegierten auf einem außerordentlichen BTTV-Tag mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden müsste. Oberfranken würde zu der im Juli geplanten Sitzung 14 Stimmberechtigte entsenden, aus dem Kreis Forchheim ist der Kunreuther Bernd Wohlhöfer dabei. "Die Änderung hätte sicher Vorteile, aber das Aufbrechen gewohnter Strukturen ist immer ein Experiment", sagt der 38-Jährige. Die Arbeit würde dadurch ja nicht weniger.

Bislang wurde lediglich die Basis in Mittelfranken über die Pläne informiert. Die oberfränkischen Kreisvorsitzenden um den für Forchheim zuständigen Martin Distler sowie die Delegierten des Bezirks werden am 14. Januar bei einem Treffen in Baiersdorf bei Altenkunstadt offiziell eingeweiht. Am heutigen Donnerstag ab 19.30 Uhr findet im Hausener Sportheim eine Kreissitzung statt, auf der das Thema ebenfalls bereits angesprochen werden soll. Gleichwohl ist das Vorhaben auch hier nicht verborgen geblieben.

Für Michael Schürr von der SpVgg Jahn Forchheim hätte die Reform positive, aber auch eine negative Seite. "Es wäre ein Reiz, gegen neue Leute zu spielen", erzählt der 46-Jährige, der in seinen 35 Jahren im Tischtennis stets nach Oberfranken orientiert war. Zudem kämen einige seiner Mitspieler aus Mittelfranken, die zu Auswärtspartien künftig kürzere Anfahrten hätten. "Allerdings haben wir auch jemanden aus Coburg", sagt Schürr schmunzelnd.

"Schade" fände die Nummer 1 des Jahn, dass der Kontakt zu bekannten Gegenspielern abbräche. "Über die Jahre haben sich Freundschaften aufgebaut", erklärt Schürr. "Da der Forchheimer Tennis und Fußball ebenfalls zu Mittelfranken gehören, wäre eine Angleichung wohl sinnvoll", sagt Schürr. "Ich finde das gut, weil wir quasi an der Grenze liegen und nicht mehr bis nach Hof fahren müssten", sagt Susi Schneider, die für Hausen II in der Oberfrankenliga aufschlägt. "Außerdem freuen wir uns darauf, neue Teams kennenzulernen", erklärt die 48-Jährige.

Die Spielzeit 2017/2018 wäre eine Art Qualifikations-Saison, in der sich entscheidet, welche Teams aus Nürnberg, Hersbruck, Erlangen und Forchheim ab Herbst 2018 in welche Liga des neuen Halbbezirks Mittelfranken-Nord eingruppiert werden. Kreisligen würden anschließend entfallen. Stattdessen gingen die unterklassigen Akteure dann in Bezirksklassen an die Tische.





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