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Stadttriathlon

Eine halbe Portion mit doppelter Kraft

Babette Hohendorf hat den Jojo-Effekt bezwungen. Nachdem die Neu-Forchheimerin 83 Kilo abgenommen hat, peilt sie eine Teilnahme am Stadttriathlon an.
Babette Hohendorf hat wieder Spaß am Leben und nimmt den Forchheimer Stadttriathlon in Angriff. Fotos: privat
 
von JOHANNA BLUM
In unserer Höchstadter Ausgabe berichteten wir im November von der Adelsdorferin Babette Küstner-Gäbel, die in 22 Monaten 78 Kilo abgenommen hatte - ohne Operation, ohne kommerzielle Abnehmprogramme und ohne Medikamente oder Shakes. Inzwischen sind weitere zehn Pfunde gepurzelt, das Abnehmwunder wohnt nicht mehr Adelsdorf, sondern in Forchheim und heißt heute Babette Hohendorf. Mit Kleidergröße 42 statt 58 und nur noch der Hälfte ihres einstigen Körpergewichts nimmt sie am 18. Juni am Forchheimer Stadttriathlon teil.

Nach dem Motto "Dein Körper kann alles schaffen" lebt "Babsy" schon seit etwa zweieinhalb Jahren. "Am 3. Januar 2015 habe ich mein Leben vollkommen umgekrempelt", erzählte sie dem FT. "Ich war schon immer etwas kräftig, aber nicht dick", erinnert sich die 50-Jährige. Seit ihrem 16. Lebensjahr begleiteten sie unterschiedliche Diäten, mit dem Effekt, dass die Waage nach kurzer Zeit eher mehr als weniger anzeigte. "Je älter ich wurde, desto mehr wog ich. Nach fünf Treppenstufen musste ich schnaufen und alles tat weh."


Langes Stehen ging nicht mehr

Nur noch Aquajoggen war möglich. Hobbys und Dinge, die ihr Freude bereiteten, konnte sie nicht mehr tun: Tanzen, Urlaub machen, Konzerte besuchen, denn selbst längeres Stehen war unmöglich geworden. "Als Übergewichtiger leugnet man viel, aber im Unterbewusstsein ist eine Unzufriedenheit da. Ich hatte den ewigen Kampf satt. Also begann ich, in mich hineinzuhorchen", berichtet Hohendorf.

Ihrem Freund und jetzigem Ehemann sei nie so richtig aufgefallen, wie es seit 13 Jahren mit ihrem Gewicht stetig aufwärts ging. Er habe sie immer geliebt, aber vor Kurzem strahlend gemeint: "Bis jetzt hab ich die alte Babsy geliebt; die neue jedoch ist unbeschreiblich."


"Was willst du noch im Leben?"

Die Ursache, ihr Leben zu ändern, war nicht primär das Äußere, sondern die negative Aussicht. "Was willst du noch in deinem Leben? Willst du in zehn Jahren im Rollstuhl sitzen, vielleicht an Diabetes erkranken? Ich war schon knapp davor", erzählt sie. Sie habe sich selbst ins Gebet genommen und - was ganz wichtig sei - ihre Unzufriedenheit zugegeben. Fortan wollte sie ehrlich zu sich sein. Anfang 2015 habe sie von einer auf die andere Minute den Hebel umgelegt - und bis heute durchgehalten. Erst eine Woche nach dem Neustart traute sie sich auf die Waage: 172 Kilogramm.

Die "neue halbe Babsy" hat sich jetzt für den Stadttriathlon an ihrem neuen Wohnort angemeldet. "Als ich am 1. Mai im Königsbad zur Freibaderöffnung schwimmen war, habe ich 1000 Meter geschafft, einfach so. Da wurde mir klar, wie fit ich auf einmal bin. Das Krafttraining über den Winter, kombiniert mit gelegentlichen Ausdauereinheiten und das Tanzen haben gewirkt", erklärt Hohendorf, die ihren Sonntag häufig mit einer Radrunde beginne. Ihre plötzliche Sportlichkeit wolle sie in einem kleinen Wettkampf unter Beweis stellen. Zum Einstieg wählte sie die Fitnessdistanz aus 300 Metern Schwimmen, zehn Kilometern Radeln und 2,5 Kilometern Laufen.

Inzwischen betreibt sie nicht nur selbst Sport, sondern treibt auch andere Menschen dazu an. In Abnehm-Motivationskursen, die sie in Adelsdorf und Forchheim anbietet, erklärt sie ihren Teilnehmern, wie wichtig es sei, Ziele zu haben. "Die können ganz verrückt sein. Hauptsache man sieht für sich einen Sinn darin", erklärt Hohendorf, die ihr nächstes Ziel im Stadttriathlon sieht und sich intensiv darauf vorbereitet.

Ihr Training hat sie weitgehend von Kraft auf Ausdauer umgestellt. "Ich habe gelernt, dass die richtigen Triathleten nie alle drei Disziplinen an einem Tag trainieren. Ich gehe zwei Mal die Woche schwimmen, fahre ein bis zwei Mal die Woche Rad und laufe ebenso oft. Die anderen Tage sind fürs Tanzen reserviert - ein perfektes Ganzkörpertraining", sagt Babsy.

Gespannt sei sie, wie das in drei Wochen mit den Wechseln vor sich geht. "Vom Fahrrad zum Laufen geht ja. Aber mit Badezeug aufs Fahrrad?", fragt sie ungläubig. Wie es funktioniert, erfahren Babette Hohendorf und alle anderen FT-Leser im zweiten Info-Artikel zum Stadttriathlon in der kommenden Woche. Während ihr Theoriewissen also noch Lücken aufweist, macht sie in der Praxis große Fortschritte. Die geforderten Distanzen absolvierte die 50-Jährige in einem Probelauf in elf, 25 und 22 Minuten.


Ziel: unter einer Stunde bleiben

Ihr Ziel, inklusive der beiden Wechsel unter einer Stunde zu bleiben, ist in Reichweite, aber "der Spaß steht an erster Stelle", stellt sie klar. Zudem wolle sie den Menschen Mut machen, die vielleicht da stehen, wo sie vor zweieinhalb Jahren war. "Es lohnt sich immer, den Schalter umzulegen. Dein Körper ist zu fantastischen Dingen in der Lage, wenn du ihn gut behandelst", sagt Hohenberg, die gute Ernährung und ausreichend Bewegung als Voraussetzungen nennt. "Ich hätte mit einer Tüte Chips auf dem Sofa bleiben können, aber was hätte ich da alles verpasst?", fragt sie rhetorisch.

Ob der Forchheimer Stadttriathlon ein einmaliges Erlebnis wird, entscheidet sie danach. "Vielleicht macht es mir so viel Spaß, dass ich mir im nächsten Jahr mit noch mehr Vorbereitungszeit die große Distanz vornehme", sagt Babsy, die vorschlägt, Tanzen als vierte Disziplin aufzunehmen. Infos zu ihren ihren Kursen gibt es im Internet unter www.vivito.life.
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