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Stadttriathlon

Der richtige Dreh mit dem Rad

Auf der zweiten Etappe der Forchheimer Sportveranstaltung wird klar, dass zum Radeln mehr als nur ein Drahtesel und ein Helm gehören.
SSV-Athletin und Stadttriathlon-Mitorganisatorin Lena Drummer zeigte Sportredakteur Daniel Ruppert, worauf es bei der mittleren Disziplin ankommt. Fazit: Es ist mehr als nur Radeln. Fotos: Barbara Herbst
 
von DANIEL RUPPERT
Den ersten Rüffel bekomme ich schon vor der Begrüßung. "Ohne Helm würdest du gar nicht zugelassen", sagt Lena Drummer, die mich diesmal in die zweite Disziplin des Forchheimer Stadttriathlons am 18. Juni einweist, dem Radfahren. Je nach gewählter Strecke müssen zehn (Schüler und Fitness) oder 19 Kilometer (Jedermann) absolviert werden. Doch bevor sich die rund 300 Teilnehmer auf ihre Drahtesel schwingen, gehen sie durch die Wechselzone - eine Disziplin für sich.

Drummer, die für den SSV in der Regionalliga an den Start geht, packt eine Tüte mit Haushalts-Gummis aus. Damit fixiert sie ihre Klickpedale so, dass die darauf gesteckten Schuhe nach oben zeigen. Warum? Dazu später mehr. Helm, Sonnenbrille und Startnummernschild platziert sie sorgfältig daneben. "Manche legen den Helm auf den Lenker, weil ihnen nach dem Schwimmen schwindelig wird, wenn sie sich bücken", erklärt die 29-Jährige. Die akribische Vorbereitung erledigen die Triathleten natürlich vor dem Sprung ins Becken, damit sie danach in der Wechselzone (am südöstlichen Rand des Königsbads) keine Zeit verlieren.


Zunächst barfuß aufs Rad

Und genau deshalb hat Drummer ihre Schuhe befestigt. Wenn der Helm auf dem Kopf sitzt - "Das Rad darf man erst aus der Halterung nehmen, wenn der Riemen verschlossen ist" -, die Brille auf der Nase tanzt und die Startnummer auf dem Rücken (nicht auf dem Bauch) baumelt, steigt die Forchheimerin aufs Rad. "Erst wenn ich Tempo aufgenommen habe, schlüpfe ich vorsichtig in die Schuhe", erzählt sie. Manch Konkurrent lässt beim Anziehen der Schuhe, teilweise sogar Socken, in der Wechselzone wertvolle Sekunden. Auch der Einteiler, den sie nach dem Schwimmen einfach anlässt, spart Zeit. "Wer seine Kleidung wechselt, sollte ein Oberteil mit komplettem Reißverschluss nehmen, sonst kriegt man das Teil kaum über den nassen Körper", rät sie.

Vom Königsbad geht es durch ein in der Regel geschlossenes Tor im Nordosten des Geländes. Der kleine Pfad führt auf die Willy-Brandt-Allee, dort sind die beiden Richtung Süden aus der Stadt führenden Spuren für die Triathleten gesperrt. Auf Höhe der Bahnhofseinfahrt biegen die Radler links ab und fahren die abschüssige Schönbornstraße bis zum Herder-Gymnasium, ehe es im Zickzack durch Luitpold-, Löschwöhrd- und Stauffenberg- in die Karolingerstraße geht. "Die Anwohner dürfen den Weg nur kreuzen, wenn gerade kein Verkehr ist", sagt Drummer, "unsere zahlreichen Helfer passen da auf."

Am Schießanger zweigen wir zwei Mal links ab auf den Feldweg parallel zur A73. "Hier kann man richtig Tempo machen", sagt Drummer. Windschattenfahren ist allerdings verboten. Innerhalb von zwölf Metern - gemessen von Vorderrad zu Vorderrad - dürfen sich die Teilnehmer nur für den Überholvorgang aufhalten. Auch Nebeneinanderfahren ist somit nicht erlaubt. "Zwei Wettkampfrichter auf Motorrädern kontrollieren das", erklärt Drummer. Über den Parkplatz des Ehrenbürg-Gymnasiums gelangen wir in die Ruhalmstraße, an deren Ende die Abbiegung in die (Äußere) Nürnberger Straße erfolgt, wo neben dem Königsbad die meisten Zuschauer stehen.


Rundenerfassung zu aufwendig

Diese merken sich natürlich, wie oft derjenige, den sie anfeuern, an ihnen vorbeikommt. Doch wie wird bei 300 Triathleten geprüft, ob sie tatsächlich zwei bzw. vier Runden zurückgelegt haben? "Das lässt sich anhand der Zeiten plausibilisieren", sagt Drummer. "Wir hatten vor drei Jahren eine Erfassung, die misst, wie oft jeder darüber gefahren ist", erinnert sich die Forchheimerin, doch die sei zu fehleranfällig und aufwendig gewesen. "Es will doch keiner gewinnen, in dem er bescheißt", merkt die Sportlerin an.

Rennrad, Klickpedale, Mehrteiler etc. sind übrigens nicht zwingend. "Rund die Hälfte der Teilnehmer ist inzwischen professionell ausgestattet", sagt Drummer. Der Rest nutze Trekking- oder sonstige normale Räder sowie Badehose bzw. Badeanzug.

Nachdem wir Kolpingshaus, FT-Lokalredaktion und Autohaus Rachinger passiert haben, biegen wir in die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ein, von wo aus es auf die nächste Runde geht. Nach der zweiten bzw. vierten biegen die Radler in der Mitte der Jahn-Straße in den Pfad ein, der direkt zum Königsbad und damit zum Wechsel auf die Laufstrecke führt. Wie es dann weitergeht, erfahren Sie in der kommenden Woche.
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